Mansion

First Death Of The Lutheran


CD-Review

Reviewdatum: 26.05.2019
Jahr: 2018
Stil: Cult Doom
Spiellänge: 42:59
Produzent: Mansion

Links:

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Plattenfirma: I Hate/Soulfood


Redakteur(e):

Michael Koenig


s. weitere Künstler zum Review:

Hexvessel

Titel
01. Wretched Hope
02. Lutheran
03. The Eternal
 
04. 1933
05. First Death
Musiker Instrument
Alma Vocals, Choir on Track 04
Osmo Vocals, Choir on Track 04
Atami Drums
Veikko-Tapio Guitar
Jaakob Guitar
Immanuel Bass
Matti-Juhani Organ
Featuring:
Albert Vocals on Track 03
Antti-Mikael Percussion
Toivo Saxophone
Kimmo Violin, Trumpet
Ivan Hurdy Gurdy
Tuulia Choir on Track 04

Die finnischen Doom Metaler (genauer gesagt Cult Doomer) MANSION (2011 in Turku gegründet) präsentierten der breiten Öffentlichkeit bereits vor einiger Zeit ihr Debütalbum "First Death Of The Lutheran". Eine Kopie davon erreichte das Hooked on Music. Einer von uns vertrieb sich daraufhin einen  Teil seiner kostbaren Zeit mit dem Werk, um dessen Qualitäten auch wirklich beurteilen zu können.

Alma, Osmo, Atami, Veikko-Tapio, Jaakob, Immanuel und Matti-Juhani haben um ihren ersten Longplayer ein ziemliches Gewese gemacht. Es dauerte lange, bis er endlich doch noch herauskam. Zudem kursierten eigenartige Gerüchte und eher diffuse Informationen zu dieser Veröffentlichung. Sogar die Teilnahme von Mat McNerney (HEXVESSEL, GRAVE PLEASURES) wurde über die sozialen Medien quasi angekündigt. Dazu erfolgte dann aber weder eine Bestätigung noch ein Dementi. Also kann letzten Endes jeder glauben was er mag. Den an dem gemischten Projekt beteiligten Musikern scheint das nur recht zu sein. Kann ja durchaus einen positiven Werbeeffekt haben, eine derartig ausufernde Geheimniskrämerei. Gerade in einem nicht für den Mainstream gedachten Klangkosmos wie eben dem Doom Metal ist man sicher dankbar für jeden Interessenten.

Das in Huittinen, Finnland, zusammen  mit einigen Studiogästen aufgenommene Songmaterial schleicht und schält sich phasenweise zäh, dunkel, mysterös, kultisch, unheimlich und mit den Zügen einer schwarzen Messe aus den Kophörern. Das sollte jedoch niemanden ernsthaft verwundern, denn schließlich dreht sich einiges davon um die obskure und offenbar total verdrehte christliche Sekte namens Kartanolaisuus, die in Finnland etwa ab 1920 bis ungefähr 1950 existierte. Ihr haftet bis heute ein zweifelhafter Ruf an. Als Gegengewicht zu diesen garstigen Passagen lassen MANSION daneben ganz anderen Tönen aus New Wave, Epic Metal, Industrial, Post Rock, Psychedelic und Noise gehörigen Freiraum.   

"First Death Of The Lutheran" hat durchaus seine Stärken, denn die Mischung aus Doom mit den weiteren genannten sitlistischen Ausrichtungen klingt nicht uninteressant und kann den Hörer schon in ihren Bann ziehen. Zumindest für eine gewisse Zeit. 

 

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