Lucinda Williams

Lu’s Jukebox Vol.5: Have Yourself A Rockin‘ Little Christmas With Lucinda Williams

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.11.2021
Jahr: 2021
Stil: Blues / Rock
Spiellänge: 38:40
Produzent: Ray Kennedy

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Plattenfirma: Thirty Tigers

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Holger Müller


s. weitere Künstler zum Review:

Chuck Berry

Ramones

Titel
01. Blue Christmas Lights
02. Run Run Rudolph
03. Christmas Tears
04. If We Make It Through December
05. Merry Christmas Baby
06. I’ve Got My Love To Keep Me Warm
 
07. Santa Claus Wants Some Lovin‘
08. Christmas in New Orleans
09. Please Come Home For Christmas
10. Little Red Rooster
11. Merry Christmas (I Don’t Want To Fight Tonight)
12. Have Yourself A Merry Little Christmas
Musiker Instrument
Lucinda Williams Vocals
Steve Mackey Bass
Fred Eltringham Drums
Stuart Mathis Guitars
Joshua Grange Guitars, Organ

Neulich im Berliner Medienkaufhaus Dussmann, Erdgeschoss, in der ohnehin wieder erfreulich großen Schallplattenabteilung: in bester Regalhöhe leuchten dort die Juke-Box-Folgen 3, 4 und 5 von Lucinda Williams als Vinylausgabe den Kunden entgegen. Die kratzbürstige Queen of Louisiana als Verkaufsschlager für Plattenjunkies im deutschen Vorweihnachtstrubel, wer hätte sich das jemals vorstellen können…

„Have Yourself A Rockin‘ Little Christmas“ heißt die vorerst letzte Folge der Williamschen Cover-Platten  - eine soll noch folgen - und anders als auf dem etwas blutleeren Vorgänger mit seinen Country-Croonern nimmt die Sängerin den friedvollen Weihnachtsgeist hier gehörig in die Mangel. Zwar ist es mehr Blues und Soul, was da aus den Boxen klingt, als ein „rockin‘ Christmas“, aber das schmälert den Spaß an dieser Jukebox-Ausgabe keineswegs. Wusste jemand vor dieser Platte, dass Willie Dixons Little Red Rooster eigentlich ein Weihnachtsbote ist? „Well I had a little red Rooster, wakes me up on Christmas Day“, stellt Lucinda klar, bevor die Hunde wieder heulen dürfen und die Gitarren dazu aufjaulen. Auch der Opener Christmas Tears (R.C. Wilson / Sonny Thompson) oder Santa Claus Wants Some Lovin‘ (Mack Rice) hauen in diese rohe Stevie-Ray-Vaughan-Kerbe. Frohe Weihnachten, der Blues dazu stimmt auf jeden Fall im Hause Williams.

Aber natürlich muss ein Weihnachtsalbum auch ein paar rührseligere Momente haben. Wobei Lucinda Williams zum Glück einfach nicht fürs allzu Sentimentale geschaffen ist. Merle Haggards If We Make It Through December kriegt einen flotten Schmuserhythmus und selbst den Tränen-Klassiker Please Come Home For Christmas singt die vom Leben gestählte Sängerin mit breitem Kreuz. Wenn er nicht heimkommt, kann man ja immer noch Gitarre spielen.

Zwei Songs fallen in diesem munteren Potpurri des „rockin‘ Christmas“ dann noch ganz besonders auf. Dass Merry Christmas – I Don’t Want To Fight Tonight sich trotz des hehren Wunsches nach einem kräftigen Weihnachtsstreit anhört, liegt natürlich daran, dass es sich um einen RAMONES-Song handelt. Lucinda Williams und New Yorker Strassenpunk, warum eigentlich nicht? Noch besser ist aber ihre Version von Chuck Berrys Run Run Rudolph. Da wird nämlich aus dem fröhlichen Rock’n-Roller ein eher düsterer Stampfer, der gut als Soundtrack für einen texanisch-mexikanischen Weihnachts-Splatter-Film dienen könnte. Darauf mindestens eine Flasche Corona extra unter dem Weihnachtsbaum.

 

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