Malefistum

Enemy

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 24.07.2020
Jahr: 2020
Stil: Power Metal
Spiellänge: 49:19
Produzent: Jens Faber

Links:

Malefistum @ facebook


Plattenfirma: Fastball Music

Promotion: Bob-Media GmbH


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Kamelot

Nightwish

Serenity

Titel
01. Try To Touch The Sun (Intro)
02. Towards The Sun
03. This Memory
04. Left Without A Cause
05. Time
06. The Answer
 
07. Fear Of Tomorrow
08. The Seed In Your Life
09. Adore Me
10. Atomic Bomb
11. I Will Know Your Name
12. My Enemy
Musiker Instrument
Jens Faber Gitarre, Bass, Keyboards, Piano & Gesang
Gastmusiker:
Melissa Bonny Gesang
Federica Lanna Gesang (Adore Me)
Detty Scherner Gesang (I Will Know Your Name)
Eric Dow Gesang (The Answer)
John S. Schlagzeug

MALEFISTUM wurden erst im vergangenen Jahr von Jens Faber (DAWN OF DESTINY) gegründet, der bei diesem Kollaborations-Projekt zum einen die Möglichkeit hat, mit zahlreichen Sängerinnen und Sängern zusammen zu arbeiten, aber eben auch musikalisch deutlich breiter aufgestellt zu sein als bei seiner Haupt-Band. Denn während bei DAWN OF DESTINY ja eher der melodische Power Metal prägend ist, da stehen bei MALEFISTUM zudem auch noch düstere und härtere Klänge mit auf dem Musik-Menü, ohne aber bei den Melodien wirklich große Abstriche zu machen.

Das Album beginnt mit dem atmosphärischen Intro Try To Touch The Sun, bei dem Haupt-Sängerin Melissa Bonny (SERENITY, AD INFINITUM, RAGE OF LIGHT) eine arabeske Melodie-Linie singt, das Stück geht dann nahtlos in den eigentlichen Opener Towards The Sun übergeht, der mich musikalisch an eine Up-Tempo-Nummer von KAMELOT erinnert. Wobei das stellenweise auf etliche der elf Kompositionen zutrifft. Gerne setzt Faber – oder vielmehr lässt einsetzen – eine Kombination aus klarem, melodiösem Gesang und gutturalem Gegrowle. Aber im Gegensatz zu der amerikanisch-deutsch-schwedischen Band, darf es hier eben auch mal mehr in die Richtung melodischer Death Metal geschielt werden, wie unter anderem bei The Answer, bei dem Eric Dow (von HELSOTT) einen Gast-Auftritt hat. Am anderen Ende des Spektrums steht dann aber eine Nummer wie das sehr folkloristische Fear Of Tomorrow. Oder aber das eher an NIGHTWISH erinnernde Adore Me, dem Federica Lanna von SLEEPING ROMANCE ihre Stimme leiht.

Dabei fällt über die Distanz des Albums auf, wie gut das Songwriting ist. Jens Faber erfindet hier das Rad des episch ausgerichteten Metal nicht neu, aber er dreht an der einen oder anderen Stellschraube und integriert hier eben auch Elemente, die man nicht immer im Power Metal findet. Dabei kann neben Faber, der ja abgesehen vom Schlagzeug alle Instrumente selber gespielt hat, vor allen Dingen Melissa Bonny punkten. Dabei präsentiert sie ihre gesamte stilistische Vielfalt und Bandbreite von zerbrechlich wirkenden balladesken Tönen, über strahlend-hymnische Momente bis hin zur finsteren Aggressivität.

Das MALEFISTUM-Debüt "Enemy" überzeugt nicht nur auf der musikalischen und kompositorischen Ebene, es klingt auch noch verdammt gut. Hinzu kommt noch ein tolles Artwork, für das Hans Trasid verantwortlich war, das die Stimmung der Musik perfekt einfängt und das Paket wunderbar abrundet. Ein sehr starker Einstand für dieses Projekt, dem aus meiner Sicht noch möglichst viele Scheiben folgen dürfen.

 

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