Larkin Poe

Paint The Roses: Live In Concert

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.09.2021
Jahr: 2021
Stil: Blues
Spiellänge: 29:15
Produzent: Dan Shike

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Plattenfirma: Bertus


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

The Allman Betts Band

Titel
01. Sometimes
02. Back Down South / Blue Sky
03. Mad As Hatter
04. Danger Angel
 
05. Tears Of Blue To Gold
06. Every Bird That Flies
07. She's A Self Made Man
Musiker Instrument
Rebecca Lovell Lead Vocals, Electric Guitar
Megan Lovell Backing Vocals, Lap Steel
NU DECO ENSEMBLE:
Joseph Monticello Flute
Kendra Hawley English Horn
Catherine Gatewood Clavinet
Lee Seidner Bass Clavinet
Gabiel Beavers Bassoon
Juan Berrios French Horn
Luca Frina Trumpet
Gabriel Colby Trombone
Thomas Steigerwald Piano
Jason Matthews Keyboards
Aaron Lebos Electric Guitar
Andrés Ferret Electric Bass
Ludwig Afonso Drumset
Brian Potts Hand Drums
Matthew Nichols Percussion
Evan Saddler Percussion
Dina Kostic Violin
Abby Young Violin
Yael Kleinman Hyken Viola
Brent Charran Cello
Jeff Adkins Contrabass

Die Geschwister Lovell sind wahrscheinlich zur Zeit die beste Frischzellenkur, die dem Blues passieren konnte. Beeindruckend, was sie auf Gitarre und Lap Steel zu bieten haben, nicht minder, was ihre gesanglichen Leistungen angeht. So halten sie das Level auf ihren Studioalben hoch, egal, ob es um eigene Songs, wie auf “Self Made Man“ oder um Coverversionen, wie auf “Kindred Spirits“, geht. Beides 2020 veröffentlicht, da sie im Corona-Jahr natürlich auch aufs touren verzichten mussten.

 

Im Dezember letzten Jahres lies sich dann aber doch was anleiern und zwar ein Konzert zusammen mit dem NU DECO ENSEMBLE. Und das ist natürlich eine ganz besondere Kombination, denn allein dieses “Kammerorchester für das 21. Jahrhundert“ (New York Times) ist schon einzigartig. Ausgerüstet sowohl mit E-Gitarre und Schlagzeug, als auch klassischen Instrumenten, sieht sich das Ensemble auf einer Mission genreübergreifend unterschiedlichste Stile zu vereinen und sowohl mit anderen Künstlern, als auch auf sich gestellt fischen Wind in die Vorstellung von einem Orchester zu bringen. Wenn man so will, auf Orchester-Basis, das perfekte Pendant zu LARKIN POE.

 

In erster Linie wollte man die Songs des neuen Albums vorstellen, aber los geht’s mit Sometimes vom “Venom & Faith“-Album, der Vocal-Nummer von Bessie Jones, die vor fast hundert Jahren Stile wie Doo Wop und Rap vorwegnahm. Hier steigt allerdings nach anderthalb Minuten das NU DECO ENSEMBLE mit ein und pusht die Nummer zusätzlich durch schiebende Bläser und treibende Percussion. Man ist versucht, in den Rhythmus klatschend mit einzusteigen.

 

Mit Back Down South folgt dann der erste Titel vom damals aktuellen Studioalbum und auch der lebt durch die Band-Unterstützung nochmal auf, wobei die Blues-Sisters schon den Ton angeben und,wie gehabt, begeistert vor allem Megan Lovell mit ihrem Slide-Spiel auf der Lap Steel. Und wenn dann noch Blue Sky von der ALLMAN BROTHERS BAND “eingeschleust“ wird, ist das Happening perfekt.

 

Ich weiß jetzt gar nicht, auf welchem Album Mad As A Hatter ist? Oder überhaupt schon auf einem Album? Egal! Nachdem man hier davon verzaubert wurde, kann man sich den Song kaum noch ohne die zusätzlichen Instrumente, wie Violine, Percussion, Bass, usw. vorstellen. Ein absolut verführerisches, sachte brodelndes Gebräu wird hier kredenzt. Bluesig, folkig, mit mittelöstlichen Beigaben. Danger Angel stammt dann wieder von “Self Made Man“ und auch der Titel wird durch die Ensemble-Unterstützung nochmal auf eine neue Ebene gehoben, ohne dass der Grundcharakter verloren geht. Es war/ist immer so ein besonderes Merkmal von LARKIN POE gewesen, was die beiden Schwestern als Duo abliefern, aber wie gut das mit Unterstützung anderer Musiker funktionieren würde – und dabei seinen Grundcharakter behalten - , dass konnte man nicht ahnen.

 

Ob bei fröhlich anmutenden Titeln, wie Tears Of Blue And Gold, oder bluesigeren Stücken, wie Every Bird That Flies, oder gar fett rockenden Songs, wie She's A Self Made Man, man wird umgehend von dem Flair dieses Live-Mitschnitts angesteckt. Und wenn man überhaupt einen Kritikpunkt finden kann, dann den, dass das Album mit einer knappen halben Stunde viel zu kurz geraten ist. Schwer vorstellbar, dass das Konzert nicht länger gedauert hat. Also wird hoffentlich der Rest des Abends noch zugänglich gemacht. Einstweilen bleibt dieses Album und diverse, absolut empfehlenswerte Videos auf einschlägigen Internetplattformen.

 

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