Veagaz

Langenau, Cafe Kapilio, 07.02.2004

( English translation by Google Translation by Google )

Konzertbericht

Reviewdatum: 07.02.2004

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Langenau, Cafe Kapilio, 07.02.2004

Veagaz

Das Cafe Kapilio in Langenau bei Ulm ist eigentlich ein griechisches Restaurant, in dem immer wieder Livemusik angeboten wird. Entsprechend gibt es auch keine große Bühne, sondern das Equipment wird im Eck aufgebaut, die Band steht beinahe zwischen den Zuschauern und jedes Bier wird an der Band vorbeigetragen (naja, nicht ganz jedes... manches bleibt auch dort hängen).

Veagaz

Nachdem VEAGAZ noch nicht so wahnsinnig bekannt ist und die örtliche Werbung auch eher dezent ausfällt, ist der Laden an diesem Abend zwar nicht zum aus den Nähten Platzen gefüllt, aber die, die gekommen sind (zum Teil sogar von recht weit weg, an unserem Tisch ist noch ein Pärchen aus Herrenberg bei Böblingen), werden ihre Anwesenheit zu keiner Sekunde bereuen. Viele, die da sind, kennen VEAGAZ schon, aber die, für die die Band Neuland ist, wird schnell klar, dass hier etwas richtig Vielversprechendes heranreift. Die Mischung aus Indie Pop, Folk, Blues, Wüstensounds und rockigen Momenten, durchzogen von einer eleganten Düsternis, zündet live nicht nur besonders gut, sie bildet auch mehr und mehr Plattform für Experimente und zeigt, dass die Band sich weiterentwickelt und, angespornt durch die Reaktion des Publikums, immer mehr aus sich herausgeht.

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War der Auftritt in Hoyerswerda noch kompakt und konzentriert auf das Essenzielle bezogen, ist der Auftritt in Langenau, natürlich auch bedingt durch die direktere Interaktion mit dem Publikum, deutlich extrovertierter, mutiger, wirkt dadurch noch spielfreudiger. Man wagt sich an neue Stücke heran (River song) und es läßt es noch öfter mal krachen.
Schlagzeuger Sven Hesse kann sämtliche dynamische Bandbreiten der Musik von VEAGAZ ausloten, Jörg Stiller ist zwar etwas kränkelnd aber dennoch Herrscher über die Gitarrensounds und Tom Schindler wird neben seiner Funktion als Bassist und außerordentlicher Sänger immer wichtiger als Bindeglied zum Publikum. Die Begeisterung wächst zusehends und am Ende des Konzerts müssen VEAGAZ nicht nur auf Coversongs zurückgreifen, in diesem Fall I walk the line von Johnny Cash, sondern sogar nochmal einen Song des Repertoires wiederholen (Motor trash), da die Zuhörer einfach nicht genug bekommen können. Es herrscht eine derart angenehme und auch familiäre Atmosphäre, dass VEAGAZ eine baldige Wiederkehr versprechen, worauf sich die an dem Abend Anwesenden freuen dürfen und sicherlich einige ihrer Bekannten mitbringen werden. Von dieser Band wird noch viel zu hören sein.

Mehr über VEAGAZ im Interview, das nach diesem Konzert stattfand.

Ralf Stierlen, 12.02.2004

 

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