Lillian Axe

Sad Day On Planet Earth

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.06.2009
Jahr: 2009
Stil: Heavy Metal

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Lillian Axe Homepage



Redakteur(e):

Marc Langels


Lillian Axe
Sad Day On Planet Earth, Blistering Records, 2009
Derrick LeFevreGesang
Steve BlazeGitarre, Keyboards & Gesang
Sam PoiteventGitarre & Gesang
Eric MorrisBass
Ken KoudelkaSchlagzeug
Produziert von: Lillian Axe & Rob Hovey Länge: 75 Min 08 Sek Medium: CD
01. Cocoon09. Down Below The Ocean
02. MegaSlowFade10. Blood Raining Down On Her Wings
03. Jesus Wept11. Cold Day In Hell
04. Ignite12. Nocturnal Symphony
05. The Grand Scale Of Finality13. Divine
06. Sad Day On Planet Earth14. Kill Me Again
07. Hibernate15. Fire, Blood, The Earth And Sea
08. Within Your Reach

LILLIAN AXE gehörten bereits in den 1980er Jahren zu den hoffnungsvollen – weil talentierteren - Bands im Bereich Heavy Metal. Das lag vor allem an den Gitarristen, die mit ihren Äxten tatsächlich so einiges anzustellen verstanden und immer noch verstehen. Trotz des Talents und einiger beachtlicher Alben blieb LILLIAN AXE der große Durchbruch verwehrt. Das 1992er Album “Poetic Justice“ schaffte es immerhin auf Platz 28 in den Billboard Charts, ehe der Grunge-Tsunami alles vorher Dagewesene wegschwemmte – so auch LILLIAN AXE.

Ende der 90er dann die ersten zaghaften Reunion-Versuche, aber erst seit 2007 und dem Album “Water Rising“ kann man wieder von einem ernsten Angriff auf eine Wiederbelebung der Band sprechen. Von der Original-Formation ist nur noch Gitarrist Steve Blaze übrig, aber die Trademarks der Band sind nach wie vor vorhanden: das Wechselspiel der beiden Gitarren, die eingängigen Strukturen und die Lust am harten Rock.

So beginnt “Sad Day On Planet Earth“ denn auch eigentlich erst so richtig mit dem zweiten Track MegaSlowFade, der bestimmt einiges ist aber nicht langsam. Vielmehr geben Blaze nach dem einleitenden Akustik-Gitarren-Instrumental Coocoon dann mal so richtig Gas. Klassischer Metal ertönt und transportiert den Hörer vom Gefühl wieder ans Ende der 80er, als neben der dominierenden Pop-Musik auch Hard Rock und Metal ihren angestammten Platz in den Charts hatten. LILLIAN AXE leben auch noch heute von schneidenden Gitarren-Riffs, treibenden Double-Bass-Beats, knackigen Breaks und eingängigen Vocals. Dabei beweist die Band gerade zu Beginn des Albums ein wunderbares Gespür für gutes Songwriting. Nach MegaSlowFade rocken die Amerikaner mit Jesus Wept und Ignite gleich wunderbar weiter. Vor allem die Arbeit des Gitarren-Duos Steve Blaze und Sam Poitevent weiß zu erfreuen. Klar, dass sind nicht Joe Satriani und Steve Vai, die sich hier duellieren, aber die Riffs sind exzellent und die Soli durchaus unterhaltsam. In manchen Stellen wie etwa bei Grand Scale Of Finality klingen sie dabei ein wenig wie eine moderate und etwas langsamere Version von ANNIHILATOR. 15 Songs bei einer Spielzeit von etwas über 75 Minuten sind schon ein ordentliches Pfund, zumal kein Ausfall dabei ist.

Eine kleine Schwäche haben LILLIAN AXE: Sänger Derrick LeFevre gehört sicherlich nicht zu den prägnantesten Stimmen des Fachs, so kann er den Songs leider auch nicht den letzten Kick geben, um aus ihnen echte Kracher zu machen. Er ist sicherlich kein schlechter Sänger aber eben eher in der Kategorie „adäquat“ einzusortieren. Das spricht aber nicht gegen die neue CD, denn “Sad Day On Planet Earth“ besitzt eine Menge gute Songs, mit schönen Riffs und Hooks, die aber eben von einem besseren Sänger profitieren würden.

Auf der anderen Seite klingen manche Songs einfach zu ähnlich, als dass das Album durchgängig begeistern könnte. Da hätte etwas mehr Experimentierfreude ganz gut getan. Auch die Produktion hätte ein wenig mehr Biss gebrauchen können. Da hätte Co-Produzent Rob Hovey schon ein wenig mehr Druck reinlegen können – so klingt das Ganze nämlich ein wenig nach Aufnahmen aus den 80er Jahren und nicht wie eine Band aus den 80ern, die heute Musik macht. Man kann LILLIAN AXE sicherlich auch vorwerfen, dass sie musikalisch aus den letzten 20 Jahren keine Konsequenzen für ihren Sound oder ihre Art Musik zu machen gezogen haben, alles klingt noch genauso wie damals. Ob man das nun gut oder schlecht findet, mag bitte jeder für sich selber entscheiden.

Marc Langels, 22.06.2009

 

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