Knorkator

Ich hasse Musik

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.09.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Knorkator
Ich hasse Musik, Neue Zeiten/Vielklang/Sanctuary Records, 2003
Alf AtorKeyboards, Gesang
Buzz DeeGitarre
StumpenGesang
Produziert von: Ingo Bohlen Länge: 42 Min 48 Sek Medium: CD
1. Der ultimative Mann8. Aeger sum
2. Ich hasse Musik9. Ma Baker
3. Try again10. Wie weit ist es bis zum Horizont
4. Ich bin überhaupt nicht da11. Makellos
5. Mai kho djai12. Schweigeminute
6. Schmutzfink13. Beating around the bush
7. Schüchtern

Was? Humor hat in der Musik nichts verloren? Ich zieh dir gleich die Ohren lang! Mein lieber Scholli und Schludrian!
Klar! Er muss Stil, Klasse und Niveau haben, so wie der von KNORKATOR. Das nimmst du mir nicht ab? Schmutzfink! Dreckspatz! Lausbub! Schreihals! Ab in die Ecke!
Okay. Schweigeminute (zum Gedenken an die guten alten Zeiten) ist ein bisschen arg doof und abgedroschen, aber der Rest hat es in sich. AC/DCs Beating around the bush als swingende Big-Band Nummer zum Beispiel. Das empfindest du als Majestätsbeleidigung? Fatzke! Schlumpfsack! Frechdachs! Quälgeist! Popanz! Sogar Pat Boone hat so was schon gemacht!
Oder Ma Baker von BONEY M in der 'MODERN TALKING jammen mit einer Death-Metal-Band'-Version. Einfach knorke!
Blödsinn? Was glaubst du eigentlich, wen du vor dir hast?! Ich bin noch lange nicht fertig! Schau mich an, wenn ich mit dir rede! Du Schelm! Stubenarrest! Fernsehverbot! Backpfeife! Arschvoll! Nix zu Ostern!
Auch Try again von Aaliyah haben sich die Spaß-Core-Könige zur Brust genommen, dazu fällt mir aber gar nichts ein, weil ich das verdammte Original gar nicht kenne! Werd ich vermutlich auch nie kennen lernen, weil ich solche Musik hasse und KNORKATOR eh um Klassen besser sind.
Das meine ich ernst! Die haben es echt drauf. Mischen Electro, Industrial, EBM, Seventies-Stoner-Doom, Neoklassik, thailändische Worldmusic, sakrale Chorpassagen, Metal, Neue Deutsche Härte und was weiß ich noch wild durcheinander... und das Ergebnis klingt einfach geil, jetzt mal rein musikalisch betrachtet. Dazu noch Stumpen! Was für ein Stimmumfang! Was für eine Klasse! Der hat das ganze Spektrum drauf, vom Kastratengesang bis zum finsteren Growl. Hä? Was meinst du, Klaudi? Schwachmaten? Du hast doch gar nichts kapiert! Schmutzfink! Dreckspatz! Lausbub! Schreihals! Ab in die Ecke!

Die Inhalte? Zum Brüllen lustig. Wie weit ist es bis zum Horizont klingt doch erst mal wie ein Xavier Naidoo-Titel. Wer rechnet denn da mit einer ernsthaften mathematischen Abhandlung? Oder Schmutzfink! Das finale Statement zu antiautoritärer Erziehung und mein absoluter Favorit, wie jeder feststellen wird, der diese Zeilen lesen kann. Der ultimative Mann, Schüchtern und Ich hasse Musik sind selbsterklärend. Dagegen sind das thailändische Mai khao djai und das pseudo-lateinische Aeger sum echte Herausforderungen für Sprachwissenschaftler. Richtig fein- und hintersinniger Humor.

So, jetzt hab ich dir lange genug das Spaß-Album des Jahres schmackhaft gemacht. Jetzt trollst du dich gefälligst vom Acker in den nächsten Plattenladen und kaufst dir dieses geniale Machwerk. Dalli, Dalli und ab die Post!
Wie? Was? Du willst nicht? Wie oft muss ich dir das noch sagen?! Friss das auf, du elender Klumpen! Schnauze! Schmutzfink! Dreckspatz! Lausbub! Schreihals! Ab in die Ecke! Fatzke! Schlumpfsack! Frechdachs! Quälgeist! Flitzpiepe! Dummkopf! Dickkopf! Holzkopf! Lausekopf! Quatschkopf! Querkopf! Schafskopf! Trotzkopf! Schurke!

Hör ich halt alleine KNORKATOR, aber wie bitte soll ich jemanden noch ernst nehmen, der dieses Album verschmäht?

Martin Schneider, 25.09.2003

 

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