Lynch Mob

Rebel

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.08.2015
Jahr: 2015
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Lynch Mob
Rebel, Frontiers Records, 2015
Oni LoganGesang
George LynchGitarre
Jeff PilsonBass
Brian TichySchlagzeug
Produziert von: Chris "The Wizard" Collier Länge: 51 Min 50 Sek Medium: CD
01. Automatic Fix07. Dirty Money
02. Between The Truth And A Lie08. The Hollow Queen
03. Testify09. The Ledge
04. Sanctuary10. Kingdom Of Slaves
05. Pine Tree Avenue11. War
06. Jelly Roll

Man kann dem guten George Lynch wahrlich nicht vorwerfen, dass er auf der faulen Haut liegen würde. Der Gitarrist, der in den 1980er-Jahren als Mitglied der Band DOKKEN Berühmtheit erreichte, legt in regelmäßigen und zumeist kurzen Abständen neue Werke vor. Dabei holt er sich ja bekanntlich auch mal gerne Inspiration von außen hinzu, wie “KXM“, das gemeinsame Werk mit Doug Pinnick von KING’S X und Ray Luzier von KORN, und auch die Kooperation mit Michael Sweet von STRYPER auf “Only To Rise“ beweisen. Aber sein Hauptaugenmerk liegt dann doch immer wieder auf LYNCH MOB. Der Band, die er nach seinem ersten Ausstieg bei DOKKEN im Jahr 1989 gründete und zu der er immer wieder zurückkehrt – auch weil er unter dem Banner LYNCH MOB einige seiner besten Alben produziert hat.

Das galt in der Vergangenheit für das Debüt “Wicked Sensation“ ebenso wie das folgende selbstbetitelte Album und auch “Smoke And Mirrors“. Dabei lebt die Musik und die Faszination natürlich von der begnadeten Gitarren-Arbeit, die Lynch ja bereits zu Beginn seiner Karriere den Status eines Gitarren-Gotts einbrachte, der in den einschlägigen Fachmagazinen ausführlich analysiert und mit Transkriptionen bedacht wurde. Das, was ein Ace Frehley in den 70er Jahren war, das konnte in den 80ern unter anderem auch George Lynch für sich in Anspruch nehmen: viele junge Rocker nahmen wegen ihm die Sechssaitige in die Hand und träumten davon, so zu sein wie er.

Und sein Gitarrenspiel ist heute immer noch so spektakulär wie damals. Dabei zeichnet sich der typische LYNCH MOB-Sound im Vergleich zum DOKKEN-Klang durch eine gewisse Portion „Dreck“ aus. Zudem wird hier mehr rhythmisch betrachtet doch noch etwas mehr gegroovt. Zwei Qualitäten, die auch das aktuelle Album, “Rebel“, zur Genüge auszeichnen. Das Werk ist randvoll mit exzellenten Riffs und Soli des Meisters, dazu eine begnadet groovende Rhythmus-Sektion aus Jeff Pilson (ebenfalls Ex-DOKKEN, LYNCH/PILSON, heute FOREIGNER) und Brian Tichy (Ex-FOREIGNER und –WHITESNAKE) und Oni Logan beweist mit seinem lässigen Blues-beeinflussten Gesang, warum er die perfekte Ergänzung zum Gitarren-Sound von Lynch ist.

Zusammen schafft der Vierer solche Rock-Perlen wie Automatic Fix, Between The Truth And A Lie, Sanctuary oder War, daneben auch mal leicht bluesige Nummern wie Pine Tree Avenue (das aber auch gut zu KING’S X gepasst hätte) oder KIngdom Of Slaves und ein Stück wie The Ledge, für das es im amerikanischen das Wort „haunting“ gibt, das im deutschen dann am besten wohl als mysteriös-faszinierend umschrieben würde. Wenn man so will ist also für fast jeden Geschmack etwas dabei. LYNCH MOB legen mit “Rebel“ ein absolut zeitgemäßes aber zugleich auch zeitlos gutes Rock-Album vor, in das man sich gut versinken lassen kann. Dazu passt dann wieder sehr gut die erste Textzeile des Albums: „I put my headphones on and turn the music loud“ – bitte entschuldigt mich, diesem Rat muss ich nun ein weiteres Mal Folge leisten.

Marc Langels, 08.08.2015

 

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