Lamb Of God

VII: Sturm Und Drang

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.07.2015
Jahr: 2015
Stil: Thrash Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Lamb Of God
VII: Sturm Und Drang, Nuclear Blast, 2015
Randy BlytheGesang
Willie AdlerGitarre
Mark MortonGitarre
John CampbellBass
Chris AdlerSchlagzeug
Produziert von: LOG Länge: 48 Min 07 Sek Medium: CD
01. Still Echoes06. Overlord
02. Erase This07. Anthropoid
03. 51208. Engage The Fear Machine
04. Embers09. Delusion Pandemic
05. Footprints10. Torches

Die letzten Jahre waren für die US-Metaller LAMB OF GOD wahrlich keine einfache Zeit. Nach dem Erfolg ihres Albums "Resolution" und einer sehr erfolgreichen Tournee sah sich Sänger Randy Blythe im Zusammenhang mit einem tragischen Todesfall eines Fans bei einem Konzert in Tschechien auf der Anklagebank und in Haft wieder. Und auch wenn der Prozess mit einem Freispruch endete, so schüttelt man eine solche Erfahrung nicht mal so eben aus den Kleidern. Als Zeichen des Respekts für die Familie des ums Leben gekommenen Fans werden LAMB OF GOD bei kommenden Tourneen Tschechien außen vor lassen. Auch keine Entscheidung, die jede andere Band so treffen würde.

Aber LAMB OF GOD sind eben keine Band wie jede andere. Sie stehen mit an der Spitze des extremen US-Metals und gehören neben SLIPKNOT momentan wohl zu den wenigen Gruppen, die sich nicht verbiegen müssen, um eine stetig wachsende Zahl an Anhängern zu gewinnen. Vielmehr ist es ja gerade die kompromisslose Haltung, die einen gehörigen Anteil am Reiz der Band ausmacht. Ach ja, starke Songs sind bei der Popularitätssteigerung natürlich auch hilfreich. Das bringt uns zum aktuellen, mittlerweile siebten, Album in der Geschichte von LAMB OF GOD.

"VII: Sturm Und Drang" heißt es und zeigt die Band zum einen von ihrer bekannten, kompromisslosen Härte, wirft aber auch ein Schlaglicht auf andere Elemente, die sich hier im Songwriting deutlicher als in der Vergangenheit bemerkbar machen. Da wäre zum einen der deutlich wärmere und rundete Sound der Aufnahme, der dem Hörer im Vergleich zu "Resolution" wohl als erstes auffallen dürfte. Zum anderen gönnt die Band dem Hörer häufiger als noch in der Vergangenheit kleinere musikalische „Verschnaufpausen“, um das Erlebte besser zu verarbeiten. Das wohl offensichtlichste Beispiel dafür dürfte wohl das überraschend melodische Overlord sein.

Zudem zeigt sich Sänger Randy Blythe auf dem aktuellen Werk facettenreicher als noch auf früheren Platten. Natürlich wird auch wieder gegrowlt und gebrüllt, dass es einem Angst und Bange werden kann. Aber ebenso wie das Songwriting erlaubt sich auch Blythe mal den einen oder anderen etwas ruhigeren Moment. Bei dem bereits erwähnten Overlord hört man sogar mal seine Klarstimme. Zudem bekommt er bei dem phantastischen Embers noch Unterstützung von Chino Moreno von den DEFTONES. Und für das abschließende Torch konnten LAMB OF GOD noch Greg Puciato (THE DILLINGER ESCAPE PLAN) als Gast ins Studio locken.

"VII: Sturm Und Drang" ist genau das, was sich die Fans von LAMB OF GOD erhofft haben: weiter kompromisslos hart mit heftigen Riffs und abwechslungsreicher Rhythmus-Arbeit. Aber zugleich ist das Werk keine bloße Kopie der Vorgänger-Alben. Man hört der Band die Wut über die vergangenen Ereignisse an und sie setzen das Erlebte wunderbar in aggressive Musik um, die dem Hörer mächtig einen vor den Latz haut. Anspieltipps für dieses Brett sind Still Echoes, Erase This, Embers, Footprints, Overlord, Anthropoid und Torches. Es ist wohl nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt, der Band mit diesem Album einen weiteren großen Schritt auf der Karriere-Leiter zu prophezeien.

Marc Langels, 22.07.2015

 

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