Kreg Viesselman

The Pull

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 24.11.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Kreg Viesselman
The Pull , Red Kite Records, 2006
Kreg Viesselman Vocals, Acoustic & Electric Guitars, Harmonica
Evan Reeves Bass
Justin Ward Drums
Eric Moon Wurlitzer Piano, Piano
John William Lead Guitar
Rachael Davis, Liz Barnez, Danya River Harmony Vocals
Boubacar Diébaté Kora, Vocals
Stine Svenkerud Percussion
Produziert von: Evan Reeves, Martin Levan, Kreg Viesselman Länge: 48 Min 09 Se Medium: CD
1. Saturday Night7. The Man Without A Care
2. The Pull8. Louise
3. Sorrow9. High Times And Low Times
4. Aileen10. Northstar And The Drinking Gourd
5. The Busker11. Lonely People
6. Honey Of The Vine12. Share Croppers

Das zweite Album des in Minnesota geborenen Amerikaners Kreg Viesselman hat sich ohne Umschweife in die Top-Veröffentlichungen des Monats katapultiert. Viesselman, mit mehreren Talenten beschlagen, gelingt es im Eiltempo das Herz eines jeden Hörers zu erobern, der eine gewisse Affinität zu Soul-Gospel inspiriertem Folk für sich reklamiert. Einerseits ein toller Sänger, der mit soulgetränkter Raspelstimme Geschichten aus dem wahren Leben erzählt, andererseits ein mehr als passabler Gitarrist, der mit exquisitem, dynamischem Fingerpicking auf elektrischer wie akustischer Gitarre zu überzeugen weiss, und nicht zuletzt ein Songwriter, der seine reifen Kompositionen mit einer ausgesucht guten Musikergilde zu vibrierendem Leben erweckt.
Auf "The Pull" passt einfach mehr zusammen, als auf vielen anderen Veröffentlichungen. Hier greifen die Komponenten aus Musik, Text und instrumentaler Umsetzung sehr fein ineinander und spinnen eine unwiderstehliche Albumatmosphäre. 12 Songs, kein wesentlicher Ausfall, also Topnote für Kreg Viesselman und seine helfenden Hände.

Obwohl "The Pull" sich eindeutig in ruhigem Fahrwasser aufhält, entwickeln die einzelnen Titel durch ihre sensible Dynamik einen fast greifbaren, mitreissenden Sog, der dich sicher durch die 48 Minuten Spieldauer zieht. Das liegt an den oben erwähnten Qualitäten der Musiker und deren distinguierte, geschmackvolle Bedienung ihrer Instrumente. Sei es nun die Harmonica hier, das Wurlitzer-Piano dort, das unaufdringlich säuselnde Streicherquartett am Horizont, die Gospel getränkten Jubelarien der drei Backing-Ladies auf der hölzernen Kanzel oder das Zirpen der fremdländischen Kora von Gastmusiker Boubacar Diébaté im lyrisch ergreifenden, wie auch mit harschem, kritischen Unterton versehenen The man without a care.

Zur Orientierung sei gesagt, dass "The Pull", nicht nur der Stimme wegen, ein wenig an Ray LaMontagnes Debutalbum "Trouble" erinnert.
Doch Kreg Viesselman hat hier ganz sicher seine eigene kleine Welt kreiert. Eine Welt, in der sich der Hörer wohlfühlt und sich sehr zu Hause fühlen darf. Blues, Soul, Gospel und Folk sind genau die Leuchtfeuer, die es braucht, ein wenig Licht in unsere graue Welt zu bringen. Wem z.B. beim Ray Charles inspirierten Gospelsong Lonely people nicht das Herz aufgeht, sollte vielleicht die Finger von dieser Platte lassen. Ansonsten sei allen Musik-Freaks empfohlen, sich von Kreg Viesselman bekehren zu lassen.

Frank Ipach, 24.11.2006

 

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