Meat Loaf

Live With The Melbourne Symphony Orchestra

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 11.11.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Jörg Litges (* 1965, ✝ 2015)


Meat Loaf
Live With The Melbourne Symphony Orchestra, Warner Music, 2004
Länge: ca. 158 Min Medium: Do-DVD
1. Life Is A Lemon8. Two Out Of Three Ain't Bad
2. Mercury Blues9. Out Of The Frying Pan
3. Dead Ringer For Love10. I'd Do Anything For Love
4. Testify11. For Crying Out Loud
5. All Reved Up With No Place To Go12. Paradise By The Dashboard Light
6. You Took The Words Right Out Of My Mouth13. I'd Do Anything For Love
7. I Couldn't Have Said It Better14. Bat Out Of Hell

Das Melbourne Symphony Orchester scheint sich bei alternden Rock'n'Rollern wachsender Beliebtheit zu erfreuen, nachdem KISS sie nötigte ihr Repertoire einzustudieren, drangsalierte sie nun ein gewissen Marvin Lee Aday, besser bekannt als MEAT LOAF, seine Songs zu erlernen. Eine Gewissheit hatten sie jedoch, Makeup brauchten sie diesmal nicht zu tragen.
Aber, mal ehrlich, welche Songs eignen sich auch besser, um mit einem Symphony Orchester gespielt zu werden, als die epischen Meisterwerke eines Jim Steinman? Laut eigenen Angaben hat Meat Loaf 25 Jahre darauf gewartet.

Offeriert wird eine Doppel DVD, wobei die Extras der zweiten DVD eigentlich nicht nennenswert sind, um nicht zu sagen überflüssig (eine wenig lustige Featurette, das Pre-Show Ritual, einige Fragen an Meat Loaf und eine Bildergalerie). Auf Grund der üppigen Tonaustattung, es gibt Stereo, DD5.1 und DTS, sowie einen Kommentar von Meat himself, passten sie wohl nicht mehr mit auf die eigentliche DVD, ohne die Bitrate des Bildes drastisch nach unten zu beinflussen. Hut ab vor der Endscheidung, lieber eine zweite DVD beizulegen, zumal sich darauf wirklich nichts wichtiges befindet, zumindest für mich.
Das Bild, ist hervorragend, scharf und detailgetreu und in anamorphem 16:9 codiert, und gibt die imposante Kulisse des Konzerts lebensecht wieder. Auch der Ton ist allererste Sahne, 5.1 und DTS tun sich nicht viel, letzterer hat eventuell etwas mehr Dynamik zu bieten, wirkt etwas freier. Einzig und allein der Stereoton wirkt im Vergleich dazu flach und langweilig.
Der durchgehende Kommentar vom Meister ist recht interessant und witzig, allerdings sollte man der englischen Sprache gut mächtig sein, um auch versteckte Zweideutigkeiten zu verstehen.
Wo wir schon beim Ton sind... Meat Loaf singt wie anno dazumal, sicherlich flattert seine Stimme von Zeit zu Zeit, allerdings bringt er sogar Bat Out Of Hell fast fehlerfrei. Ein Schelm wer Böses dabei denkt, aber mir ist generell ein gutes Livealbum mit Overdubs lieber als ein schlechtes Livelalbum mit einem Sänger der die Noten nicht trifft. JUDAS PRIEST haben es ja schließlich vorgemacht wie es geht. Dazu kommt, dass bei schwierigen Passagen Patti & CC den guten Meat recht nett übertönen.
Eins steht fest: Auf dieser Liveaufnahme gibt es den stimmlich besten Meat Loaf seit Jahren (Jahrzehnten?).

Die Setlist ist fast identisch mit der im letzten Jahr hier live dargebotenen, For Crying Out Loud ist ganz neu im Set, dieser Song wurde seit 25 Jahren nicht mehr live gespielt, sicherlich aufgrund der damaligen stimmlichen Verfassung Meat Loafs. Die Fassungen fast aller Songs auf der DVD sind übrigens länger als die auf der ebenfalls erschienen CD.
Alles in allem ein geniales Konzert, und während der knapp 2,5 Stunden dauernden Show verrät Meat Loaf, dass man an "Bat 3" arbeitet, und auch plant dieses Album "on the road" zu bringen. Somit war wohl nix mit Farewell Tour im letzten Jahr. Naja was solls, STATUS QUO habe ich schließlich auch auf ihrer ersten Farewell Tour vor 20 Jahren gesehen. KISS und Cher touren schon seit Jahren "Farewell". Scheint ein Trend zu sein. Wenn's musikalisch allerdings so knallt wie bei Meat Loaf und dem NEVERLAND EXPRESS, denke ich, lohnt sich ein Besuch der nächsten Tour sicher. Vorher aber noch die DVD angucken, die lohnt sich nämlich auch.

Jörg Litges, 11.11.2004

 

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