Lunatic Soul

Lunatic Soul

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.10.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Lunatic Soul, kscope, 2008
Mariusz DudaVocals, Bass, Acoustic Guitar & Percussion
Michal LapajHammond Organ
Maciej SzelenbaumPiano & Keyboards
Maciej MellerE-bow
Warzyniec DramowiczDrums & Percussion
Produziert von: Mariusz Duda Länge: 46 Min 53 Sek Medium: CD
01. Prebirth06. Where The Darlness Is Deepest
02. The New Beginning07. Near Life Experience
03. Out On A Limb08. Adrift
04. Summerland09. The Final Truth
05. Lunatic Soul10. Waiting For The Dawn

Mariusz Duda, der Sänger von RIVERSIDE, hat mit LUNATIC SOUL ein Projekt am Start, das die ganz dunklen Ecken des Raumes auslotet. Offensichtlich war ihm seine Stammband zuletzt etwas zu stramm Richtung Alternative (Prog) Rock marschiert, jedenfalls ist dies hier sehr viel ruhiger, atmosphärischer und gleichzeitig noch eine Spur düsterer ausgefallen als die jüngsten, etwa vor Jahresfrist veröffentlichten Klänge von RIVERSIDE. Bei LUNATIC SOUL kommen außerdem noch weltmusikalische Elemente hinzu, so dass Duda mit seiner selbstgewählten Kategorisierung von sphärischem Oriental-Alternative (um mal die Kurzversion zu nehmen, wörtlich spricht er von " oriental-trans-psychodelic-verbal-musical journey through the pitch darkness available only to those who have... a lunatic soul") ziemlich punktgenau ins Schwarze trifft.

Eine gleichsam spannende wie geheimnisvolle musikalische Welt öffnet ihre Pforten und bittet nicht nur Prog Fans (Out On A Limb, das am ehesten an RIVERSIDE erinnert) um Einlass, sondern, wie erwähnt, kommen auch Freunde von düsterer Weltmusik (The New Beginning, Waiting For The Dawn), aber auch von Ambient (Where The Darkness Is Deepest) oder Art Pop hier auf ihre Kosten. Vielleicht etwas einpoliger als RIVERSIDE, ohne deren rockige Breitseiten, mit sehr viel flächigen Klängen und perkussiven Mustern, auch gerne mal extreme Basstiefen auslotend, lässt Duda seine ganzen Emotionen einfließen und kreiert ein Album von hoher melodischer Dichte und faszinierender Ausstrahlung.

Dafür sorgt schon wesentlich die Stimme und das, selbst auf Konserve spürbare Charisma von Duda, der sicherlich einer der herausragenden Prog-Sänger der Gegenwart ist. Manchmal ist es gar ein bisschen dick aufgetragen und gleitet ins Pathetische, aber im Großen und Ganzen ist der Ausflug in etwas abseitige Gefilde gelungen. Man darf gespannt sein, ob sich auch Spurenelemente von LUNATIC SOUL im neuen Release von RIVERSIDE finden lassen, oder ob sich Duda, ähnlich wie Steven Wilson mit BLACKFIELD ein zweites Betätigungsfeld schaffen möchte, auf dem er seinen Ideen freien Lauf lassen kann.

Ralf Stierlen, 14.10.2008

 

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