Lorenz Kellhuber Trio

Lorenz Kellhuber

Cosmos

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.03.2013
Jahr: 2013
Stil: Jazz

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Lorenz Kellhuber Trio
Cosmos, Blackbird Music, 2013
Lorenz KellhuberPiano
Arne HuberBass
Gabriel HahnDrums
Produziert von: Andreas Hommelsheim & Lorenz Kellhuber Länge: 73 Min 26 Sek Medium: CD
01. Preciosa06. Derelation
02. Parallels07. Interdependent
03. Unrelated08. Cryer
04. Cross Country Song09. Down Under
05. Spiritual10. Planeting

Smells like Wunderkind. Betrachtet man die Vita des 1990 in München geborenen Lorenz Kellhuber, Sohn zweier Kirchenmusiker, stellt man fest, dass seine musikalische Früherziehung bereits im zarten Alter von 5 Jahren begann. Mit dem Klavier als Hauptinstrument konzentrierte sich Klein-Lorenz mit 6 dann auch noch auf die Geige und fand sich mit 16 bereits in Berlin wieder, um am dortigen Jazz-Institut ein Jazzpiano-Bachelor-Studium zu absolvieren. Nach weiteren Stipendiaten erweiterte Kellhuber sein Wissen und Können derart umfangreich, dass er sein musikalisches Innerstes nun logischerweise nach außen kehren möchte.

Dies gelingt dem aufstrebenden und ambitionierten Süddeutschen, dem man eine gewisse äußerliche Ähnlichkeit mit dem jungen Christoph Waltz attestieren muss, innerhalb der universellen Sprache des Jazz ganz ausgezeichnet. Das ehrgeizig angelegte Konzept des selbstbewusst betitelten neuen Albums "Cosmos" zeigt, dass sich das Lorenz Kellhuber Trio nicht von standardisierten Jazzphrasen einengen lassen möchte. Kellhubers Partner Arne Huber (Bass) und Gabriel Hahn (Schlagzeug) kleiden die Visionen ihres Leaders mit einfühlsamen Beiträgen aus und überzeugen nicht nur in den ihnen freizügig gewährten Solospots mit melodiösem und rhythmischem Feingefühl und leichtfüßig lässiger Akkuratesse.

Das live im Berliner Jazzclub A-Trane aufgezeichnete "Cosmos" klingt bei allem jugendlich verspielten Elan sehr erwachsen und reif und zeigt das Trio von seiner besten und berührendsten Seite wenn sie in lyrischen und raumgreifenden Kompositionen wie Cross Country Song und Spiritual die Gravitationsgesetze aushebeln und beglückt durch den Raum schweben und in gewissen Momenten an Lyle Mays minus Pat Metheny erinnern. Der Kreis schließt sich, wenn sich die drei jungen Herren bei Derelation auf die traditionelle Schiene setzen und beschwingt die Jazztrio-Historie der letzten 50 Jahren Revue passieren lassen.

Man muss kein Prophet sein, um dem Lorenz Kellhuber Trio eine aussichtsreiche Zukunft vorauszusagen. So viel Talent und Musikalität wird sich mit dem nötigen Ehrgeiz sicher in eine formidable Karriere wandeln lassen. Der Anfang ist gemacht.

Frank Ipach, 23.03.2013

 

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