Kim Richey

Wreck Your Wheels

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.05.2010
Jahr: 2010
Stil: Singer-Songwriter

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Redakteur(e):

Jan Wölfer


Kim Richey
Wreck Your Wheels, Lojinx, 2010
Kim RicheyVocals, Acoustic Guitar
Kirk YoqueletDrums, Percussion
Neilson HubbardBass, Piano, Keyboards
Kris DoneganGuitar
Kenny HutsonPedal Steel
Matthew RyanBackground Vocals
Dan MitchellFlugelhorn, Trumpet, Organ
Carmella RamseyBackground Vocals
Eamon McLoughlinBackground Vocals
Jeremy ListerBackground Vocals
Produziert von: Neilson Hubbard Länge: 43 Min 03 Sek Medium: CD
01. Wreck Your Wheels07. In The Years To Come
02. Careful How You Go08. 99 Floors
03. Leaving 4909. Once in Your Life
04. For a While10. Back to You
05. Keys11. Word to the Wise
06. Circus

Kim Richey geht auf ihrem 7. Album wieder mehr in Richtung Americana. Die 53-jährige Sängerin und Songwriterin arbeitet auf "Wreck Your Wheels" mit Neilson Hubbard zusammen - einem Produzenten, der ihren Songs ein Optimum von Eleganz ohne Opulenz und Reduktion aufs Wesentliche ohne den Eindruck, dass etwas fehlen würde, verschafft. Wie weiland Steve Earle und Ray Kennedy (alias the twangtrust) bei Lucinda Williams' "Car Wheels On A Gravel Road" schafft Hubbard es Richeys gutes Songmaterial optimal in Szene zu setzen.

Wenn auch Americana-Sounds dieses Album prägen, so finden sich doch viele Ausnahmen - Tupfer, die das Werk bunt machen. So z.B. 99 floors mit seinen sich langsam öffnenden Wah-Wah-Gitarren in der Strophe, When the circus comes to town, das fast klingt als wären The Coral bei diesem Track als Begleitband ins Studio gekommen. For a while könnte aus Aimee Manns großartigem "Magnolia"-Soundtrack stammen.

Sehr gediegen das Ganze. Auch eine gewisse Zeitlosigkeit kann man dem Werk attestieren - was auch soweit geht, dass jemand, der von Kim Richey noch nie etwas gehört hat, durchaus auf die Idee kommen könnte, hier liefert eine junge Sängersongwriterin in den Zwanzigern ihr Albumdebüt ab. Die Reife des Werkes kommt subtil daher, es ist offenkundig, dass hier jemand "in charge" war, der einen Masterplan hatte und auch die Umsetzung realisieren konnte. Kim Richey indes klingt leicht und unbeschwert stets jedoch präsent. Als Promotext wird die Platte beworben mit den Worten: "Die Welt, in der Kim Richey die Charts dominieren würde, wäre eine, in der Marshall Crenshaw König, Aimee Mann Königin wäre und die Beatles nach Revolver kein weiteres Album gemacht hätten". Man möchte noch hinzufügen "und Gene Clark die Byrds nie verlassen hätte", kann das aber sonst auch stehen lassen. Eine wunderbare Platte für anspruchsvolle Musikliebhaber, die sich in diesem Kontext wiederfinden.

Jan Wölfer, 20.05.2010

 

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