Grand Magus

Burden

Köln, Underground, 09.04.2010


Konzertbericht

Reviewdatum: 13.04.2010
Stil: Metal, Stoner

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Redakteur(e):

Thomas Dietz


Grand Magus, Burden,
Köln, Underground, 09.04.2010

GRAND MAGUS laden heute zu einem speziellen Showcase ins Kölner Underground. Die Band wird heute Abend erstmals ihr neues Album “Hammer Of The North“, welches voraussichtlich im Sommer erscheinen soll, der Öffentlichkeit präsentieren. Ein dementsprechend großes Presseaufgebot ist also anwesend um der Band auf die Finger zu gucken und schon mal vorab dem neuen Material lauschen zu können.

Bevor die drei Stockholmer zu Werke gehen, gibt’s allerdings noch eine Vorband zu begutachten. BURDEN spielen schnörkellosen Heavy Rock mit einer guten Stoner-Schlagseite, nicht mehr und nicht weniger. Eine halbe Stunde lang gibt’s also ordentlich Gewummer auf die Ohren. Die Jungs nutzen ihre Chance, präsentieren sich authentisch und musikalisch durchaus ansprechend, bleiben aber letztendlich doch nur die Überbrückung zur Hauptband des Abends. Immerhin wird nach jedem Song wohlwollender Applaus spendiert und der Bandname dürfte jetzt einigen Leuten mehr geläufig sein. Gut gespielt, Job erledigt!

Kurze Umbaupause, noch schnell zur Toilette und dann heißt es sich in Position zu bringen, bevor die drei Schweden mit Kingslayer loslegen. Die Setlist ist an diesem Abend kein Geheimnis, denn sie ziert sogar den Rückendruck des extra für den heutigen Gig angefertigten T-Shirts, das am Merchstand wie geschnitten Brot weggeht. Schön zu sehen, dass der Laden doch auch ziemlich gut gefüllt ist, denn das war in der Vergangenheit bei Auftritten von GRAND MAGUS nicht unbedingt die Regel. So musste die Headliner-Tour der Band im November 2008 noch aufgrund schlechter Vorverkaufzahlen nahezu komplett abgesagt werden. Es hat sich inzwischen wohl aber rumgesprochen, dass die Stockholmer, vor allem mit den Songs ihrer letzten beiden Alben, auch live absolut überzeugen können.

Das tun sie auch heute wieder und so folgt als zweites Lied mit When The Oar Strikes The Water das vermutlich bekannteste Stück der Band. Spätestens seit dem letzen Album “Iron Will“ (2008) ist es den Schweden ja gelungen ihren Sound in eine andere Richtung zu lenken, bei dem man zwar immer noch des öfteren auf die alten Bestandteile des Stoner- und Doom Metals zurückgreift aber insgesamt wesentlich mehr Richtung Britischem Heavy Metal orientiert ist. Diese traditionellen Metal Elemente stehen GRAND MAGUS aber ebenfalls gut zu Gesicht und so ist die Band auch auf ihrem kommenden Album den Weg konsequent weiter gegangen, wie heute alle Anweseden mit Freude feststellen können. Insgesamt werden nacheinander sieben Lieder des neuen Albums vorgestellt, wobei die Reihe nur von Silver Into Steel unterbrochen wird. Dafür, dass man den Fans so eine Stange an neuem, unbekannten Material um die Ohren haut, ist die Stimmung ziemlich ausgelassen, auch wenn die meisten Leute verständlicher Weise lieber „hinhören“ anstatt mitzubangen. Die Doom-Elemente sind jetzt beinahe vollkommen aus dem GRAND MAGUS- Sound verschwunden. Es regiert klassischer Heavy Metal mit einem kräftigen, ausdruckstarken Gesang, der stellenweise sogar richtig Fahrt aufnimmt. Solche Geschwindigkeitsbereiche ist man von der Band zwar bislang nicht gewohnt, aber das neue Tempo passt perfekt zum Gesamtsound und kommt auch live bestens rüber.

Um alle Fans gleichermaßen zufrieden stellen zu können, folgen als Zugabe noch drei bekannte Stücke. Den Anfang macht The Shadow Knows, direkt gefolgt von Wolf’s Return und den Abschluss bildet der Titeltrack des genialen letzten Albums “Iron Will“. Der heutige Gig hatte zwar hinsichtlich der großen Menge an neuen Liedern fast schon den Charakter einer Pressevorführung, aber dennoch haben GRAND MAGUS einen gelungenen Auftritt abgeliefert. Einige der heute gehörten Stücke werden zukünftig sicher den Weg ins feste Live-Programm der Band finden. Dieser Abend war auf jeden Fall ein schöner Vorgeschmack auf das bald erscheinende Album und dem ersten Höreindruck nach, darf davon einiges erwartet werden!

Wie immer auch fette Fotostrecken:
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Thomas Dietz, 09.04.2010

 

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