Malpractice

Turning Tides

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.09.2014
Jahr: 2014
Stil: Power Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Malpractice
Turning Tides, Sensory Records, 2014
Joonas KotoGitarre & Gesang
Toni PaananenSchlagzeug
Aleksi ParviainenGesang
Markus VanhalaGitarre
Jonas MäkiBass
Produziert von: Joonas Koto & Toni Paananen Länge: 43 Min 59 Sek Medium: CD
01. Best Kept Secret05. Turning Tides
02. Weight Of The World06. Symphony Of Urban Discomfort
03. Irony Tower07. Out
04. State Within A State

MALPRACTICE hatte ich zugegebenermaßen schon etwas aus den Augen verloren. Dabei hatten die Finnen dereinst mit drei durchaus gelungenen leicht vertrackten Power Metal-Alben (“Of Shape And Balance“ 1998, “Deviation From The Flow“ 2005 und “Triangular“ 2008) schon etwas Eindruck hinterlassen können. Dann geschah eben eine ganze Zeit lang nichts. Aber nun liegt "Turning Tides" vor und bestätigt all die guten Eindrücke der ersten Werke. Vielmehr bestätigt es sie nicht nur, sondern setzt neue Maßstäbe in der Band-Karriere.

Das Album beginnt mit dem kurzen, eher straighten Best Kept Secret. Aber eigentlich starten MALPRACTICE erst mit den folgenden Weight Of The World und Irony Tower so richtig durch. Die leicht vertrackten Kompositionen mit heftigen Riff-Gewittern zu den besonders melodischen Gesangslinien entwickeln eine Langzeitwirkung, die sich festsetzt und den Hörer verfolgt – aber auf eine absolut positive Art und Weise.

Und ist es gerade die Variabilität, die "Turning Tides" so faszinierend macht. In Weight Of The World kann man Passagen hören, die an SANCTUARY erinnern, aber auch an MEGADETH oder an VICIOUS RUMORS. Dabei begegnen die Anleihen an die Band von Mega-Dave Mustaine noch häufiger, ohne aber, dass die Band sich zu einer Kopie hinreißen lassen würde, vielmehr sind es kurze Gitarren-Passagen, die insbesondere an die erfolgreichste MEGADETH-Phase Anfang der 1990er erinnern.

Der Titeltrack hingegen ist vielleicht das beste DREAM THEATER-Stück, das die New Yorker Progger in der Phase von “Falling Into Infinity“ nie aufgenommen haben. In den cleaneren Passagen hört man gar etwas QUEENSRŸCHE zu seligen "Empire"-Zeiten durch. Insbesondere dann, wenn Sänger Aleksi Parviainen mit seiner Stimme so tief wie möglich runter geht und dabei ganz ruhig spricht. Symphony Of Urban Discomfort klingt hingegen wie eine MEKONG DELTA-Version des RUSH-Klassikers YYZ. Ein Fest für Freunde anspruchsvoller progressiver Instrumentals. Den Schlusspunkt bildet dann das kraftvolle Out, das aber nur dazu verleitet, das Album gerade noch einmal von vorne zu genießen.

"Turning Tides" ist ein fulminantes Comeback, wenn man es denn so nennen will, denn schließlich war die Band ja nie wirklich weg. Aber die Finnen haben hierauf wirklich ihre bisher besten Kompositionen in einen tollen, druckvollen Sound gegossen und bieten Fans des progressiv angehauchten Power Metals eines des Highlights des bisherigen Jahres. Hoffentlich bekommen sie dafür die Aufmerksamkeit, die ihnen für ein solches Meisterwerk wirklich zusteht.

Marc Langels, 02.09.2014

 

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