Maidavale

Tales Of The Wicked West

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.08.2016
Jahr: 2016
Stil: Retro Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Maidavale
Tales Of The Wicked West, The Sign Records, 2016
Matilda RothGesang
Sofia StrömGitarre
Linn JohannessonBass
Johanna HanssonSchlagzeug
Produziert von: Joona Hassinen Länge: 35 Min 23 Sek Medium: CD
01. (If You Want The Smoke) Be The Fire06. Restless Wanderer
02. Colour Blind07. Standby Swing
03. The Greatest Story Ever Told08. Wish I'd Been Born At Sea
04. Truth/Lies09. Find What You Love And Let It Kill You
05. Dirty War

Frauen haben gerade einen Boom, wenn es um rockende Musik geht. In zahlreichen Bands wie den BLUES PILLS, HALESTORM, HUNTRESS oder PRISTINE (um hier mal nur ein paar wenige zu nennen) sind sie zumeist als stimmgewaltige Frontfrauen aktiv. Aber es gibt auch zum Beispiel THE AMORETTES, das Frauen-Power-Trio aus Schottland, die jüngst mit ihrem Werk “White Hot Heat“ vollauf begeistern konnten. Und nun liegt hier vor mir das Werk “Tales Of The Wicked West“ der vier Schwedinnen MAIDAVALE, die nicht zu verwechseln sind mit der niederländischen Formation MAIDA VALE.

“All my life I’ve had the feeling that I was born too late“ (aus: Find What You Love And Let It Kill You) - dieses Gefühl transportiert auch die Musik der vier Musikerinnen sehr eindrücklich. Sie machen klassischen Hard Rock wie in den 1960er und 1970er Jahren mit deutlichen musikalischen Querverweisen zu Größen wie LED ZEPPELIN, Janis Joplin oder auch Jimi Hendrix. Da höre ich natürlich schon wieder zahlreiche Fans stöhnen: „nicht noch eine Retro-Rock-Band“. Aber was am Ende zählen sollte ist doch einfach die Qualität der Songs – und da kann es bei MAIDAVALE eigentlich keine zwei Meinungen geben.

Songs der Klasse The Greatest Story Ever Told sowie Standy Swing könnten auch jedes der bisherigen RIVAL SONS-Alben zieren, ohne dabei qualitätstechnisch abzufallen. Sie gehen sofort ins Ohr, haben einen feinen Groove. Und eine so schonungslose wie treffende Analyse und Abrechnung mit dem System „Krieg“ und den beteiligten Protagonisten wie in Dirty War wünscht man sich gerne mal häufiger zu hören zu bekommen, insbesondere dann, wenn es so herrlich Hendrix-mäßig musikalisch untermalt wurde. Der Janis Joplin-Vergleich drängt sich hingegen insbesondere bei einem Song wie Wish I'd Be Born At Sea geradezu auf, der nur aus Gesang und einem geklopften Grundbeat besteht. Die Texte von Sängerin Matilda Roth sind generell sehr gelungen und eindringlich. Da hört man gerne mal etwas aufmerksamer zu.

Die größte Kritik an MAIDAVALE ist denn auch wohl, dass das alles nicht wirklich „neu“ ist. Aber sowohl kompositorisch als auch beim Vortrag kann man den vier Damen keinerlei Vorwürfe machen. Roth singt mit viel Gefühl und aus voller Seele, Ström entlockt ihrer Gitarre feine Riffs und starke Soli und das Fundament Johannesson und Hansson kann sowohl groovig als auch treibend spielen, so dass am Ende eine rundum gelungene Mischung feinsten Retro-Rocks dabei herauskommt. MAIDAVALE ist mit "Tales Of The Wicked West " ein Einstand nach Maß gelungen. Natürlich kann man kritisieren, dass sie eine von zahlreichen Bands auf

Marc Langels, 07.08.2016

 

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