Last In Line

Heavy Crown

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.02.2016
Jahr: 2016
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Last In Line
Heavy Crown, Frontiers Records, 2016
Andrew FreemanGesang
Vivian CampbellGitarre
Jimmy BainBass
Vinny AppiceSchlagzeug
Produziert von: Jeff Pilson Länge: 49 Min 06 Sek Medium: CD
01. Devil In Me07. Already Dead
02. Martyr08. Curse The Day
03. Starmaker09. Orange Glow
04. Burn This House Down10. Heavy Crown
05. I Am Revolution11. The Sickness
06. Blame It on Me

“Last In Line“ von DIO gehört wohl im Kanon der Heavy Metal-Album zu der Kategorie der absoluten Spitzenklasse. Leider endete die Zusammenarbeit zwischen Ronnie James Dio und dem damaligen Gitarristen Vivian Campbell bereits nach dem folgenden Studio-Album, “Sacred Heart“. Nach dem Tod des Ausnahme-Vokalisten erinnerte sich Campbell, der seit Jahren bei DEF LEPPARD in Lohn und Brot steht, an die erfolgreichen alten Werke und trommelte die alte Band wieder zusammen: zu der gehörten damals Vinny Appice (unter anderem Ex-BLACK SABBATH, Ex-HEAVEN & HELL, KILL DEVIL HILL) am Schlagzeug, der tragischerweise vor kurzem ebenfalls verstorbene Bassist Jimmy Bain (Ex-RAINBOW) und der mittlerweile wieder ausgestiegene Keyboarder Claude Schnell. Für den Posten am Mikrofon fand man mit dem bislang eher unbekannten Andrew Freeman einen Sänger mit viel Power in den Stimmbändern, aber einer anderen Tonlage als die von Dio.

In dieser Besetzung gaben sie zunächst ein paar Konzerte, daraus wurden dann immer mehr Auftritte und das führte dann zu einem Plattenvertrag mit Frontiers Records. Dafür schrieb die Band elf brandneue Songs, die zum Teil noch klangtechnische Querverweise auf die eigene Vergangenheit beinhalten, aber durchaus auch als eigenständig betrachtet werden können, denn Selbst-Zitate findet man hier nicht. Vielmehr einen Gitarristen, der nach vielen Jahren offenbar wieder Spaß an härterer Rockmusik gefunden hat, eine Rhythmus-Sektion, die sich absolut blind versteht und zum Besten gehört, was es in diesem Musikbereich zu bieten gibt. Und Freeman, der vorher bei der Las Vegas-Show „Raiding The Rock Vault“ gesungen hat, ist eine echte Entdeckung.

Zusammen schaffen sie einige wirkliche Kleinode, wie etwa das Dio-mäßig mit fantasievollen Lyrics versehene Starmaker. Des Weiteren hätten auch Nummern wie Devil In Me, Blame It On Me, Already Dead oder The Sickness gut zu den alten DIO gepasst. Aber bei Burn This House Down darf es auch mal ein kleiner Schlenker in Richtung Blues-Rock dabei sein. Mit Martyr und I Am Revolution hat die Band auch ein paar echt schöne Nackenbrecher am Start. Und mit Stücken wie Curse The Day, Orange Glow oder auch dem Titelsong zeigen sie durchaus eine eigene musikalische Richtung auf.

LAST IN LINE ist ein rundum stimmiges und überzeugendes Debüt-Album gelungen. Produzent Jeff Pilson (FOREIGNER, Ex-DOKKEN), der früher ebenfalls mal eine Zeit lang bei DIO aktiv war, hat der Band einen wunderbar warmen und satten Sound auf den Leib gezaubert und bringt all ihre Stärken prima zum Vorschein. Es bleibt zu hoffen, dass die anderweitigen Verpflichtungen der beteiligten Musiker und der überraschende Tod von Jimmy Bain der Band nicht schon direkt wieder den Todesstoß versetzt haben. Denn dieses exzellente Debüt verlangt geradezu nach einer Fortsetzung.

Marc Langels, 01.02.2016

 

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