King's X

Black Like Sunday

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 21.07.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


King's X
Black Like Sunday, InsideOut Music / SPV / Metal Blade Records, 2003
Doug Pinnick Vocals, Bass
Ty Tabor Guitars, Vocals
Jerry Gaskill Drums, Vocals
Produziert von: Ty Tabor Länge: 56 Min 29 Sek Medium: CD
1. Black Like Sunday8. Bad Luck
2. Rock Pile9. Down
3. Danger Zone10. Won't Turn Back
4. Working Man11. Two
5. Dreams12. You're The Only One
6. Finished13. Johnny
7. Screamer14. Save Us

Der nunmehr 10. Studiostreich der texanischen Groovegötter (nimmt man mal die Best of und die zahlreichen Nebenprojekte aus), liegt seit Kürze in den Läden.
Selten war das Wort "zeitlos" treffender als für die Musik des Trios aus Austin, das wie gewohnt seine Mischung aus metallischem, treibenden Rock im 70/80er Jahre Stil und Beatles-Harmonien zelebriert, ohne Abnutzungserscheinungen zu zeigen. Ist auch kein Wunder, denn die meisten der Titel sind bereits in den frühen achtziger Jahren entstanden und bisher nie veröffentlicht worden. Ein re-record als Dankeschön für die langjährigen, treuen und nie so zahlreichen Fans, die die Band eigentlich verdient hätte.

Schon der Titeltrack marschiert gewaltig los, Rock pile variiert geschickt Druck und Tempo, während nach dem moderateren Danger zone der Titel Working man fast popig daherkommt.
Erst bei Finished werden die Schrauben wieder deutlich härter angezogen, Ty setzt erstmals zu einem seiner unnachahmlichen Soloausflüge an.

Bei Screamer wird es dann für King's X-Verhältnisse reichlich düster, während Ty bei Hard luck wieder förmlich über allem zu schweben scheint.
Down ist ein etwas spannungsarmes "Feuerzeuge hoch!"-Stück, aber danach wird mit Won't turn back wieder der Groove-Tiger aus dem Tank gelassen.
You're the only one ist mir persönlich etwas zu singalong-mäßig, danach kommt jedoch mit Johnny das Kernstück des Albums, ein 11:40 Minuten langer Groove-Rock-Fels. Leider wie so oft im Studio mit etwas angezogener Handbremse (so gut Ty als Gitarrist fungiert, als Produzent ist er mir etwas zu soft) birgt dieses Stück ein großartiges Versprechen für die anstehende Tour: ein Mörderjam mit Doug, Ty und Jerry ist zu erwarten.
Kurz und knackig endet die Scheibe mit Save us.

Alles in allem ein für die hohen King's X-Maßstäbe eher durchschnittliches Album, aber ein rechtzeitiges Lebenszeichen, das ankündigt: Eine der besten Livebands überhaupt ist wieder unterwegs. Denn auf der Bühne wird die Musik von King's X erst richtig veredelt, die Technik, Spielfreude, das blinde Verständnis untereinander nach mehr als 20 Jahren Bühnenerfahrung und die Lust auf immer wieder verblüffende Soloausflüge in guter Rocktradition der 70er und 80er kommen dort erst in voller Gänze zum Tragen.

Ralf Stierlen, 21.07.2003

 

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