K'NAAN

Country, God Or The Girl

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.10.2012
Jahr: 2012
Stil: Hip Hop, Rap, Reggae, Folk

Links:

K'NAAN Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


K'NAAN
Country, God Or The Girl, Universal Music, 2012
K'NAANVocals
Sham & MotesartAll Instruments & Programming
Ky'Arah Williams, Kayliah MotesBackground Vocals
Chilly Gonzales, Chuck HarmonyPiano
Brent KutzleKeyboards
Darin WhittingtonOrgan, Drums
Brian WestRhodes, Bass, Programming, Guitar
Steve JordanDrums
BonoVocals on Bulletproof Pride
Jon LevinePiano, Synthesizer
David GlassUkelele, Guitar
Wayne WilkinsKeyboards
Nelly FurtadoVocals on Is Anybody Out There?
NasVocals on Nothing To Lose
Produziert von: Chuck Harmony, K'NAAN & Brian West Länge: 47 Min 14 Sek Medium: CD
01. The Seed07. Hurt Me Tomorrow
02. Gold In Timbuktu08. The Sound Of My Breaking Heart
03. Waiting Is A Drug09. Nothing To Lose
04. Better10. 70 Excuses
05. Simple11. Bulletproof Pride
06. Is Anybody Out There?12. The Wall

Hält jetzt der Hip Hop und Rap Einzug im Hooked on Music? Eine Musik, deren Interpreten ohne den Einsatz ihrer Hände und Finger gar nicht singen können? Nun ja, in meinem Lieblingsurlaubsland würden sich die Einwohner auch schwer tun, Gespräche ohne die optische Unterstreichung durch ihre Hände zu führen.
Na, und auf diesem Album sind ja sogar Leute wie Bono und Keith Richards zu hören. Letzterer allerdings nur auf der, mir nicht vorliegenden Spezialedition mit Bonus-Disc. So gesehen hat es der Somalier bei mir grundsätzlich schwer, aber bereits nach dem zweiten Durchlauf scheint es mir, als könnte doch etwas mehr Substanz als Sonnenbrillen und Goldkettchen hinter dieser Fassade stecken.
Trotz des zunächst etwas heftigen, sehr auf kraftvollen Hip Hop Tanz ausgerichteten Rhythmus von The Seed macht der Song doch irgendwie Laune und transportiert mit dem Refrain "They never gonna cut me down" sogar irgendwie den Geist von Bob Marley.

Auch andere Künstler - sagen wir Ben Harper - kombinieren gerne moderne Sounds und Rhythmen mit traditionellen Stilen. Gold In Timbuktu könnte fast als "kleine Nachtmusik" fungieren, bis der Rap Gesang einsetzt und das zarte Pianospiel unterbricht. Trotzdem schreckt die Nummer nicht ab, sondern zieht einen vielmehr in eine eigenartige Stimmung, in der man schier endlos verharren möchte.
Ähnlich ergeht es einem mit dem jazzigen Waiting Is a Drug, welches ebenfalls von einem Piano getrieben und von Hip Hop Elementen unruhig durchzogen wird. Man fühlt sich zeitweise um Jahrzehnte zurück versetzt, denn Ähnliches könnte man sich auch von mancher Brit Pop Band vorstellen.
Mit Better nähern wir uns direkt poppigen Klängen und man sich den Song durchaus in den Charts vorstellen. Ganz entfernt muss ich sogar an Joan Osborne und ihr One Of Us denken.
Ein paar afrikanische Klänge durchziehen Simple, das ansonsten sehr hypnotisch nach englischem Pop der 80er klingt. Verzaubert nicht schlecht.
Mit Nelly Furtado hat sich für Is Anybody Out There? ein erster Gaststar eingefunden, und gerade als das Album etwas zu versanden scheint, bringt dieses Gesangsduett wieder neuen Schwung ein und animiert zu lockerem Mittänzeln. Könnte durchaus ein Soundtrack für den nächsten Sommer werden.

Das Zeug dazu hätte Hurt Me Tomorrow vielleicht sogar noch mehr. Das ist wirklich und einfach gut gemacht Pop-Musik, in der der leicht rappende Gesang nur ein Stilelement ist. Anspieltipp!
The Sound Of My Breaking Heart klingt nach der "Weltmusik", wie sie viele Stars in den 80er in ihren Sound integrierten, ohne deren Staub auf sich zu tragen. Klingt absolut erfrischend.
Der "deutlichste" Rap kommt wohl in Nothing To Lose vor, nicht zuletzt weil hier der Rapper Nas seinen Senf mit dazu gibt. Der Refrain ist ein astreiner Ohrwurm.
Die Worte Bullet und Pride in Bulletproof Pride lassen schon gleich an U2 denken und tatsächlich ist deren Lead-Sänger Bono hier der Gesangspartner von K'NAAN, ohne sich sonderlich in den Vordergrund zu spielen. Kommt gut, ist aber auf diesem Album nur ein "Mitläufer".
The Wall klingt in meinen Ohren irgendwie auch sehr "britisch". Könnte irgendwo zwischen Geldof und Steve Harley seinen Platz finden.
Eine jüngere Generation hat mit diesem Album bestimmt noch weit weniger Probleme als ich und lässt sich noch einfacher von diesen Rhythmen und Melodien auf eine locker groovende Reise mitnehmen. Die Älteren brauchen sicher ein paar Durchläufe, dürften aber dann die ein oder andere Perle entdecken. Mit oder ohne Keith.

Epi Schmidt, 25.10.2012

 

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