Lenny Kravitz

Lenny

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.01.2002
Jahr: 2001

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Redakteur(e):

Joachim Domrath


Lenny Kravitz
Lenny, Virgin Records, 2001
Lenny Kravitz Guitar, Lead Vocals, Computer
Produziert von: Lenny Kravitz Länge: 49 Min 52 Sek Medium: CD
1. Battlefield Of Love (3:14)7. Million Miles Away (4:32)
2. If I Could Fall In Love (4:21)8. God Save Us All (3:53)
3. Yesterday Is Gone (3:52)9. Dig In (3:37)
4. Stillness Of Heart (4:15)10. You Where In My Heart (5:29)
5. Believe In Me (4:41)11. Bank Robber Man (3:31)
6. Pay To Play (2:48)12. Let's Get High (5:38)

Weil ihm absolut kein passender Titel für seine neue CD einfiel, nannte Lenny Kravitz sein neuestes Werk schlicht und ergreifend "Lenny".

Auf der Rückseite steht in fetter Schrift "PRODUCED, ARRANGED, WRITTEN AND PERFORMED BY LENNY KRAVITZ.
Oh Mann, denkt der musikalisch Unbedarfte. Alles im Alleingang. Toll. Also ein richtiges Solo Album.

"Lenny" startet mit Battlefield Of Love. Die typische Kravitz Gitarre erklingt wie gewohnt. Aber was für ein gruseliges Schlagzeug aus dem Computer. Das klingt wie das Topfschlagen beim Kindergeburtstag. Ab zum nächsten Solo-Auftritt.
Gitarrenbretter ertönen auf . Doch das nützt wenig gegen ein erneut miserabel klingendes Schlagzeugarrangement. Eigentlich keine schlechte Melodie. Doch der Computer macht alles zunichte.

Yesterday Is Gone hat wieder eine schöne Melodie zu bieten. Das Schlagzeug hallt und matscht aber wieder alles zu.
Stillness Of The Heart, der beste Track auf der CD, läßt hoffen. Die Drums klingen halbwegs normal zu den schönen akustischen und elektrischen Gitarren-Arrangements.
Doch der Schrecken folgt sogleich in Form von Believe In Me. Ein vollelektronischer Müllsong, der jede TOP OF THE POPS Sendung adeln würde. Lenny degeneriert hier vom Gitarristen zum Elektrotechniker.
Die nachfolgende Techno/Rap Katastrophe toppt den Vorgänger. Pay To Play entstand vermutlich in der Computerabteilung von SAP. Katastrophaler Klangbrei strapaziert die Gehörgänge.

Zwei gute Songs sollen aber doch noch folgen. God Save Us All und Let's Get High. Das klingt um Welten besser als der vollelektronische GAU zuvor.
Und das z.Zt. auf allen Musikkanälen gedudelte Dig In klänge wirklich gut mit einem vernünftigen musikalischen Arrangement.

"Lenny" ist das mit Abstand schwächste LENNY KRAVITZ Album. Jeglicher Ansatz zu guter Rockmusik wurde zu Tode programmiert. Für Freunde handgemachter Musik ist das Album ein absolutes Horror-Szenario.
Computer Musik Fans werden aufgrund der dilletantischen Elektrospielereien auch nicht zufrieden sein. Die greifen lieber gleich zu Tangerine Dream. Die können es wenigstens.
Ein Kommentar über Klang und Produktion erübrigt sich.

Joachim Domrath, 15.01.2002

 

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