Marshall Neely And The Deputies Of Destruction

Marshall Neely And The Deputies Of Destruction

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2008

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Marshall Neely And The Deputies Of Destruction Homepage



Redakteur(e):

Jürgen Ruland


Marshall Neely And The Deputies Of Destruction, Outlawmusic, 2008
"THE MARSHALL" Kyle NeelyGuitar, Vocals
"DEPUTY" Aaron TuckerBass
"DEPUTY" Danny DavidDrums
Produziert von: Andy Patalan Länge: 25 Min 27 Sek Medium: CD
01. Terror In Texas06. Two Minute Song
02. She's A Cougar07. Japan
03. Reel Good Time08. I Think She's A Vampire
04. Put It In Drive09. No One Gets Out Alive
05. Pull Over Jesus10. No Place To Go

In der Kürze liegt die Würze. Ein Wenig ist manchmal ein Mehr. Lebensweisheiten wie diese treffen gewiss des öfteren zu. Auch in der Rockmusik. Als passendes Beispiel mögen dafür MARSHALL NEELY AND THE DEPUTIES OF DESTRUCTION herhalten.

Marshall wer? Neely? Jau, der Mann ist ein neuer Sheriff in Rock'n'Roll City und ballert Dir mit seinen beiden Deputies Aaron Tucker (Bass) und Danny David (Drums) ein gewaltiges Pfund um die Lauscher. Kyle Neely, bewaffnet mit einer scharf geladenen Sechssaitigen und gesegnet mit einem Furcht einflößendem Sangesorgan, räumt gewaltig auf und verweist alle Country-Landeier schneller als der Blitz aus der Stadt.
In nicht einmal 26 (in Worten: sechsundzwanzig) Minuten macht das Trio kurze Fuffzig und feuert zehn hochkalibrige Geschosse ab.

MARSHALL NEELYs Album wird beschrieben als ein US-Power-Trio in bester Tradition von Bands wie AC/DC, KISS, ZZ TOP, DANKO JONES und WHITE COWBELL OKLAHOMA, gepaart mit einer Prise schrägen Humors. Nun gut, Plattenfirmen suchen gerne Schubladen und Vergleiche, aber hier liegt die Verantwortliche schon ganz ordentlich im Ziel. Darüber hinaus bezieht der Marshall seine Munition jedoch noch aus weiteren Quellen.
In Rekordzeit werden zehn Tracks mit einer an die RAMONES erinnernden Intensität durch die Boxen geprügelt, so dass der nächste Schritt nach dem Ende der CD erneut jener zur Play-Taste wird.

Ihren Einstand geben die wüsten Jungs mit Terror In Texas, welches nach wenigen akustischen Momenten in einen leicht hölzern wirkenden Rumpelsong mündet, garniert mit einem lieblichen Banjo zur Solozeit. Dem folgen BUDGIE mit Power Supply und Bon Scott als Gast am Mikro. Lasst Euch nicht verarschen, es klingt nur so. Der Marshall isset mit seinen Jungs...
Im Anschluß daran kommen die TOY DOLLS (Real Good Time) alias wer? Genau, den drei Rock-Rabauken aus US of A. Bäng, Bäng, jetzt erschüttern schwer groovende Alternative Sounds (Put In Drive) das Office der Gesetzeshüter. Das fetzt, das geht gnadenlos ab.
Pause? Gibbet nich... Pull Over Jesus treibt Dich wie eine wilde Büffelherde vor sich her. Pumpende, rasende Bässe, welche in ein Riffing á la METAL CHURCH münden. Bang That Head That Doesn't Bang!

Party pur! Die Post geht ab. Die Beine in die Hand genommen, die nächste Schöne zum Tanz aufgefordert, und ab auffe Tanzfläche. Zum fröhlichen Moshen! Der Two Minute Song ist wirklich nur so lang, weil danach biste kaputt.
Wenn Du ein Weichei bist. Japan lässt Godzilla in seinem Versteck erzittern. Verrückter Power-Pop-Punk ist definitiv nix für altersschwache Echsen aus grauer Vorzeit.
I Think She's A Vampire. Denkste, der Marshall und seine Gehilfen geben definitiv auffe Fresse. Nix Blutsaugen, dafür musste still halten. Wie aber bitte soll das mit dem Pogo der Ordnungshüter vereinbart werden? Gehte nich, isse zu heftig. Schrammel, schrammel... die Party geht weiter in die nächste Runde.
Die hört auf den Namen No One Gets Out Alive und erinnert an die halbwegs melodischen Momente besoffener Oi-Combos. Wenn nur das verdächtig ausgefeilte Gebrate beim kurzen Solieren nicht wäre... das können nur MARSHALL NEELY sein.

Heavy Rock? No way. No Place To Go mündet in Rockabilly Rhythmen. Die Snare wird gnadenlos bearbeitet und ein schönes country-lastiges Solo von einem schweren Bass immer wieder in den Arsch getreten. Cool as shit!
Watt? Schon vorbei? Auf zur nächsten Runde!!!!

Jürgen Ruland, 21.10.08

 

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