Manfred Mann's Earth Band

Mannthology

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.07.2021
Jahr: 2021
Stil: Rock, Pop
Spiellänge: 181:58
Produzent: Steve Fernie

Links:

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Plattenfirma: Edel


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Bruce Springsteen

Them

Bob Dylan

Titel
Disc 1:
01. Blinded By The Light
02. For You
03. Ashes To The Wind
04. Third World Service
05. California
06. It's All Over Now, Baby Blue
07. I'm Up And I'm Leaving You
08. Summer In The City
09. Pleasure And Pain
10. Get Your Rocks Off
11. Going Underground
12. I (Who Have Nothing)
13. You Angel You
14. Meat
15. Man In Jam
16. Be Not Too Hard
17. Davy's On The Road Again
Disc 2:
01. Joybringer
02. Mardi Gras Day
03. Demons And Dragons
04. Geronimo's Cadillac
05. Father Of Day, Father Of Night
06. The Mighty Quinn
07. Rebel
08. Spirits In The Night
 
09. A Fool I Am
10. Questions
11. Angels At My Gate
12. Tribal Statistics
13. Living Without You
14. Nothing Ever Happens
15. Wardream
16. Demolition Man
17. Don't Kill It Carol
Disc 3:
01. Spirits In The Night
02. Ned Kelly
03. Who Are the Mystery Kids?
04. Sikelele I
05. Mrs. Henry
06. Medicine Song
07. Eyes Of Nostradamus
08. Do Anything You Wanna Do
09. Holiday's End
10. Tumbling Ball
11. Lies (Through The 80's)
12. Footprints (En Aranjuez Con Tu Amor)
13. Redemption Song
14. Runner
15. Davy's On The Road Again (Live)
16. Mighty Quinn
Musiker Instrument
Manfred Mann Keyboards, Vocals
Mick Rogers Vocals, Guitar
Chris Thompson Vocals, Guitar
Dave Flett Guitar
Coliin Pattenden Bass
John Lingwood Drums
Chris Slade Drums
Pat King Bass
Noell McCalla Vocals

“Die goldene Mitte“. Die ist hier gleich in zweifacher Hinsicht vertreten: Zum einen hatte Manfred Mann, nach seiner frühen Pop-Phase in den 1960er Jahren (mit Hits, wie Do Wah Diddy Diddy, Fox On The Run und auch Mighty Quinn) und seiner experimentellen Jazz Rock-Phase Ende jenes Jahrzehnts, mit der MANFRED MANN'S EARTH BAND die perfekte Mischung aus anspruchsvoller, progressiver Rockmusik und Pop-Melodien ins Leben gerufen und zum anderen ist hier genau jene Zeit überwiegend vertreten, die zur einträglichsten in seinem Leben wurde.

 

Aufhänger“ ist zwar der Albumuntertitel “50 Years Of Manfred Mann's Earth Band 1971-2021“, aber ein schneller Blick auf die Songs zeigt, wo der Schwerpunkt liegt: Auf den ersten anderthalb bis zwei Jahrzehnten. Was nicht zuletzt auch daran liegt, dass nach dem 1987er “Soft Vengeance“ nur noch ein Album unter dem Banner MANRED MANN'S EARTH BAND erschien. Insgesamt waren es überhaupt nur noch drei Alben, das letzte 2004, mit dem Titel “2006“. Das bringt es mit sich, dass ein Noell McCalla (immerhin EARTH BAND-Sänger von 1991 bis 2010) relativ unterrepräsentiert ist. Was diese 3-er Box (die es auch auch als Box-Set, mit 4 CDs + Buch, + Raritäten-CD + Doku- sowie einer Live-DVD, gibt) interessant macht, ist, dass man hier fast ausschließlich die 7“-, sprich Single-Versionen verwendet hat.

 

Remastered wurde natürlich alles und auch hier sind einige Aufnahmen zum ersten Mal auf CD erhältlich. Mit den zwei Bruce Springsteen-Songs Blinded By The Light und For You hat man einen perfekten Einstieg und Manns Gespür für potenzielle Hits wird damit ein weiteres Mal (nach Dylans Mighty Quinn in den 60ern) unter Beweis gestellt. Album- und Prog-Fans zucken natürlich bei der “kastrierten“ Fassung von Blinded merklich zusammen. Auch For You ist zum Teil anders arrangiert hat ein anderes Synthesizer-Solo und gar kein Gitarren-Solo sowie, als weitere Besonderheit, Manfred als Background-Sänger anstelle der weiblichen Stimme.

Die frühe EARTH BAND-Aufnahme Ashes To The Wind hat noch Rest-60's in sich, das folgende Third World Service ist in dieser Form nur als Single in Europa erschienen und erstmals auf CD erhältlich.

 

Dass es nicht immer klappte, mit den Coverversionen, zeigt Bob Dylans It's All Over Now, Baby Blue, welches die EARTH BAND 1973 als Single in den USA veröffentlichten. Hier war man zu zögerlich mit einer eigenen Version. Da hatten THEM deutlich mehr draus gemacht. Ähnlich beim LOVIN' SPOONFUL-Klassiker Summer In The City, welches für die US-Ausgabe von “Masque“ geplant war und als Vorab-Single rausgebracht wurde. Zu zerfahren agierte man in der bemüht funkigen Nummer. Erinnert mich ein bisschen an KRAFTWERK.

Tja, bei Pleasure And Pain wäre die Chance gewesen, den ursprünglichen Sänger des Liedes, nämlich Noell McCalla zu hören, aber für diese Single-Version übernahm Rückkehrer Chris Thompson. Erinnert auch deswegen leicht an On The Run von “Chance“.

 

Es gibt also reichlich Interessantes zu entdecken hier, wie das Instrumental Man In Jam, einst als B-Seite der I (Who Have Nothing)-Single veröffentlicht, oder die Mardi Gras Day-Single, Promo zum Album “Messin“ und mit Rest-Flair von Dr. Johns über-acht-minütiger Vorlage. Sehr häufig unterscheiden sich die Versionen von den hierzulande bekannten Albentracks in kleinen Details. Eine B-Seite, wie A Fool I Am, war bereits als Bonus Track auf dem remasterten “Chance“ zu finden, aber wird hier wieder Erinnerung gerufen. Ebenso wie kleine Perlen, wie Questions oder Sikelele I, bei dem Noell McCalla dann doch noch zu Ehren kommt.

 

Im beiliegenden Booklet wird man ausführlich zu jedem Track informiert und die üblichen Bilder fehlen natürlich auch nicht. Ob das jetzt die “Mannthology“ ist, darüber kann man geteilter Meinung sein, denn unverzichtbare Albumtracks fehlen naturgemäß, aber interessante Übersicht ist es allemal, mit der ein oder anderen Besonderheit. Sozusagen: Die goldene Mitte.

 

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