King's X

XV

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.05.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


XV, InsideOut Music/SPV, 2008
Doug PinnickBass, Vocals
Ty TaborGuitar, Vocals
Jerry GaskillDrums, Vocals
Produziert von: Michael Wagner Länge: 54 Min 06 Sek Medium: CD
01. Pray08. I Just Want To Live
02. Blue09. Move
03. Repeating Myself10. I Don't Know
04. Rocket Ship11. Stuck
05. Julie12. Go Tell Somebody
06. Alright13. Love And Rockets (Hell's Screaming)
07. Broke14. No Lie

Natürlich sind die Zutaten die selben wie immer: Fette Grooves, einprägsame Hooklines, perfekter mehrstimmiger Gesang und honigsüße Harmonien, die ein deutliches Faible für ein Quartett aus Liverpool erkennen lassen. Aber warum sollte man auch am Rezept etwas verändern, wenn es immer noch so vorzüglich mundet ? Auch die mittlerweile fünfzehnte Scheibe der Band aus Austin, Texas (die ""Live All Over The Place" miteingerechnet) bietet wieder gewohnt hohe Qualität und macht dementsprechend auch wieder viel Spass.

Das kennt man ja seit nicht nur Jahren, sondern Jahrzehnten von KING'S X:Durchgängig gutes Songwriting, ein unverkennbarer, knackig-trockener Sound und eine ziemlich beeindruckende Konstanz, was den kreativen Output anbelangt. Eine weitere Konstante ist allerdings auch, dass der Dreier nie den ganz großen (und verdienten) Erfolg eingefahren hat, daran wird auch "XV" nichts ändern. Von der Kritik meist hochgeschätzt und mit einer treuen, aber eben nicht zahllosen Fangemeinde versehen, zählt die Band weiterhin zu den nicht genug beachteten Geheimtipps. Einige Versuche in der Vergangenheit, das zu ändern, waren leider auch zum Scheitern verurteilt (die sträfliche Missachtung des Publikums im Vorprogramm von AC/DC hat die traumatisierte Band ja in dem Song Lost In Germany verarbeitet).

Aber weder ist man daran zerbrochen, noch verfällt man bei KING'S X in Routine. Im Gegenteil: "XV" wirkt sogar einiges frischer als der Vorgänger "Ogre Tones", man legt noch ein paar Schippchen drauf, um kantiger und rauer sowie etwas härter daher zu kommen. Das erinnert wieder mehr an die Zeiten von "Dogman", das gemeinhin meist geschätzte Album von Doug, Ty und Jerry. Bezeichnend auch für die Klasse der Jungs, dass eines der überzeugendsten Stück, Go Tell Somebody, so eben mal spontan im Studio aus der Hüfte geschossen wurde. Nein, KING'S X gehören noch längst nicht zum wachsenden Heer der Rentner-Rocker, die sich mit Oldie-Shows über Wasser halten müssen. Diese Band steckt noch voller Saft und Kraft und macht immer noch sehr viel Laune.

Ralf Stierlen, 14.05.2008

 

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