Mandoki Soulmates

Wings Of Freedom


BluRay-Review

Reviewdatum: 24.06.2019
Jahr: 2019
Stil: Jazz Rock
Spiellänge: 440:35
Produzent: Leslie Mandoki

Links:

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Plattenfirma: Red Rock Production

Promotion: MCS


Redakteur(e):

Michael Koenig

Titel
Disc 1 - (251 Min 18 Sek):
Wings Of Freedom Concert, Berlin, Konzerthaus am Gendarmenmarkt 2017:
01. Live Is A Strange Song
02. Blinded By The Light
03. Died In Your Arms Tonight
04. A Dreamer's Not A Fool
05. Carry Me Home
06. Blackbird
07. Last Day Of Summer
08. Logical Song
09. It's Raining Again
10. On And On
11. Where I Was Born
12. Highest Hopes & Darkest Fears
13. Bumpin'
14. Rosanna
15. Look Up To The Sky
16. Smoke On The Water
17. Aquarelle
18. Spinning Wheel
19. Hand Made
20. The Journey's Long
21. Davy's On The Road Again
22. Haunted
23. You're The Voice
24. I've Been In Love Before
25. Hold The Line
26. Mighty Quinn
27. Diggin' Down Too Deep
28. Introducing The Soulmates
29. Daydream
Bonusmaterial:
30. Behind The Scenes
31. Credits
Disc 2 - (189 Min 17 Sek):
Paris - L'Olympia 2017:
32. Smoke On The Water
London - Hammersmith Eventim Apollo 2017:
 
33. A Dreamer's Not A Fool
34. Carry Me Home
35. Back To Budapest
Budapest - Budapest Park, Sziget 2017:
36. (I Just) Died In Your Arms
37. Leslie Mandoki Stetement About Sziget
38. Logical Song & It's Raining Again
39. Where I Was Born
40. Aquarelle
41. Jeg Dupl Whiskeyvel
42. I've Been In Love Before
New York - Beacon Theatre 2018:
43. Carry Me Home
44. On And On
45. The Journey's Long
46. Bumpin'
47. Aquarelle
48. Haunted
49. Look Up To The Sky
Bonusmaterial:
Budapest - Eurowoodstock - Sziget Festival 1994:
50. Back To Budapest
Budapest - Soulmates Anniversary Concert 2013:
51. Aint Nobody
52. I Feel For You
53. Diggin' Down Too Deep
54. Sunshine Of Your Love
55. White Room
56. Lucky Man
57. Never Give In
58. Aquarelle
Budapest - Legendary Friendship Open Air 2015:
59. On And On
60. Look Up To The Sky
61. Where I Was Born
62. Carry Me Home
63. Credits
Musiker Instrument
Leslie Mandoki Vocals, Drums, Percussion, Udu
Ian Anderson Vocals, Flutes
Bobby Kimball Vocals, Backing Vocals
David Clayton-Thomas Vocals, Backing Vocals
Bill Evans Tenor Saxophone, Soprano Saxophone
Anthony Jackson Bass
Greg Lake Guitar, Vocals, Backing Vocals
Laszlo Bencker Keyboards, Grand-Piano, Hammond Organ
Al Di Meola Guitar
Peter Maffay Vocals
Chaka Khan Vocals
Jack Bruce Vocals, Bass
John Helliwell Tenor Saxophone
Chris Thompson Vocals, Backing Vocals
Nick Van Eede Vocals, Guitar, Backing Vocals
Randy Brecker Trumpet, Flügelhorn
Julia Mandoki Vocals, Backing Vocals
Havasi Piano
Tony Lakatos Saxophone
Nik Kershaw Vocals, Backing Vocals
Midge Ure Vocals, Backing Vocals
Tony Carey Vocals, Keyboards, Backing Vocals
Mike Stern Guitar
Aura Dione Vocals
Piero Mazzocchetti Vocals
Charlie Vocals
Dr. Tamas Somlo Vocals
Bela Szakcsi Lakatos Piano
Roby Lakatos Violin

Der Ungar Leslie Mandoki (ex-DSCHINGIS KHAN) formierte seine SOULMATES erstmals vor bereits über fünfundzwanzig Jahren. Damals trommelte er international bekannte Musiker aus Jazz und Rock zusammen, um den Titel Mother Europe einzuspielen. Inzwischen sind die Plattenproduktionen und weltweiten Gastspielreisen dieses mit sich immer wieder verändernden Besetzungen agierenden Projektes längst ein fester Bestandteil der Jazz-Kultur beziehungsweise -Szene.

