Korn

Korn III - Remember Who You Are

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.07.2010
Jahr: 2010
Stil: Nu Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Korn
Korn III - Remember Who You Are, Roadrunner Records, 2010
Jonathan DavisGesang
Reginald ArvizuBass
James ShafferGitarre
Ray LuzierSchlagzeug
Produziert von: Ross Robinson Länge: 44 Min 40 Sek Medium: CD
01. Uber-time07. Let The Guilt Go
02. Oildale (Leave Me Alone)08. The Past
03. Pop A Pill09. Never Around
04. Fear Is A Place To Live10. Are You Ready To Live
05. Move On11. Holding All These Lies
06. Lead The Parade

Zurück zu den Wurzeln! Das war wohl der Wunsch der meisten KORN-Fans vor den letzten Alben der Nu-Metal-Götter und –Begründer. Aber diesem Wunsch hatten sich Jonathan Davis und Co. bisher immer konsequent verschlossen und einfach stur ihre Linie weiterverfolgt. Sei es nun das fragwürdige “MTV Unplugged“ oder das titellose letzte Studiowerk gewesen. Vielleicht fiel ihnen dazu auch selber nichts passendes mehr ein.

Nun also wird die Rückkehr zu den Wurzeln schon im Titel angekündigt und sicher, soundtechnisch ist durchaus eine Rückbesinnung festzustellen. Die Gitarren sind wieder verrückt-entrückt-melodiös-dissonant – eben ganz so, wie man es von KORN kennt und erwartet. KORN klingen 2010 wieder wie „angry young men“, aber irgendwie ist ihnen die Überzeugung abhanden gekommen. Die Songs wirken konstruiert und klingen nicht mehr so zwingend wie noch zum Beginn ihrer Karriere. Vielleicht ist das ein typischer Fall von „zu viel gewollt“ oder aber „den Wünschen anderer gefolgt“. Denn weder das Wütende noch das Verzweifelte oder Verzweifelnde nimmt man Reginald Arvizu, James Shaffer und Jonathan Davis mehr richtig ab.

Insofern sind Rückbesinnungen auf das, was man früher einmal war schwierig, wenn die damalige Motivation abhandengekommen ist. Denn gegen wen oder was wollen alternde, reiche Rockstars ernsthaft noch aufbegehren? Früher hat Jonathan Davis seine Texte benutzt, um seine persönlichen Erlebnisse abzuarbeiten. Aber damit scheint er nun durch zu sein. Zumindest klingt er nicht mehr annähernd so überzeugend wie noch bei “Follow The Leader“ oder “Untouchables“. Und „Hits“ der Marken Freak On A Leash, Got The Life oder Falling Away From Me hat “Korn III – Remember Who You Are“ auch keine zu bieten.

Aus Sicht der Band wäre es sicherlich konsequenter, sich weiter zu entwickeln und darauf zu hoffen, dass die Fans mitziehen. Denn auch sie haben ja schließlich eine Entwicklung durchgemacht und sind nicht mehr die selben Teenager oder Twens von früher, sondern mittlerweile Familienväter, Mütter, Arbeitnehmer etc. und haben zahlreiche Erfahrungen gesammelt, vielleicht sogar den musikalischen Horizont erweitert. Diese Rückbesinnung auf den „alten Sound“ wird sicherlich einige Alt-Fans wieder mit der Band versöhnen, aber vielleicht ist es auch das falsche Signal, denn wer braucht schon “Life Is Peachy II“ oder “Follow The Leader II“, wenn er das Original im Schrank stehen hat? Zumal die beiden Alben deutlich stärker waren als “Korn III – Remember Who You Are“, eben weil sie neu waren und eine neue Entwicklung aufzeigten. Hier betreiben KORN nur noch die eigene Nachlass-Verwaltung. Und das ist für eine ehemals innovative Band einfach zu wenig.

Marc Langels, 17.07.2010

 

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