Melanie Dekker

Lekker Dekker - Live 2010

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.12.2010
Jahr: 2010
Stil: Pop, Singer/Songwriter

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Redakteur(e):

Lüder Kriete


Melanie Dekker
Lekker Dekker - Live 2010, Elephant Ears Entertainment, 2010
Melanie DekkerThe Voice, Acoustic Guitar
Elyse JacobsonViolin, Vocals
Mike BellKeyboards, Vocals Percussion
Produziert von: Melanie Dekker Länge: 53 Min 25 Sek Medium: CD
01. Lullaby09. Soul Back
02. Shakespeare Says10. Blush
03. Maybe We're The Angels11. Wounded Soldier
04. Saturday Night Show12. Wishful Thinking
05. Little Miracle13. I Said I
06. Hype14. Here & Now
07. Hollow15. Flowers
08. Oh Yeah!

Melanie Dekker ist in den vergangen Jahren regelmäßig in Europa unterwegs gewesen und hat sich in zahllosen Konzerten in oft kleinen Klubs mit verschiedenen erstklassigen Musikern eine sehr starke Fan-Gemeinde aufgebaut. Da war ein Live-Album hier "aus der Region" einfach an der Reihe. Haben die guten Musiker an ihrer Seite auch gewechselt, so hat sich doch mehr als eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit den beiden Elyse Jacobson und Mike Bell heraus kristallisiert. Fürwahr eine eher ungewöhnliche Instrumentierung für ein Trio, aber für die Musik einfach genial!

Die Aufnahmen für die CD "Lekker Dekker" stammen aus Wien, Ahaus in NRW und Ebeltoft in Dänemark. Das Papp-Cover ist eher schlicht, auf ein Booklet wurde verzichtet. So kann man sich voll und ganz dem Lauschen der 15 Titel widmen und für gut 53 Minuten einfach abträumen.

"I rock you with a lullaby" heißt es im Opener Lullaby und das trifft aber sowas von genau auf diese Musik zu, wie selten. Melanie Dekker spielt sich mit einer atemberaubender Sicherheit vorbei an Kitsch und Flop-Pop, biegt ab in eine ausgezeichnete Avenue mit phänomenalen Ausblick auf akustischen Rock, um die knallharte Variante links liegen zu lassen und kommt doch wieder auf die breite Allee wunderschöner Pop-Musik. Und darin liegt auch eines der Geheimnisse ihrer Musik: Melanie spielt akustische Gitarre und singt dazu mit einer Stimme wie Schokolade, wie ein Kritiker bemerkte.

Dazu spielt Elyse Jacobsen Violine. Diese Kombination erschafft einerseits eine enorme Spannung, andererseits einen Klangaspekt, den man heute leider viel zu selten hört. Und um allen Fragen vorzubeugen, nein, eine Country-Fiddle ist es keinesfalls! Ihr Spiel muss man schon mit den großen Virtuosen auf diesem Instrument vergleichen, Jerry Goodmann oder Jean-Luc Ponty, selbst wenn diese Herren, zugegebener maßen, eine andere Musik gespielt haben. Mike Bell an Keys, Gesang und Perkussion ergänzt diese beiden Ladys vortrefflich; wo es Fülle braucht treibt er die Orgel, wo es diffizieleren Support braucht wird der Klang transparenter, Piano gleich wie in Blush.

Bemerkenswert ist ebenfalls, dass dieses Album aus zwei Teilen zu bestehen scheint. Während bei den Titel 1-6 auf den typischen Live-Eindruck mit frenetisch applaudierenden Publikum verzichtet wurde, bieten die Stücke 7-15 diesen Eindruck schon eher. Aber insgesamt ist es kein typisches Hör-Erlebins einer Live-CD.

Wer diese Kanadierin bisher noch gar nicht kannte, sollte den Versuch wagen, denn wie sagt sie doch so treffend in Lullaby: "so your fears disappear into the night." Melanie Dekker wird vom 29. März bis 8. Mai 2011 wieder durch Österreich, Holland und Deutschland touren. Vielleicht treffen wir uns ja.

Lüder Kriete, 08.12.2010

 

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