Lunatic Soul

II

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 31.12.2010
Jahr: 2010
Stil: Art Rock

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Lunatic Soul
II, K-Scope, 2010
Mariusz DudaVocals, Guitar, Bass, Keyboards & Percussion
Gäste:
Maciej Szelenbaumother instruments
Rafal BuczekKeyboards
Wawrzyniec DramowiczDrums & Percussion
Produziert von: Mariusz Duda Länge: 50 Min 43 Sek Medium: CD
01. The In-Between Kingdom06. Escape >From Paradice
02. Otherwhere07. Transition
03. Suspended In Whiteness08. Gravestone Hill
04. Asoulum09. Wanderings
05. Limbo

Der zweite Streich von LUNATIC SOUL, dem Soloprojekt von Mariusz Duda, der Stimme von RIVERSIDE, ist rein optisch das diametrale Gegenstück zum Erstling: War dieses dunkel gehalten, schlängelt sich nunmehr die selbe schlangenförmige Figur vor schneeweißem Hintergrund. Also ein “schwarzes“ und ein “weißes“ Album, eine Anspielung auf Yin und Yang oder nur eine Spielerei ohne tieferen Hintergrund? Letztlich erklärt sich der Gegensatz aus dem Thema, um das sich bei LUNATIC SOUL fast alles dreht: Die Frage, was uns wohl nach dem Tod erwarten mag. Und hier wählt das Debüt eine etwas düsterere Herangehensweise, während hier mehr Hoffnung durch die Textzeilen schimmert (Otherwhere).

Die Musik ist jedenfalls gleich geblieben: Im Gegensatz zu der zuletzt sich hart und widerborstig gebärenden Hauptband bevorzugt Duda hier die ruhigen, manchmal getragenen Töne, voller Inbrunst und Tiefgang. Das zieht sich vom instrumentalen Auftakt mit The In-Between Kingdom bis zum famosen Schluss mit Wanderings durch. Kunstvoll, düster, mit wohl gesetzten kleinen Soundgimmicks, die sanft fließenden Songs veredeln, ohne aufdringlich zu werden. Im Mittelpunkt stehen wiederum (natürlich) der beseelte Gesang und eine geradezu feierlich ernste, mitunter fast etwas pathetische Stimmung. Für den ungeduldigen Hörer mag gar etwas Langeweile aufkommen, werden Tempo und Dynamik doch kaum variiert, aber dies ist auch keine Scheibe für den schnellen Genuss oder zum Nebenbeihören. Man muss sich Zeit lassen, am besten den altmodischen Kopfhörer hervorkramen, um in die Klanglandschaften von LUNATIC SOUL einzutauchen, die perfekt in die ruhige, winterliche Stimmung dieser Tage passen.

Insgesamt ist das zweite Album von LUNATIC SOUL in sich noch etwas geschlossener und stimmiger geworden als der Vorgänger und wartet mit jeder Menge Balsam für gestresste Ohren auf –wenn man sich darauf einlassen kann. Für Duda ist es sicherlich der perfekte Ausgleich zu RIVERSIDE und eine weitere Möglichkeit, seine unvergleichliche Stimme noch perfekter in Szene zu setzen. Ein echtes Hörvergnügen für alle Artrock-Fans und alle Liebhaber dunkler, edler Klänge von NO-MAN bis hin zu DEAD CAN DANCE.

Ralf Stierlen, 30.12.2010

 

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