Keith Richards

Live At The Hollywood Palladium

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.11.2020
Jahr: 2020
Stil: Rock
Spiellänge: 67:22
Produzent: Lawrence Peryer (Re-Issue)

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Plattenfirma: BMG


Redakteur(e):

Epi Schmidt

Titel
01. Take It So Hard
02. How I Wish
03. I Could Have Stood You Up
04. Too Rude
05. Make No Mistake
06. Time Is On My Side
07. Big Enough
 
08. Whip It Up
09. Locked Away
10. Struggle
11. Happy
12. Connection
13. Rockawhile
Musiker Instrument
Keith Richards Guitar, Vocals
Waddy Wachtel Guitar, Vocals
Steve Jordan Bass, Drums, Keybaords, Vocals
Charley Drayton Drums, Bass, Vocals
Ivan Neville Keyboards, Vocals
Bobby Keys Sax
Sara Dash Vocals

Haben sich Keith und seine Kumpels, Steve Jordan und Don Smith, damals g'scheit eingeraucht und bei der Produktion des Live-Albums etwas geschludert,sodass der Sound nicht so prägnant rüber kam? Oder was ist der Grund, dass “Live At The Hollywood Palladium“ jetzt noch einmal neu veröffentlicht wird?

Ursprünglich 1991 veröffentlicht war die Veröffentlichung die logische Konsequenz aus dem allgemein gelobten Solo-Debüt des STONES-Gitarrero. Und nachdem seine Stamm-Truppe damals gerade auf Halde war, war man als Fan natürlich höchst entzückt, zumal ja auch ein paar Songs aus dem Repertoire der STONES im Programm waren.

Nun, die schlechte Nachricht vorneweg: Wer nicht bereit ist, sich die schmucke und umfangreich ausgestattete “Super Deluxe Box Set“ zu gönnen, der muss auf die drei zusätzlichen Songs (I Wanna Be Your Man, Little T&A und You Don't Move Me) verzichten. Nur bei den digitalen Formaten kann man da noch fündig werden, aber auf der normalen CD oder Doppel-LP gibt’s nur die bekannten 13 Songs. Die gute Nachricht: Diese klingen tatsächlich deutlich besser als damals auf CD oder der VHS-Kassette (auf der ohnehin nur 12 Lieder waren). Dazu ist die CD schön aufgemacht, im Hard-Cover-Digipack. Es hat sich gelohnt, dass mit Lawrence Peryer jemand drüber geschaut, der Ahnung von der Materie hat und zudem schon öfter für Richards an den Reglern saß.

Zur Musik? Das knallt gut rein! Schon vom Snare-Schlag an denkt man sich, hoppla, das ist was anderes, als der zuklappende Treteimer auf der Erstveröffentlichung. Das hat richtig Schmackes, wenn Take It So Hard den Laden ins rocken bringt. Die Gitarren sind genauso gut getrennt, wie in der Erstauflage, aber durch deutlich mehr Schärfe und Klarheit, kommen sie weit deutlicher rüber. Natürlich hat das nicht die Stadion-Qualität, wie es für das STONES-Volk von Nöten ist, aber für Fans von rauem, ungeschliffenem Rock, hätte die Wiedervereinigung mit Mick ruhig noch ein oder zwei Jahren warten können. Zumal – aus meiner Sicht – mit “Main Offender“ später ein noch stärkeres Album folgte.

Hier folgt How I Wish und die Tatsache, dass Steve Jordan jetzt vom Bass zum Schlagzeug gewechselt ist, verleiht dem Song noch mehr Drive. Ein typisches Keith-Riff aus dem Unterarm geschleudert und Jordan treibt den Song vor sich her wie ein Uhrwerk.

Mit Ausnahme von You Don't Move Me und It Means A Lot werden alle Songs des Debütalbums gespielt. Dazu die STONES-Reggae-Nummer Too Rude (vom Album “Dirty Work“), die nicht wenig an Crackin Up vom Live-Album “Love You Live“. Mit Leuten wie Ivan Neville, Charley Dreyton und Jordan in der Band, ist so ein Karibik-Song fast schon Pflicht und kommt entsprechend authentisch.

Wie immer bei Keith, sind gerade auch die ruhigeren Stücke von besonderer Qualität. So dass wundervolle Duet mit “Miss Sara Dash) Make No Mistake. Keith-Kumpel Bobby Keys sorgt für die Fills im Hintergrund und Sara Dash für den herrlichen Kontrast zu Keith' Stimme. Und das fast genauso gut im folgenden Time Is On My Side.

Für mehr Party-Stimmung sorgen typische Keith-Songs, wie Whip It Up, Struggle oder die 50's Rockabilly-Nummer I Could Have Stood You Up. Und natürlich die STONES-Songs Happy und – überaschend! - Connection. Tolle Schlagzeug-Arbeit von Jordan bei Letzterem!

Keith' Stimme ließ bei Connection schon etwas nach, sodass er sicher froh war, bei Rockawhile sich wieder stimmlich etwas zurücknehmen zu können und zudem Sara Dash wieder als Unterstützung hatte. Neues wird hier nicht geboten und wer mit dem Sound seines damaligen Tonträgers glücklich ist, muss sich nicht in Unkosten stürzen, aber es scheint mir nicht verkehrt, hier wenigstens mal reinzuhören. Wer entsprechendes Weihnachtsgeld in Aussicht hat, kann ja doch bei der limitierten Box zuschlagen. Wegen der drei zusätzliche Songs bin ich jedenfalls etwas eifersüchtig.

 

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