Me And Cassity

Between Wake And Sleep

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.02.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Me And Cassity
Between Wake And Sleep, Tapete Records, 2004
Dirk Darmstaedter Vocals, Acoustic & Electric Guitars, Keyboards
Lars Plogschties Drums
Tess Wiley Vocals
Dave Storey Additional Acoustic Guitar, Vocals
Kai Dorenkamp Piano, Organ
Hagen Kuhr Cello
Jan-Peter Kloepfel Trumpet, Flugelhorn
Produziert von: Dirk Darmstaedter Länge: 56 Min 22 Sek Medium: CD
1. Let The Music Be (2:55)8. Madeleine (4:46)
2. Misunderstood (4:10)9. Someone To Take Me Home (3:47)
3. Smoke (5:04)10. My Hit (4:22)
4. Small World (5:11)11. Sunflower (3:37)
5. Walking With Your Shoes Tied Together (4:46)12. Feeding The Flame (4:35)
6. Between Wake And Sleep (3:48)13. Two Worlds Collide (4:40)
7. Fade Out Songs (4:21)

Genug zu tun hat der Herr Darmstaedter aus Hamburg dieser Tage. Sein letztes Outing, gemeinsam mit Bernd Begemann, liegt gerade mal ein halbes Jahr hinter uns, da beglückt uns der umtriebige Dirk mit seinem neuesten Longplayer.
Zudem ist er noch Chef seiner eigenen Plattenfirma Tapete Records. Doch lest dazu mein Interview, in welchem er ganz deutlich Stellung zu Firmenfragen bezieht.

Eines steht nach dem ersten Hören von "Between wake and sleep" bereits fest: Darmstaedters Musik ist variabel, bewegt sich also bei jeder Veröffentlichung in andere musikalische Bereiche und ein Verharren auf eingefahrenen Streckenabschnitten kann und will Dirk nicht zulassen. Und allein deshalb ziehe ich den Hut vor ihm.
Der Grundtenor seiner letzten Platten fokussiert sich aber durchaus auf einen gemeinsamen Nenner, Pop-Musik. Facettenreich, emotional und immer unterhaltsam, im besten Sinne des Wortes. Ging es auf der Begemann-Darmstaedter Kollaboration noch um die feinsinnige Verwaltung von Country bzw. Folkeinflüssen, auf dem letzten ME AND CASSITY-Album "Hope with a pain chaser" um kontemplative, meist im akustischen Setting zelebrierte Singer-Songwriter-Fantasien, überrascht uns Darmstaedter diesmal mit einem wuchtigeren Bandansatz. Mehr E-Gitarren sollten es sein... ein, zwei Schritte in Richtung Rock durchaus erwünscht. Wobei die besinnlichen Momente, die ihm absolut gut zu Gesichte stehen, nie zu kurz kommen.

Das Album glänzt mit einer ausgewogenen Mischung aus Uptempo, Midtempo und balladesken Songs. Ja wirklich, Songs! Songs, im Sinne in sich geschlossener musikalischer Geschichten, die mit cleveren und spannenden Arrangements aufzuwarten wissen und sich nicht zu schade sind, auch mal in leichtere Gefilde zu driften, wo es einfach nur darum geht, den Schwermut, die Ärgernisse des täglichen Lebens hinter sich zu lassen und sich dem zu widmen, was uns alle beschäftigt: Hingabe, Liebe, Geborgenheit, Zuversicht. Someone to take me home und Sunflower sind allerbeste Beispiele für solch einen gelungenen Popsong. Einfach mitsingen und sich wohlfühlen. Darmstaedter platziert auf seinem neuen Album genügend Songs, die es verdient hätten, in jedem Radiosender der Welt rauf und runter gedudelt zu werden, ohne sich gelangweilt abzuwenden.
(der neue Duden sagt zu diesem Worthaufen: Entspr. dem Stammprinzip [der Platz] wird platzieren mit tz geschrieben - grausam, findet die Schlussred.)

Wie gesagt, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Druckvoll arrangierte Rocknummern wie Smoke, mit Mega-Refrain und einnehmendem Chorgesang, die zurückgenommene Singer-Songwriter-Petitesse mit zartbitterer Cello-Begleitung Small world, die 80-er Jahre beeinflusste JEREMY DAYS-Zeitreise Between wake and sleep, die zum Tanze animierende, federleichte Meisterleistung Misunderstood mit Tess Wiley (SIX PENCE NONE THE RICHER) als Background-Chanteuse, bis hin zum wütenden, treibenden, leicht psychedelisch verklärten Fade out songs.

Die absolute Glanzleistung eines versierten Könners. Unterhaltsam und bewegend. ME AND CASSITY besitzen einen unverwechselbaren Ton und nur so schafft man nachhaltig beeindruckende Musik.

Frank Ipach, 25.02.2004

 

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