In den Jahren 2017 und 2018 gaben Mandoki und seine Seelenvervandten unter dem Motto 'Wings Of Freedom - A Story Of Mother Europe' auf den Bühnen auserlesener Konzerteinrichtungen in Paris (L'Olympia), London (Hammersmith Eventim Apollo), Budapest (Budapest Park) Berlin (Konzerthaus am Gendarmenmarkt) und New York City (Beacon Theatre) Kostproben ihrer Show-Qualitäten. Vor kurzer Zeit erschien auf zwei Blu-rays eine Dokumentation über diese Events mit dem Titel "Wings Of Freedom".

Das nennt man dann ja wohl klotzen und nicht kleckern. Zu bewundern sind der vollständige, mit sechzehn! Kameras gefilmte, Auftritt im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt und der Bonuskurzfilm 'Behind The Scenes' (Disc 1) sowie Konzerteindrücke aus Paris, London, Budapest und New York, obendrein, als Bonusmaterial, Ausschnitte von 'Budapest - Eurowoodstock - Sziget Festival 1994', 'Budapest - Soulmates Anniversary Concert 2013' und 'Budapest - Legendary Friendship Open Air 2015' (Disc 2).

Die Qualität von Bild und Klang ist (wie nicht anders zu erwarten) bei sämtlichen Programmbestandteilen allererste Sahne. Das ermöglicht dem Zuschauer die komplette Wahrnehmung bis in jedes kleinste Detail. Das lohnt sich bei der hier (in wechselnden Konstellationen) versammelten Jazz-, Rock- und Popelite natürlich extrem. Schließlich ist es das pure Vergnügen, den Maestros bei ihren spiel- und gesangstechnischen Finessen, ausgefeilten Soli und spontanen Improvisationen zuzusehen beziehungsweise zuzuhören. Auf der Setlist stehen neben jeder Menge Hits der Beteiligten auch Stücke aus dem gemeinsamen Katalog der Soulmates. Mandoki kommuniziert imme wieder sehr ausgiebig mit dem Publikum. Er spricht sehr viel über Freiheit, Politik(er), zivilen Ungehorsam und Widerstand, sein eigenes Leben, Flucht, die Geschichte der Soulmates, erinnert an die inzwischen verstorbenen Mitglieder Greg Lake, Jon Lord und Jack Bruce (diese Veröffentlichung ist dem mittlerweile leider ebenfalls verschiedenen Michael Brecker gewidmet), stellt die Musiker vor und wird nicht müde diese alle Nase lang zu würdigen und zu preisen.     

Außer Showaufzeichnungen findet sich noch eine kurze Dokumentation namens 'Behind The Scenes'. Darin erzählen Mitglieder und Leute aus dem Umfeld der Soulmates wie es ihnen bei dem Projekt so geht. Leslie Mandoki wird allseits mit (verbalen) Lorbeeren bedacht. 

In dem edel aufgemachten Digipak samt Schuber findet, neben den beiden Blu-rays noch ein pralles, reich bebildertes, mit Texten von Mandoki und Grußworten etlicher Projektangehöriger, Personal- und Songlisten angefülltes Booklet seinen Platz. 

Mit "Wings Of Freedom" geben MANDOKIs SOULMATES ein beeindruckendes Statement zur aktuellen (in vieler Hinsicht eher bescheidenen) Situation der Menschheit und ihrer Umwelt ab. Gleichzeitig machen sie deutlich, dass mit Musik und den richtigen Worten zur rechten Zeit letztlich doch das eine oder andere miese Gefühl in ein positives verwandelt werden kann. Und überhaupt. Warum sollten Lieder Menschen nicht zum Umdenken bewegen können? Den unaufhörlichen Versuch ist es in jedem Fall wert.

 

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