Lake Of Tears

Blackbrickroad

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.05.2005
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Lake Of Tears
Blackbrickroad, Noise Records/Sanctuary Records, 2004
Daniel BrennareVocals, Guitar
Mikkael LarssonBass
Johan OudhuisDrums
Gäste:
Magnus SahlgrenGuitar
Dan HelgesonOrgan
Stina RebeliusVocals
Ulrika SilverVocals
Produziert von: Christian Silver & Lake Of Tears Länge: 39 Min 13 Sek Medium: CD
1. The greymen6. A trip with the moon
2. Making evenings7. Sister sinister
3. Black brick road8. Rainy days away
4. Dystopia9. Crazyman
5. The organ

LAKE OF TEARS ist sicher eine der Bands, die sich mit am besten dazu eignet Zugang zum faszinierenden Klangkosmos der schwarzen Musikszene zu finden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Schweden mit beiden Beinen fest im traditionellen Rock verwurzelt sind und ihr typischer Bandsound neben trockenem rifforientiertem Gitarrenrock auch wohlbekannte Einflüsse der Siebziger Jahre verwendet. In den ruhigeren Momenten psychedelisch in bester PINK FLOYD-Tradition, dann wieder mitreißend rockend wie es URIAH HEEP in ihren Anfangstagen meisterlich kultivierten.
Natürlich haben auch die Urväter des Gothic-Rocks, die SISTERS OF MERCY oder auch THE CULT, die Band nicht unerheblich geprägt, aber das Besondere an LAKE OF TEARS ist die sorgfältige Ausbalancierung dieser scheinbar so widersprüchlichen Einflussgrößen. Die Band wird für den ordinären Rockfan nie zu gotisch, für den latent melancholischen Grufti nie zu puristisch rockend.

Das mutet wie die ominöse Quadratur des Kreises an, funktioniert aber mit nahezu spielerischer Leichtigkeit. Um so erstaunlicher war es für mich, dass LAKE OF TEARS, die ich mit ihrem bisherigen Referenzalbum "The Crimson Cosmos" in unserem ersten Crosscheck den restlichen Redaktionsmitgliedern zum Fraß vorwarf, auf so wenig Gegenliebe stießen, ja für viele Kollegen sich als schwerverdaulich bis ungenießbar erwiesen. Wer nicht will, der hat schon!

"Blackbrickroad" knüpft nahtlos an den Klassiker "The Crimson Cosmos" an, und macht sowohl das durchaus starke, wenngleich in seiner Gesamtheit zu verhaltene und melancholische "Forever Autumn", als auch das umstrittene, und lediglich zur Erfüllung vertraglicher Pflichten veröffentlichte "The Neonai" vergessen.
"Blackbrickroad" dürfte sogar noch einen Tick stärker als "A Crimson Cosmos" ausfallen, da es einfach mit noch mehr herausragenden Songs auf dem Qualitätslevel von Boogie bubbles oder Devil's diner aufwarten kann.

Das beginnt schon mit dem geradezu unverschämt eingängigen und optimistischen The greymen, dem sich das wehklagende The organ als atmosphärisches Kontrastprogramm entgegenstemmt. Das dramatische Black brick road erscheint wie der perfekte, düstere Soundtrack zu einem Roadmovie, bei dessen Finale sich eine Horde fieser Vampire aus dem Schatten lösen, um den Protagonisten den Garaus zu machen.
Den nachhaltigsten Eindruck hinterlässt jedoch das leicht spröde Duett Sister sinsiter mit Sina Rebelius, deren Gesang an Crissie Hynde von den PRETENDERS erinnert. Die Dame dürfte durchaus öfter in Erscheinung treten.

Da auch das restliche Songmaterial sich durchweg in höheren Qualitätssphären tummelt und sich auch nach unzähligen Hördurchgängen keine Abnutzungserscheinungen einstellen, kann ich euch dieses Album nur wärmstens ans Herz legen.

Martin Schneider, 11.05.2005

 

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