L/O/N/G

American Primitive

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.04.2011
Jahr: 2011
Stil: Indie, Electronica, Pop

Links:

L/O/N/G Homepage



Redakteur(e):

Kristin Krauß


L/O/N/G
American Primitive, Glitterhouse Records, 2011
Rupert HuberPiano, Programming
Chris EckmanVocals, Guitar
Blaz CelarecDrums, Percussion
Sergej RanzelovicDrums
Mateja Bedenik Kosir, Irina Lesjak, Martina Smid, Anda Eckman, Chantal Acda, Zoe Gadsen-Huber, Terri MoellerVocals
Produziert von: Rupert Huber & Chris Eckman Länge: 46 Min 48 Sek Medium: CD
01. Shoot Your Dog06. Dust
02. American Primitive07. Shame This Darkness
03. Land Of The Lost08. Stockerau
04. Longitude Zero09. Night Fishermen
05. Wrong Train Comin'10. Run Of Days

Am Ende bleibt das Klavier. Behutsam werden die Tasten angeschlagen, ein sanfter elektronischer Teppich legt sich ganz vorsichtig darum, eine Stimme wiederholt mantraähnlich immer wieder die gleichen Zeilen. Schlussendlich ist es nur ein Hauch, der sich wie die ersten Sonnenstrahlen im Frühling im Fenster verfängt.

Mit diesem perfekten Kleinod namens Run Of Days beenden L/O/N/G ihr Album "American Primitive". Aufgenommen wurde die fließende Mischung aus Electro und Folk in Wien und Lubljana. Damit ist eine Annäherung schon eher möglich, als über den Albumtitel.
Hinter L/O/N/G stehen der Österreicher Rupert Huber, bekannt als eine Hälfte des Electronic Music Duos TOSCA, sowie Chris Eckman, WALKABOUTS Mastermind, Seattle -Urgestein und mittlerweile in Lubljana ansässig.

So zufällig die beiden sich auch kennen lernten und miteinander das erste Mal jamten, so beinah zwanghaft trafen sie wieder zusammen. Über einen Zeitraum von drei Jahren ließen die beiden Musiker schließlich aus ihren Wurzeln ein musikalisches Gesamtwerk wachsen, das mehr ist als das Aufeinandertreffen und Vermischen verschiedener Genres. Hubers Klavierspiel, seine raumgreifenden Soundstrukturen, Eckmans Stimme, sein Gitarrenspiel, alles wird aufgebaut, auseinander genommen und neu zusammen gesetzt – zu harmonischer, vielschichtiger Atmosphäre.

Zehn Stücke sind auf "American Primitive" vereint, vorsichtig beschwingt, aber auch treibend und dann doch wieder in sich verloren. Eine eigenwillig klingende Mischung, die nicht eigenwillig klingt – abwechslungsreich und dennoch auf wundersame Weise nicht einfach nur zusammengewürfelt.

Und am Ende bleibt ein Hauch Klavier, sorgsam eingehüllt in elektronisches Gewand, und auch ein Hauch nur, wenn Eckman singt, begleitet von einer zarten Frauenstimme oder dem, was einmal ein Gitarrenlauf war. Die Frühlingssonne kitzelt in den Augen und beseelt lässt es sich entschweben.

Kristin Sperling, 07.04.2011

 

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