Lalu

Atomic Ark

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.09.2013
Jahr: 2013
Stil: Progressive Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Lalu
Atomic Ark, Sensory Records, 2013
Vivien LaluKeyboards
Martin LeMarGesang
Mike LePondBass
Simone MularoniGitarre
Virgil DonatiSchlagzeug
Gastmusiker
Jens JohanssonKeyboards
Jordan RudessKeyboards & Piano
Joop WoltersGitarre
Marco SfogliGitarre
Mike AnderssonGesang
Peter WildoerGesang
Produziert von: Vivien Lalu Länge: 51 Min 39 Sek Medium: CD
01. Greed06. Bast
02. War On Animals07. Momento
03. Tatonka08. Follow The Line
04. Mirror Prison09. Slaughtered
05. Deep Blue10. Revelations

Eine kleine Sensation im Bereich Progressive Metal erreicht uns dieses Mal aus Frankreich. Dabei hätte man es fast vorhersagen können, denn die Eltern von Vivien Lalu haben beide bereits in den 1970er Jahren in einer Prog Rock Band gespielt und ihrem Sohn dabei anscheinend die Liebe zur Musik in die Wiege gelegt. Seinen ersten Erfahrungen machte Vivien in Black Metal Bands, ehe er sich mit LALU und seiner zweiten Band SHADRANE dem Prog zuwandte.

Und das vorliegende zweite Werk "Atomic Ark" dürfte die Fans der Musikrichtung rundheraus begeistern. Schön metallisch, sehr abwechslungsreich und mit einem feinen Gespür für eingängige Melodien verstreicht die knappe Stunde Spielzeit wie im Fluge. Die Musik erinnert von der Grundausrichtung frappierend an PAIN OF SALVATION, aber es gibt auch ganz offensichtliche Querverweise auf Bands wie etwa QUEENSRYCHE (Mirror Prison ist die kleine Schwester von Silent Lucidity) oder KAMELOT (Bast).

Damit wäre auch schon das einzige Manko an "Atomic Ark" benannt. Manche Stücke klingen frappierend nach dem Original. Insbesondere das KAMELOT-inspirierte Bast hätte in exakt dieser Version auf den vergangenen Alben der amerikanisch-deutsch-schwedischen Formation stehen können. Und einzig die Stimme hätte verraten, dass es sich nicht um das Original handelt. Aber die Melodieführung, die Stimmlage, das Timbre, die Dramatik könnten genau so gut von Khan oder seinem Nachfolger Tommy Karevik stammen.

Der extrem variable Gesang stammt aber von Martin LeMar (MEKONG DELTA), der zu einem internationalen All-Star-Line-Up gehört, das sich für diese Produktion zusammengefunden hat. Da wären zum einen Jordan Rudess (DREAM THEATER) und Jens Johansson (STRATOVARIUS), die Lalu an den Tasten unterstützen. Den Bass hat Mike LePond von SYMPHONY X eingespielt. Am Schlagzeug nahm Virgil Donati (PLANET X) Platz. Die Gitarrenspuren stammen entweder von Simone Mularoni (DGM), Joop Wolters oder Marco Sfogli (James LaBrie ).

Wie es sich für ein solches Ensemble gehört, spornen sich die beteiligten Musiker gegenseitig zu wahren Höchstleistungen an. Dazu dürfte aber auch das extrem vielschichtige Material beigetragen haben, dass Vivien Lalu für dieses Album zusammengetragen hat. Die Musik spricht verschiedenste Emotionen an von Trauer über Betroffenheit bis hin zu Wut. Dazu tragen auch die wirklich klug und anspruchsvoll verfassten Texte bei, die der CD eine weitere interessante Ebene verleihen, mit der man sich als Hörer beschäftigen kann (und sollte).

Auch nach zahlreichen Durchläufen kann ich beim besten Willen keine Schwächen an dem Album entdecken. Die Lieder sind toll komponiert, vielschichtig und spannend arrangiert sowie top produziert und vor allen Dingen perfekt intoniert. Dabei vereinen auch LALU verschiedene Stile zu etwas Neuem. Und ein so klasse klassisches Klavier-Intro (gespielt von Jordan Rudess) wie der Robert Schumann-beeinflusste Auftakt zum absoluten Hõhepunkt der Scheibe, dem abschließenden Revelations, ist einfach phänomenal. Vivien Lalu ist eine Prog-Metal-Scheibe aus dem Lehrbuch gelungen: abwechslungsreich ohne zu verwirren, vielschichtig ohne überfrachtet zu sein, spielerisch anspruchsvoll ohne zu übertreiben. Eine echtes Vorzeige-Exemplar. Von daher muss ich meine Einschätzung vom Eingang etwas revidieren. Das hier ist keine „kleine“, sondern eine „echte“ Sensation. Merci beaucoup, Monsieur Lalu.

Marc Langels, 29.08.2013

 

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