Lamb Of God

Hourglass

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.09.2010
Jahr: 2010
Stil: Heavy/Thrash/Death Metal

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Lamb Of God
Hourglass, Epic Records/Prosthetic Records, 2010
Randy BlytheVocals
Willie AdlerGuitar
Mark MortonGuitar
John CampbellBass
Chris AdlerDrums
Produziert von: Steve Austin, Chris Adler, Devin Townsend, Machine, Josh Wilbur, Jeremy Smith, Mark Smoot, Burn The Priest & Lamb Of God Länge: 167 Min 10 Sek Medium: CD
Volume 1 - The Underground Years (53 Min 24 Sek):
01. Black Label08. As The Palaces Burn
02. Ruin09. Terror And Hubris In The House Of Frank Pollard
03. Bloodletting10. Lies Of Autumn
04. Pariah11. O.D.H.G.B.F.E.
05. Resurrection # 912. Suffering Bastard
06. 11th Hour13. Vigil
07. The Subtle Arts Of Murder And Persuasion
Volume 2 - The Epic Years (52 Min 27 Sek):
01. The Passing08. Set To Fail
02. In Your Words09. Blacken The Cursed Sun
03. Hourglass10. The Faded Line
04. Walk With Me In Hell11. Dead Seeds
05. Contractor12. Redneck
06. Now You've Got Something To Die For13. Laid To Rest
07. Descending
Volume 3 - The Vault (61 Min 19 Sek):
01. We Die Alone10. In Your Words
02. Shoulder Of Your God11. Leech
03. Condemn The Hive12. Salivation
04. Another Nail For Your Coffin13. Lame
05. Nippon14. Duane
06. Now You've Got Something To Die For15. Ruiner
07. Hourglass16. Ballad Of Kansas City
08. More Time To Kill17. Suffering Bastard
09. Dead Seeds18. Preaching To The Converted

Die wenig religionsfreundlich getauften BURN THE PRIEST (ein selbst betiteltes Album) wurden 1990 in der im US-amerikanischen Bundesstaat Virginia gelegenen Stadt Richmond von Mark Morton (Gitarre), John Campbell (Bass) und Chris Adler (Schlagzeug) in der Welt der harten Klänge platziert. 1994 stießen dann Randy Blythe (Gesang) und 1999 schließlich noch Chris Adlers Bruder Willie (Gitarre) dazu. Der 1999 nach seinem zwischenzeitlichen Ausstieg wieder zurückgekehrte Mark Morton komplettierte dann die bis heute aktuelle Besetzung der anno 2000 ausgerechnet in LAMB OF GOD (fünf Alben: ’New American Gospel’ [2000], ’As The Palaces Burn’ [2003], ’Ashes Of The Wake’ [2004], ’Sacrament’ [2006], ’Wrath’ [2009] und diverse DVDs) umbenannten, insgesamt doch ziemlich erfolgreichen Formation. Mit der kürzlich via Epic Records (Sony Music) herausgebrachten 3-CD-Box ’Hourglass’ blicken die Nordamerikaner nun auf ihre Karriere zurück.

Volume 1 - The Underground Years repräsentiert die Longplayer eins bis drei (inklusive ’Burn The Priest’). Das hier vertretene Material ist relativ ungeschliffen und strahlt größtenteils bemerkenswerte Aggressivität, Brutalität und Düsternis aus. Wem Groove Metal, Heavy Metal, Thrash Metal und Death Metal mit Melodie zusagen, ist hier richtig. Die von Gitarrenriffs dominierte Musik packt sofort zu und die Vocals changieren zwischen Kreischen und Gegrowle.
Volume 2 - The Epic Years spiegelt die Produktionen vier bis sechs wieder. Man merkt sofort, dass die darauf zu hörenden Tracks über ein Major Label veröffentlicht wurden. Zwar weisen auch sie immer noch erhebliches Aggressionspotential auf (Groove Metal, Heavy Metal, Thrash Metal und Death Metal sind ebenso vertreten, wie Keiferei und Growling), haben aber beinahe alle Ecken und Kanten eingebüßt und wirken anbiedernder, sprich massentauglicher. Die Melodien treten noch weiter in den Vordergrund. Nicht von ungefähr wurden Set To Fail und Redneck jeweils für einen Grammy Award nominiert.
Volume 3 - The Vault schließlich glänzt vor allem mit Rarem und zum Teil noch nie zuvor Veröffentlichtem. Es gibt Demos, selbst produziertes und nur in Japan erhältliches Bonusmaterial. Daneben stehen Alternativversionen verschiedener Titel von Volume 2. Auch diesmal können die Amerikaner ihre Herkunft nicht verleugnen. Groove Metal, Heavy Metal, Thrash Metal und Death Metal geben sich ein Stelldichein. Heftige und melodische Mucke trifft auf dementsprechende Vokalarbeit. Kreischen und Growlen sind unüberhörbar. Diesmal kommt jedoch noch Klargesang vor.

Unter den recht zahlreich genannten Produzenten fällt insbesondere ein Name auf, nämlich Devin Townsend. Der kanadische Hyperaktivist in Sachen Metal trug für ’As The Palaces Burn’ die Hauptverantwortung. Auf Volume 1 sind davon Ruin, 11th Hour, As The Palaces Burn und Vigil verewigt und es ist sicherlich kein Zufall, dass sie sehr authentisch wirken. Der zweite Tonträger ist mir persönlich zu windschlüpfrig. Da gibt es kaum Luftwiderstand. Volume 3 wiederum kann sich einer gewissen Eintönigkeit nicht erwehren. Etliche der Kompositionen klingen einander schlicht und ergreifend zu ähnlich.

LAMB OF GOD legen mit ’Hourglass’ einen sicher repräsentativen Karriereüberblick vor, der ihre Entwicklung vom Underground- zum Majoract nachzeichnet. Diese fünf Jungs sind alles andere als lammfromm und beten allenfalls den Gott des Metal an.

Michael Koenig, 12.08.2010

 

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