Killing Joke

Pylon

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.10.2015
Jahr: 2015
Stil: Post-Punk

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Redakteur(e):

Kay Markschies


Killing Joke
Pylon, Spinefarm Records, 2015
Jaz ColemanVocals, Keyboards
Kevin "Geordie" WalkerGitarre
Martin "Youth" GloverBass
Paul FergusonDrums
Produziert von: Tom Dalgety Länge: 57 Min 09 Sek Medium: CD
01. Autonomous Zone06. War On Freedom
02. Dawn Of The Hive07. Big Buzz
03. New Cold War08. Delete
04. Euphoria09. I Am The Virus
05. New Jerusalem10. Into The Unknown

Bei der Bekanntgabe der Reunion von KILLING JOKE im Jahre 2008 konnte man nicht unbedingt erwarten, dass die inzwischen doch etwas gealterten Herren um Jaz Coleman noch einmal die große musikalische Keule schwingen würden.

Und doch mussten sich diese Zweifler 2010 mit der ersten, von der Altformation eingespielten Platte "Absolut Dissent" eines Besseren belehren lassen.
KILLING JOKE hatten nicht nur ihre Vehemenz beibehalten können, auch kompositorisch konnte man im Vergleich zu den 2000er-Jahren noch eine Schippe drauflegen.

Dass dieser Trend keine Eintagsfliege war, bewiesen die Briten 2012 mit dem Nachfolgealbum "MMXII", auf dem die Keyboards und die bombastlastigen Sounds wieder verstärkt in den Vordergrund traten.
Nun also drei Jahre später das dritte Album "Pylon" nach der Reunion und das insgesamt fünfzehnte Studioalbum der Londoner Post-Punk-Heroen.
KILLING JOKE verbinden auf der neuen Platte gekonnt die stilistischen Ausrichtungen der letzten beiden Studioalben.
"Pylon" klingt ein wenig kratzbürstiger und die Band tritt insgesamt wieder ein bisschen mehr aufs Gaspedal.
Neben den Uptempo-Songs, die fast die Hälfte des Albums ausmachen, haben KILLING JOKE schon fast traditionell mit New Cold War, Euphoria ind War On Freedom gleich drei Songs am Start, die so dermaßen in die Beine gehen, dass man die Songs in Kürze in den Indie-Charts wiederfinden und auf den Rock-Dancefloors hören wird.

Der genialste Songs auf Pylon jedoch ist New Jerusalem. Das Lied kämpft und schleppt sich mit einem mächtigen Gitarrenriff minutenlang durch die Strophen, um sich dann im Refrain - auch ganz KILLING JOKE-typisch - in eine riesige Sound- und Gitarrenwand zu steigern.
Irre, dieser Song, der wird erst einmal eine ganze Zeit lang in meiner persönlichen Playlist verbleiben.
Aber auch auf dem Rest des Albums können KILLING JOKE wirklich überzeugen. Auch wenn man vermutlich nicht die Album-Charts erklimmen wird können, so ist "Pylon" ein Hochenergie-Album geworden, auf dem man Pausenfüller vergeblich sucht und das im Jahr 2015 vermutlich für Post-Punk-Fans ohne Alternative bleiben wird.

Mit KILLING JOKE ist weiter zu rechnen. Obwohl die Jungs stark auf die 60 Jahre zugehen, klingt das Quartett noch so frisch wie zum Beginn der Band Ende der 70er-Jahre.

Kay Markschies, 18.10.2015

 

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