Klaus Schulze

La Vie Electronique 9

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.05.2011
Jahr: 2011
Stil: Elektronik

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Klaus Schulze
La Vie Electronique 9, MIG Music, 2011
Klaus SchulzeSynthesizer, Keyboards
Gäste:
Rainer BlossSynthesizer, Keyboards, Electric Piano
Produziert von: Klaus D. Müller Länge: 189 Min 51 Sek Medium: CD
DISC 115. Verblüffe sie!
Ludwig Revisited16. Kaukasische Keller
01. Cozy Ludwig17. Artificial Life
02. Watchful Ludwig18. Lune malade
03. Marching Ludwig19. Kompromisslose Inventions
04. Spooky Ludwig20. Interview 1984
Peq Leg DanceDISC 3
05. Peg Leg Dance No. 1 National Radio Waves
06. Peg Leg Dance No. 221. Soundscapes
07. Peg Leg Dance No. 322. On The Wire
08. Peg Leg Dance No. 423. A Corny Concerto
09. Peg Leg Dance No. 524. A Late World Noise
10. Peg Leg Dance Dream & out25. One In The Jungle
11. Die Spirituelle Kraft des Augenlicks26. Blue Moon
DISC 227. The Garden of Earthy Delight
Seltsam statischThe Midas Touch
12. Der anachroniste Hang28. Land Beneath The Ground
13. Diese etüdenhafte Kategorie29. Cave Of Ali Baba
14. Rationierte Ergebnisreihe30. Interview 1984
Verblüffe sie!

Bei Klaus Schulze liegen Genie und Wahnsinn dicht beisammen. Genialität bezüglich seines Schaffens als einer der herausragenden Elektronikkünstler, Wahnsinn, was seine Veröffentlichungspolitik angeht.

Der neuste Streich ist die auf 50(!) Folgen angelegte "La Vie Electronique"-Serie, deren 9. Ausgabe gerade das Licht der Welt erblickt hat.

Seien wir ehrlich: Den kompletten Schulze in der CD-Sammlung haben zu wollen ist nahezu unmöglich und auch reichlich unsinnig. Viele seiner Kompositionen sind sich zu ähnlich und mit drei, vier CDs ist man in der Regel bestens ausgestattet.

Ich persönlich schwöre auf "Body Love Vol. 1 & 2", der perfekte Soundtrack für - na was wohl - und lange nicht so abgedroschen wie Ravels Bolero.

Wer sich gar nicht so recht entscheiden kann, macht natürlich auch mit "La Vie Electronique 9" nichts falsch. Hier finden sich drei CDs mit Werken aus den frühen bis mittleren Achtzigern, die allerdings in identischer Form bereits Bestandteil der 1997 erschienenen und auf 1.000 Exemplare limitierten 25 CD-Box "Jubilee Edition" waren.

In dieser Phase ist Schulzes Musik stark rhythmusorientiert und durch den Umstieg von analogen auf digitale Technologien geprägt. Zehn Jahre später hätte man viele dieser Kompositionen ohne groß zu überlegen in die Trance-Ecke gepackt.

Besonders hörenswert ist die erste CD, die Liveaufnahmen eines Konzertes mit Rainer Bloss aus Budapest aus dem Jahr 1982 enthält.

CD Nummer 2 und 3 haben einen entscheidenden Schwachpunkt. Neben Musik enthalten sie auch je ein Interview. Die sind zwar nicht einmal unspannend, aber wenn ich schon eine Schulze-CD einlege, dann will ich in seine Klangwelten eintauchen und dort versinken. Sein Geschwurbel stört dabei definitiv.

Trotzdem: Hier gibt es viel Klaus Schulze auf einen Schlag und der Künstler hat auch in seiner rythmusgetriebenen Phase seinen Reiz, auch wenn die meditativ-hypnotischen Werke der Siebziger intensiver zum Träumen einladen.

Martin Schneider, 22.05.2011

 

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