Martin Philadelphy

Arkitsa


CD-Review

Reviewdatum: 25.05.2019
Jahr: 2019
Stil: Experimental Pop
Spiellänge: 53:51
Produzent: Martin Philadelphy, Jamie Saft & Thomas Scheerhammer

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Plattenfirma: Three Saints Records


Redakteur(e):

Ralf Stierlen


s. weitere Künstler zum Review:

Frank Zappa

Titel
01. Alleine
02. Arkitsa
03. Der Haifisch
04. Der Mensch
05. Einklang
 
06. Alanig
07. Der Grottenmolch
08. Erkenntnis
09. Dämmerung
Musiker Instrument
Martin Philadelphy Vocals & Guitar
Jamie Saft Piano, Organ, Wurlitzer, Guitar & Slide Guitar
Dan Rieser Drums
Cyro Baptista Percussion

MARTIN PHILADELPHY lebt in Wien, ist gebürtiger Tiroler und nennt FRANK ZAPPA als maßgebliche Inspiration. Entsprechend bezeichnet er die Musik auf seinem neuesten Album „Arkitsa“ Experimental Pop. Zunächst aber erklingen auf Alleine entspannte Töne, die gar nicht so experimentell wirken, aber viel zu gediegen sind für irgendeinen Dudelfunk.

Das Titelstück ist der gleichnamigen griechischen Hafenstadt gewidmet und wird als einziges nicht Deutsch, sondern griechisch und englisch gesungen – ein Beweis für die Weltgewandtheit und Vielseitigkeit von Phildelphy. Die Musik ist hier etwas jazzrockiger, ansonsten geht es mal relaxt mit bluesigen Elementen und Spuren von Americana zu. Die von Thomas Scherhammer verfassten Texte sind hörenswert und mehr als nur Beigabe zur Musik, mal nachdenklich (Der Mensch, Alanig) und auch mal augenzwinkernd (Der Haifisch, Der Grottenmolch).

Musikalisch wird es dann auch etwas sperriger und unkonventioneller (Einklang, Der Grottenmolch), eben dann doch experimentell. Die enorme Bandbreite, die versierten Mitstreiter und die erstklassige Produktion machen „Arkitsa“ jedenfalls zu einem außergewöhnlichen, anregenden Hörerlebnis. Die Zielgruppe für diese Scheibe würde ich allerdings nicht bei Popfreunden ansetzen, sondern auf Grund des Gewichts der Texte eher bei Singer-/Songwriter Fans mit offenen Ohren und einem Faible für etwas neben der Spur liegenden Klängen.

 

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