Kirk Fletcher

My Blues Pathway

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.10.2020
Jahr: 2020
Stil: Blues
Spiellänge: 45:13
Produzent: Kirk Fletcher

Links:

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Plattenfirma: Cleopatra Records

Promotion: Another Dimension


Redakteur(e):

Frank Ipach


s. weitere Künstler zum Review:

Joe Bonamassa

Josh Smith

Robert Cray

B.B. King

Freddy King

Charlie Musselwhite

Titel
01. Ain't No Cure For The Downhearted
02. No Place To Go
03. Love Is More Than A Word
04. Struggle For Grace
05. I'd Rather Fight Than Switch
 
06. Heart So Heavy
07. Fattening Frogs For Snakes
08. Place In This World
09. D Is For Denny
10. Life Gave Me A Dirty Deal
Musiker Instrument
Kirk Fletcher Vocals, Guitar
Travis Carlton Bass
Lemar Carter, David Kida Drums
Jeff Babko Keyboards
Joe Sublett Saxophone
Mark Pender Trumpet
Charlie Musselwhite Blues Harp
Josh Smith Resonator Guitar

Auf seinem siebten Album seit 1999 feiert der Amerikaner Kirk Fletcher nach wie vor den Blues und klingt ähnlich wie auf seinem letzten Studio-Outing "Hold On" (2018) noch traditioneller und mehr down home als einige Jahre zuvor, als der inzwischen 44-jährige den Rockanteil in seinen Interpretationen noch ein wenig mehr in den Vordergrund schob.

Ob die ausgewogen und entspannt klingenden neuen Songs nun auch mit der gelassenen Atmosphäre in seiner neuen Wahlheimat Schweiz zusammenhängen bleibt letztlich ungewiss, denn die Recording Sessions fanden dann doch tatsächlich in Los Angeles statt und klingen so als habe sich Mr. Fletcher von den beiden Co-Autorenschaften mit Robert Crays Bassisten Richard Cousins schwer inspirieren lassen. Denn viele der Nummern auf "My Blues Pathway" hätten wohl auch eine komfortable Heimat auf einem der letzten Cray Alben gefunden.

Die Scheibe lebt von der gekonnten Vermengung aus Blues und Soul-Anteilen, wobei Fletchers Gitarrenstil dem beseelten Geist von B.B. King und der rasiermesserscharfen Aufmüpfigkeit eines Freddie King Tribut zollt. Rasante Overdrive-Raserei sucht man hier vergebens. Alles groovt vorzüglich, bleibt aber entspannt. Fletchers Vocals klingen ausgereifter als noch vor einigen Jahren und erinnern mitunter an das Timbre von Doyle Bramhall II, wobei Fletcher manchmal zum Knödeln neigt.

Vom Opener Ain't No Cure For The Downhearted, dessen wuchtiges Eröffnungs-Riff von Fletchers Buddy Joe Bonamassa stammen könnte, über Robert Cray inspirierte Soul-Perlen wie No Place To Go und Fremdkompostionen wie Chris Cains formidablem Place In This World bis hin zu einem zünftigen Texas-Blues Instrumental (D Is For Denny) treffen wir also auf ein schillerndes Kaleidoskop leidenschaftlich interpretierter Blues-Perlen, das mit Life Gave Me A Dirty Deal seinen gelungenen Abschluss in einem völlig unbehauenen Country-Blues findet, der von Koryphäen wie Blues-Harp Legende Charlie Musselwhite und Kirks Kumpel Josh Smith an der Resonator-Guitar bestens aufgewertet wird. Ja, ohne Zweifel, "My Blues Pathway" geht schnurstracks als gelungenes Blues-Album über die Zielgerade.

 

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