Larry Carlton

Greatest Hits Rerecorded Volume One

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 31.10.2009
Jahr: 2009
Stil: Smooth Jazz

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Larry Carlton
Greatest Hits Rerecorded Volume One, 335 Records, 2009
Larry CarltonGuitars
Jeff BabkoKeyboards
Travis CarltonBass
Vinnie ColaiutaDrums
Paul CerraSaxophone
Produziert von: Larry Carlton Länge: 51 Min 45 Sek Medium: CD
01. All In Good Time06. Kid Gloves
02. Room 33507. RCM
03. Smiles And Smiles To Go08. Red Hot Poker
04. Hello Tomorrow09. Terry T.
05. High Steppin'

Larry Carltons Werdegang und seine gitarristischen Verdienste zu erläutern, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Jeder halbwegs interessierte Musikfan, insbesondere diejenigen, die auch aufmerksam die Liner Notes der Platten und CD's studieren, sollten Larry Carlton oder Mr. 335 zumindest als Gitarristen der Crusaders, Steely Dan oder zahlloser anderer amerikanischer Top-Acts kennen. Nicht zuletzt seine endlose Reihe wunderbarer Soloalben, die er seit den Siebziger Jahren veröffentlicht, brachten ihm immerhin 18 Grammy Nominierungen und schließlich drei Grammy Trophäen ein. Da ist man geneigt zu sagen: Hut ab, Mr. Carlton. Ganz zu Recht erhielt Larry vom amerikanischen Guitar Player Magazine vor nicht allzu langer Zeit den so genannten Lifetime Achievment Award für sein musikalisches Lebenswerk.

Nun hat sich Carlton also, wie er selber schreibt, entschlossen, aus einer Haltung der Dankbarkeit an seine Fans, die größten Erfolge seiner Soloalben noch einmal neu einzuspielen. Getreu dem Motto "Greatest Hits Rerecorded Volume One" schenkt er dem Fan qualitativ hochwertiger Smooth-Jazz Gitarrentöne einen Reigen von neun Songs aus diversen Phasen seines Schaffens.

Was gibt es da groß zu berichten? Wirklich andersartig, d. h. in frische, innovative Arrangements gekleidet kommen Larrys Songs nun nicht daher, sondern eher in neuem Klang gewandet, will sagen im typischen High End Ton der amerikanischen Soundlabore, sprich sehr transparent, vollmundig zwar, jedoch mit gewisser Deckelung allzu heftiger Dynamikkurven, eben ganz typisch clean und digitalisiert klingend und dementsprechend ohne das sprühende Feuerwerk, das man mit anderen, eher old-school ausgerichteten Aufnahmetechniken bewerkstelligen könnte. Man muss diesen Klang eben mögen, natürlich auch diesen typischen amerikanischen Smooth-Jazz, der sich einerseits recht elaboriert gibt, andererseits immer haarscharf an der Fahrstuhl-Muzak vorbeirauscht. Wie üblich eine Gratwanderung. Larry Carltons unverkennbar sahniger Gibson-Ton, seine Fertigkeiten Melodien und Läufe mit überraschenden Wendungen anzubieten, retten letztlich so manch tranigen Song vor der Beliebigkeit. Ich persönlich mag Carlton lieber, wenn er sich tatsächlich in puristischere Jazz-Gefilde begibt oder aber seiner anderen Leidenschaft, dem Blues, hingibt.

Kein schlechtes Album also, dafür liegt Carltons Niveau einfach zu hoch, aber es stellt sich die Frage, ob diese Neuaufnahmen wirklich notwendig waren, denn die dargebotenen Versionen sind nicht wirklich in der Lage, die betagteren Takes aus zurückliegenden Jahrzehnten zu toppen.

Frank Ipach, 31.10.2009

 

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