Lars Eric Mattsson

No Surrender + Live

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.08.2009
Jahr: 2009
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Lars Eric Mattsson
No Surrender + Live, Lion Music, 2009
Lars Eric MattssonGitarre, Bass & Gesang
Tony MattssonSchlagzeug
Goran SteniusBass
Orjan SjostromKeyboards & Gesang
Produziert von: Lars Eric Mattsson Länge: 79 Min 12 Sek Medium: CD
01. Introduction11. Lady Death
02. Tear Down The Border12. The Magician
03. Lady Luck13. When Silence Came
04. Since Love Died14. Third Circle
05. Crocodile Walk15. The Stranger
06. Just To Survive16. Can’t Go On Without Your Love
07. Chasing Shadows17. The Exciter (Live)
08. Menuet18. Break Your Chains (Live)
09. Proud'N'Free19. Eternity (Live)
10. Midnight Train20. Goodnight (Live)

Die 1980er Jahre waren ein goldenes Zeitalter für Gitarristen. In den USA waren es Saiten-Hexer wie Eddie Van Halen, Steve Lukather und George Lynch, die mit ihren Künsten nicht nur das Gitarrenspiel revolutionierten und in neue Dimensionen brachten, sondern mit ihren Bands zudem zahlreiche große Hits feierten. Im Zuge dessen nahm Mike Varney für sein Label Shrapnel Records nahezu jeden talentierten Gitarristen (unter anderem Richie Kotzen, Jason Becker, Marty Friedman) unter Vertrag. Zugleich machte sich in Europa vor allem ein schwedischer Flitzefinger mit den Initialen YJM auf den Weg, die Welt mit neo-klassizistischen Skalen in Grund und Boden "zu nudeln". Die Verbindung beider Wege gelang Lars Eric Mattsson, der finnische Gitarrist mit dem Faible für klassische Musik landete auch bei Varney und veröffentlichte seine ersten Werke ebenfalls bei Shrapnel, ohne aber jemals an den Erfolg Malmsteens noch an die Werke der US-Flitzefinger anknüpfen zu können. Nun kommt das Re-Release eines seiner Frühwerke, erweitert um 5 Live-Songs. Dabei wurden die Gitarren- und Gesangs-Spuren noch einmal neu aufgenommen. Was man dem Album - so viel sei schon mal verraten - nicht wirklich anhört.

Geboten bekommt man hier typischen Heavy Metal der 80er Jahre, mit kleinen Ausflügen in die Klassik. Alles klingt kompositorisch doch recht altbacken - selbst wenn man bedenkt und berücksichtigt, dass das Original bereits 1989 in den Läden stand. Dazu dann auch noch einen Gitarristen, der eben nicht mit dem Talent und dem entsprechenden Ego eines Yngwie Malmsteen ausgestattet ist, und dementsprechend auch bei seinen Soli kaum Akzente setzen kann. Aber vollkommen unverständlich ist die Gesangsleistung. Das ist fast schon unter Schülerband-Niveau, was der Herr Mattsson selbst hier abliefert. Wenn man schon den Gesang denn schon neu aufnimmt, dann hätte Mattsson hier doch noch schnell einen richtigen Sänger engagieren sollen, um diese eklatante Schwäche auszuputzen.

Ansonsten richtet sich diese Wieder-Veröffentlichung natürlich fast ausschließlich an Fans des 80er-Jahre-Metals. Denen könnten dann die Songs wie beispielsweise Lady Luck denn auch tatsächlich gefallen. Ansonsten hat diese CD aber leider nur noch für Antiquariate einen Bereicherungswert, so abgestanden wirken die Songs. Freunden der frühen Malmsteen-Werke sei hier auch noch dringend abgeraten, denn die gebotenen Sachen kommen nicht einmal in die Nähe dessen, was der Wunder(same)-Gitarrist damals schon so fabrizierte. Als Negativ-Beispiel sei hier das Menuet von Bach genannt, das so saftlos gespielt ist, dass sich einem die Zehennägel aufrollen. Dieses Re-Release ist leider vollkommen überflüssig, zumal wenn man Spuren aufnimmt, ohne die eklatanten Schwächen auszumerzen.

Marc Langels, 21.08.2009

 

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