Manimal

The Darkest Room

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.06.2009
Jahr: 2009
Stil: Melodic Power Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Manimal
The Darkest Room, AFM Records, 2009
Samuel NymanGesang
Henrik StenroosGitarre
Pether MentzerBass
Richard MentzerSchlagzeug
Produziert von: Tobias Lindell Länge: 38 Min 48 Sek Medium: CD
01. Shadows06. Human Nature
02. The Darkest Room07. Spinegrinder
03. Living Dead08. Dreamers And Fools
04. I Am09. The Life We Lived
05. Ordinary Man

Ein altes Sprichwort lautet: Gut Ding will Weile haben. In Falle der schwedischen Metaller MANIMAL musste sich der Rest der Welt in Geduld üben. Denn “The Darkest Room“ ist bereits im Februar 2009 in ihrer Heimat veröffentlicht worden und hat sich dort in den Charts schon in die Top 40 vorgearbeitet. Und Rest-Europa? Musste halt ein bisserl warten.

MANIMAL haben sich ihre Sporen hart erarbeitet, seit ihrer Gründung 2001 waren sie regelmäßig on Tour und haben dabei die Bühne mit so unterschiedlichen Künstlern wie ENTOMBED, den POODLES oder aber CIRCUS MAXIMUS geteilt. Auch beim Sweden Rock und Metaltown durften sie auftreten, noch bevor eine CD von ihnen im Handel erschienen war.

Aber nun liegt das gute Stück ja endlich vor und es bläst einem die Haare vom Kopf. Schon die ersten Riffs pusten den Hörer tief in den Sessel, die Couch oder vor die Wand. Power, Melodie und Drive sind die drei Grundpfeiler, auf denen MANIMAL ihre Musik ausrichten - fertig ist die feine Metal-Melange.

Soundtechnisch lassen sich MANIMAL im Bereich klassischer Heavy Metal (etwa JUDAS PRIEST, PRIMAL FEAR) verorten, dabei dürften die Jungs aber auch schon mal von Power-Metal-Bands wie etwa SANCTUARY / NEVERMORE oder DISTURBED gehört haben. Diese vier Bands (schließlich waren SANCTUARY ja der Vorgänger von NEVERMORE) schießen zumindest mir beim Hören von “The Darkest Room“ durch den Kopf.

Aber dadurch, dass MANIMAL eben Elemente dieser eigentlich auch recht unterschiedlichen Bands in ihrem Sound vermischen klingen sie dabei recht eigenständig und spannend. Zudem haben sie mit Samuel Nyman einen wandelbaren und extrem starken Sänger in ihren Reihen. Dieser wandelt zielsicher auf den Spuren von Warrel Dane (NEVERMORE) und Rob Halford (JUDAS PRIEST).

Neun starke Stücke haben MANIMAL in knapp einem Jahr zusammen mit Produzent Tobias Lindell (unter anderem auch EUROPE) gezimmert, die das Fundament für eine erfolgreiche Karriere legen sollten. Der Sound des Albums ist eine druckvolle Wall Of Sound, die aber ständig die Instrumente klar hervorstechen lässt und nicht zu einem Brei wird.

Dabei halten sie das Pedal mit Ausnahme von Spinegrinder fast konstant durchgedrückt und auch dieser Song klingt teilweise sehr nach JUDAS PRIEST circa “Painkiller“. Ein Song wie das anschließende Dreamers And Fools hätte auch PRIMAL FEAR sicherlich gut zu Gesicht gestanden und wunderbar auf deren nächste CD gepasst.

Insgesamt fällt auf, dass die CD so etwas wie zwei Gesichter hat, denn die ersten Stücke (Seite 1 sozusagen) klingt vom Songwriting her deutlich moderner, während dann die Songs zum Ende hin immer traditioneller werden. MANIMAL gelingt es beides zu integrieren und dabei immer stimmig und eigenständig zu klingen.

Melodic Power Metal der oberen Güteklasse, das bieten MANIMAL auf “The Darkest Room“ und verschaffen sich damit einen wirklichen Traumstart in eine hoffentlich lange und erfolgreiche Karriere. An diesem Album gibt es wirklich nichts zu mäkeln. Naja, vielleicht doch: knapp 39 Minuten sind nicht gerade viel. Aber wofür gibt es die Repeat-Taste?

Marc Langels, 05.06.2009

 

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