Kee Marcellos K2

Melon Demon Divine

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.06.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Kee Marcello's K2
Melon Demon Divine, Frontiers Records, 2004
Kee MarcelloGuitars, Keyboards, Vocals
Snowy ShawDrums
KlaatuBass
Produziert von: Kee Marcello Länge: 65 Min 26 Sek Medium: CD
1. Pre-fix9. Hey Romeo
2. E.M.D.10. Evil ways
3. Enemies11. Tattoo for Patto
4. Blood12. Comin' home
5. Epic13. Ride on
6. Raptor14. Can I B The 1
7. If15. Raptor (Instrumental Version)
8. Falling apart

Was muss man sich eigentlich für Drogen reinziehen um auf so einen Albumtitel zu kommen? Ein göttlicher Melonen-Dämon... ts ts ts...

Kee Marcello kennt man natürlich. Der Schwede ist einer der herausragenden Gitarrenvirtuosen Skandinaviens. Seine Klasse blieb auch berühmten Landsleuten nicht verborgen und als EUROPE einen Nachfolger für John Norum suchten, war Kee erste Wahl und bekam den Job.
EUROPE waren bis vor kurzem Geschichte und die derzeitige Reunion findet fast erwartungsgemäß mit Originalgitarrist John Norum statt. Da muss nun auch Kee Marcello schauen wo er bleibt und hat nach seinem Solo-Debüt "Shine On" (1995) nun mit K2 eine eigene Band ins Leben gerufen.

Der dämonische Melonen-Gott braucht zwei, drei Hördurchgänge um sich durchzusetzen, fräst sich aber dann unwiderstehlich in die Gehörgänge.
Kee Marcello ist ein modernes Hardrock-Album gelungen, das sich stilistisch fast keine Grenzen setzt.
Unüberhörbar ist vor allem, dass Kee von zu Hause aus gelernter Gitarrist ist. Kein Song kommt ohne ein prägnantes Riff oder ein mitreißendes Solo daher, selbst wenn es in einem oder anderen Fall für den Song an sich gar nicht zwingend nötig wäre. Damit verleiht er aber den an sich sehr melodisch und eingängig ausgefallenen Kompositionen Ecken und Kanten, eine zusätzliche Schärfe und vor allem aber eine sehr individuelle Note.

Jeder Vergleich mit anderen Künstlern ist eigentlich zum Scheitern verurteilt. Am ehesten passt vielleicht noch die Vorstellung, dass BON JOVI "These Days" anno 2004 nochmal eingespielt haben, allerdings mit Paul Gilbert an der Gitarre, der jedes Mal das letzte Wort über die Produktion hatte, und sich stark von den jüngsten QUEENSRYCHE-Alben oder SUPARED hat beeinflussen lassen.
Klingt etwas 'strange'? Soll es auch, denn das beschreibt dann den nach Melonen schmeckenden Dämonen-Gott wohl am Besten.

Ein ganz dickes Kompliment muss man Kee noch für das durchgängig hochklassige Songwriting machen. Dieses Album setzt Maßstäbe für zeitgemäße, anspruchsvolle und trotzdem eingängige, erwachsene Rockmusik.

Martin Schneider, 30.06.2004

 

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