Marillion

With Friends From The Orchestra

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.12.2019
Jahr: 2019
Stil: Progressive Rock
Spiellänge: 79:43
Produzent: MARILLION & Mike Hunter

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Plattenfirma: ear music

Promotion: m2 mediaconsulting


Redakteur(e):

Marc Langels

Titel
01. Estonia
02. A Collection
03. Fantastic Place
04. Beyond You
05. This Strange Engine
 
06. The Hollow Man
07. The Sky Above The Rain
08. Seasons End
09. Ocean Cloud
Musiker Instrument
Steve Hogarth Gesang
Steve Rothery Gitarre
Pete Trewavas Bass
Mark Kelly Keyboards
Ian Mosley Schlagzeug
Nicole Miller Viola
Margaret Hermant Violine
Annemie Osborne Cello
Maia Frankowski Violine
Sam Morris Französisches Horn & Flöte
Phil Todd Saxophon

Sie hatte schon auf dem letzten Live-Album der Band zusammengearbeitet: bei “All One Tonight“ unterstützte n das Streicher-Quartett IN PRAISE OF FOLLY und der Horn-Spieler Sam Morris die britischen Prog-Rocker MARILLION bei einer Überarbeitung von einigen Band-Klassikern unter die Arme gegriffen – und was lag da näher, als dieses Experiment auch einmal im Studio durch zu exerzieren? Dabei herausgekommen sind neun neu eingespielte Songs (allesamt aus der Ära mit Steve Hogarth als Sänger), die die Band nun um etwas ausgiebigere Streicher-Klänge erweitert noch einmal einspielte.

Dabei haben sich MARILLION natürlich insbesondere Stücke aus ihrem Repertoire herausgesucht, die sich für diese fast schon symphonische Herangehensweise besonders eignen. Bei Estonia sind die neuen Aspekte eher im Hintergrund und in der Anmutung hörbar. Etwas deutlicher treten sie hingegen bei Fantastic Place oder Beyond You in Erscheinung und so gewinnen diese Nummern eine ganz neue und spannende Atmosphäre. Denn so gut Mark Kelly auch dabei ist, auf seinen Synthesizern Streicher-Sounds zu generieren, so viel besser klingen dann eben doch echte Musiker mit ihren Streichinstrumenten. So wird zum Beispiel A Collection durch die Streicherklänge geradezu „umgekrempelt“ und klingt so, als wäre die Nummer nie anders gedacht gewesen. Und dennoch behält die Nummer den ursprünglichen Charakter bei – vertraut und dennoch neu.

Aus meiner Sicht sind die Highlights dieser Scheibe jedoch die beiden “Marbles“-Nummern The Hollow Man und Ocean Cloud. Das liegt natürlich zum einen daran, dass die beiden Stücke kompositorisch einfach schon grandios sind. Zudem kommen die Streicher mit ihrer raumfüllenden Wirkung insbesondere bei der Epik von Ocean Cloud ganz anders zur Entfaltung, als dies bei kürzeren Nummern wie A Collection der Fall ist. So bekommt Ocean Cloud ebenso wie das folgende und ebenfalls sehr epische The Sky Above The Rain durch die Streicher-Arrangements noch zusätzlich in ihrer Emotionalität aufgewertet werden und dadurch besonders lange nachklingen. Dies gilt aber daneben auch noch in besonderer Weise für This Strange Engine, alleine schon das Saxophon-Solo macht aus dem Song etwas Neues und packendes.

Die Herausforderung ist natürlich für den MARILLION-Fan auf die Suche nach Abweichungen bei den Performances der Musiker zu gehen. Und die eine oder andere wird man bei genauem Hinhören natürlich entdecken, am ehesten und auffälligsten wohl im Ausdruck oder der Betonung im Gesang, aber eben auch durchaus auch Mal bei den anderen Instrumenten. So zeigt “With Friends From The Orchestra“ durchaus eine andere Seite bei einigen moderneren MARILLION-Klassikern und wird den Fans der Band sicherlich einige Freude bereiten, denn die Lieder klingen sowohl neu als auch vertraut und jederzeit sehr spannend. So passend und packend hat es bisher noch keine Band verstanden, ihren ureigenen Sound mit Orchester- oder Streicherklängen zu verweben. MARILLION erweisen sich einmal mehr als wahre Meister ihrer Kunst.

 

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