Leverage

Circus Colossus

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.12.2009
Jahr: 2009
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Leverage
Circus Colossus, Spinefarm Records, 2009
Pekka HeinoGesang
Tuomas HeikkinenGitarre
Torsti SpoofGitarre & Gesang
Marko NiskalaKeyboards
Pekka LampinenBass
Valtteri RevonkorpiSchlagzeug
Gastmusiker
Antony ParviainenGesang
Produziert von: Leverage Länge: 48 Min 06 Sek Medium: CD
01. Rise (Instrumental)06. Legions Of Invisible
02. Wolf And The Moon07. Revelation
03. Movie Gods08. Don't Keep Me Waiting
04. Worldbeater09. Prisoners
05. Rider Of Storm10. Broken Wings

Im Colosseum zu Rom wurden die Zuschauer mit unterschiedlichsten Attraktionen unterhalten und sollten so von ihrem harten Leben etwas Ablenkung erfahren – frei nach dem Motto: Brot und Spiele. Nun schicken sich die Finnen von LEVERAGE an, uns mit ihrem dritten Album “Circus Colossus“ etwas musikalische Abwechslung zu servieren und uns vom tristen Einerlei zu erlösen.

Das Ganze beginnt mit dem Instrumental Rise, das sich auch gut als Ouvertüre bei einer Oper machen würde und spannend in den ersten Track des Albums Wolf And The Moon einführt. Dabei präsentieren sich LEVERAGE mit starker NIGHTWISH-Schlagseite (vor allem deren The Poet And The Pendulum vom letzten Studio-Opus “Dark Passion Play“ kommt einem beim Hören immer wieder in den Sinn). Für viele Kritiker sind solche Vergleiche bei großer Ähnlichkeit denn auch schon das Todes-Urteil für ein solches Album. Nun gut, begeistert bin ich zuerst einmal auch nicht, aber man sollte das Kinde ja bekanntlich nicht mit dem Bade ausschütten. Und entscheidend ist auf dem Platz – in diesem Fall auf der CD. Und ganz ehrlich, das Stück ist einfach wirklich gut. Das Lied hat alles, was man von einer solchen Nummer erwartet: ein treibendes Riff, symphonische Unterlegung von den Keyboards mit vielen dramatischen Streichern, einen schönen Melodiebogen und eine düstere Thematik (sowohl textlich als auch musikalisch). Fast könnte man meinen Tuomas Holopainen hätte im Studio mitgestaltet.

Die Movie Gods beginnen denn sehr old-schoolig mit einem fast schon AC/DC-mäßigen Auftaktriff, ehe der Song sich in ein True Metal-Biest verwandelt, das auch HAMMERFALL gut zu Gesicht stünde. Das Stück geht gut ins Ohr, ist vielleicht bei den Background-Vocals ein wenig zu süßlich, was in starkem Kontrast zum sehr basischen sonstigen Song-Aufbau steht. Aber das ist reine Geschmackssache und kann genauso gut als ansprechendes und bereicherndes Element in dem Song gesehen werden. Das Riff zum Worldbeater könnte demgegenüber auch von LINKIN PARK oder aber KORN stammen. Das ist zum Glück aber auch alles, was an dem Song an Nu Metal erinnert. Es ist schon fast etwas überraschend, wie gut aber die tiefer gestimmten Gitarren zum Keyboard-lastigen Sound und zum typischen Heavy Metal-Gesang von Fronter Pekka Heino passen.

Erst mit den Stücken danach, Rider On The Storm, Legions Of Invisible und Revelation finden LEVERAGE wirklich zu dem zurück, was sie bekannt gemacht hat: hymnischer, leicht episch angehauchter Power-Metal im Stile ihrer finnischen Landsleute von STRATOVARIUS. Die Songs haben alles, was die Fans von LEVERAGE erwarten, coole Gitarren-Riffs, die hymnischen Keyboard-Flächen und den ultra-eingängigen Gesang. Dabei erinnert vor allem Revelation auch ein wenig an härtere JOURNEY. Eigentlich wäre das auch dann die beiden Tracks, die ich persönlich bereits zum Anfang des Albums erwartet hätte, anstatt den Hörer mit „ungewöhnlichen“ Arrangements und Sounds zu überraschen. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, diese Songs etwas über das Album zu verteilen.

Insgesamt ist “Circus Colossus“ ein sehr gelungenes LEVERAGE-Album geworden, das mit verschiedenen Stilen überrascht, ohne aber eine totale Abkehr von dem zu sein, was die Band bisher erfolgreich gemacht hat. Ich hätte mir lediglich gewünscht, dass die neuen Elemente nicht so geballt zum Beginn des Albums auftauchen, sondern besser über das gesamte Werk verteilt werden. Aber das ist eigentlich auch der einzige Einwand, der mir einfällt. Insofern ist “Circus Colossus“ ein Album, das bei den Zuschauern im Colosseum sicherlich nur eine Reaktion ausgelöst hätte: Daumen rauf!

Marc Langels, 13.12.2009

 

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