Lethean

The Waters Of Death

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.12.2018
Jahr: 2018
Stil: Doom

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Redakteur(e):

Marc Langels


Lethean
The Waters Of Death, Cruz Del Sur Music, 2018
Thumri PaavanaGesang
James Ashbeyalle Instrumente
Produziert von: Jamie Elton Länge: 43 Min 18 Sek Medium: CD
01. Idylls Of The King04. Time And The Gods
02. Seafarer05. Across Grey Waters
03. In Darkness Veiled06. Devouring Fire

Das britische Projekt LETHEAN ist die Kreation des Multi-Instrumentalisten James Ashbey (früher bei CRAVEN IDOL, DECEPTOR und SOLSTICE). Den Namen, der so viel beutet wie „Vergessenheit bringend“, entlieh er dem überlangen Gedicht „Isabella oder der Basilikumtopf“ des britischen Poeten John Keats, in dem es auch um Melancholie und Musik geht. Zumindest einmal ist ein Abschnitt daraus im Booklet der CD abgedruckt. Von daher ist es naheliegend, dass auch die Musik von LETHEAN von einer gewissen (doomigen) Schwermut und einer gewissen Epik (Metal) getragen wird, aber auch das lyrische und manchmal etwas traumhafte Element (im Gesang) nicht ignoriert. Die dafür passende Sängerin fand Ashbey in Thumri Paavana, die ebenfalls aus dem Vereinten Königreich stammt.

Das Album “The Waters Of Death“ ist das Debüt des Duos, die sich hier in sechs Songs ihrer Vorliebe für die oben angesprochenen Elemente widmen. Dabei lebt das Werk insbesondere von der Kombination aus Atmosphäre und den Bildern, die in den Texten beschrieben und in der Musik szenisch untermalt werden. Bis auf einen Track, Across Grey Waters, bewegen sich alle Lieder im eher etwas überlangen Bereich von sechseinhalb bis zehneinhalb Minuten. Die Band lässt sich zumeist Zeit, um die Lieder aufzubauen, Stimmungen entstehen zu lassen und diese dann zu einem schlüssigen Finale zu führen.

Photo-Credit: zur Verfügung gestellt von Sure Shot Worx

Trotz aller kompositorischer Kniffe und Finessen werden die Lieder getragen vom Gesang. Paavana bevorzugt in ihrem Vortrag eine Mischung aus normalem und klassischem Gesangsvortrag und klingt dadurch sehr individuell, da sich die meisten Sängerinnen ja doch für eine der beiden Varianten entscheiden. Aber so verleiht sie den Stücken, die zumeist klassische Metal- und epische Doom-Elemente verbinden, einen ganz eigenen Touch. Der Sound der Produktion von Jamie Elton (früher bei AMULET) erinnert mich dabei stellenweise ein wenig an eine Mischung MANILLA ROAD und CANDLEMASS. Aber das passt hervorragend zu der Musik, die LETHEAN hier bieten.

Die Stärke des Albums ist zugleich auch ein wenig die Schwäche, denn die beiden Musiker bieten dem Hörer hier keine wirklich leichte Kost. Refrains, die sich schnell in den Ohren festsetzen sucht man ebenso vergeblich wie die Killer-Riffs. Stattdessen wird der Hörer mit einem epischen, abwechslungsreichen Trip konfrontiert – oder auch belohnt, je nach Ansicht -, der sich an dem namensgebenden Gedicht orientiert: fein gegliedert aber lang. Das wird nicht jedem gefallen, aber diejenigen, die an solcher Musik Gefallen haben, die werden hier mit einer spannenden musikalischen Entdeckungsreise belohnt.

Marc Langels, 11.12.2018

 

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