Melanie Doane

Adam's Rib

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 1998

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Redakteur(e):

Joachim Domrath


Melanie Doane
Adam's Rib, Columbia, 1998
Melanie Doane Lead Vocals, Violin, Mandolin
Rick Neigher Guitars, Bass, Vocals
John Shanks Guitars
Tim Pierce Guitars
David Raven Drums
Jim Hanson Bass
Kevin Savigar Keyboards
Produzent: Rick Neigher Länge: 46 Min 21 Sek Medium: CD
1. Adam's Rib (3:37)7. Waiting For The Tide (4:06)
2. Happy Homemaker (3:50)8. How To Cried (4:25)
3. There Is No Beautiful (3:36)9. The Space Between Us (5:03)
4. Absolutely Happy (3:27)10. Mels Rock Pile (3:25)
5. Goiath (3:52)11. Good Gifts (3:04)
6. I Can't Take My Eyes Off You (3:55)12. Sweet Sorrow (4:04)

Kanada ist seit Jahren ein wichtiger Schauplatz für gute und interessante Musiker (Bryan Adams, Honeymoon Suite, Glass Tiger, Julian Austin.....).
Jetzt wird die illustre Riege durch die charmante Melanie Doane bereichert. Adams’s Rib ist ihre dritte Arbeit nach Harvest Train (93) und Shakespearan Fish (96).

Melanie singt und spielt die Violine. Oh, werden eingeschworene Rockfans sagen, so ein Gefiddel kann ich nicht ab. Irrtum Freunde! Von Gefiddel kann hier nicht im Entferntesten die Rede sein. Was Melanie auf den vier Saiten vollbringt, hat mit dem sonst üblichen Violinen-Klängen nicht viel gemein.
Sie spielt ihre Geige vollkommen ungewohnt. Das ertönt alles so warm und harmonisch. Obwohl ihr Instrument die erste Geige spielt, klingt’s überhaupt nicht aufdringlich. Erstaunlich, welche abwechslungsreichen Töne sie ihrer Stradivari (schön wär’s-sicher auch für Melanie) entlockt.

Das Album nimmt mich gleich mit den ersten Takten des Openers ADAM’S RIB gefangen. Ein traumhafter Song. Knackig, rockig und ein Hochgenuß, was die Melodie angeht. Melanie’s Stimme klingt zunächts zart, kann aber wenn nötig, dezent fauchen. Eine sehr schöne Mischung aus Sheryl Crow und Suzanne Vega.
Das Album ist prallgefüllt mit rockigen und romantischen Songperlen. ADAMS’S RIB, HAPPY HOMEMAKER, GOLIATH, WAITING FOR THE TIDE und SWEET SORROW sind besonders hervorzuheben.

Drummer David Raven spielt sein knackiges Schlagzeug auf den Punkt, die Gitarren werden von John Shanks, Tim Pierce und Rick Neigher sehr sauber und abwechslungsreich gezupft.
Das I-Tüpfelchen ist letztlich Melanies variantenreiches und harmonisches Violinenspiel. Sie setzt ihr Instrument auf jedem Song anders ein.

Einer der schönsten Songs, MEL’S ROCK PILE, vereint die romantischen Klänge der irischen Volksmusik mit dynamischer Rockmusik. Ich kriege bei jedem Hören eine Gänsehaut, so schön klingt das.

Auf diese Einflüsse angesprochen sagte mir Melanie, dass sie an der Ostküste von Kanada aufgewachsen sei. Dort spielt traditionell die schottische und irische Volksmusik eine wichtige Rolle. Insofern also kein Wunder, das sie diese Einflüsse in ihre Musik einarbeitet.
Melanie hat keine großen Violin-Spieler als Vorbild. Das war ihr immer sehr wichtig, um ihren eigenen musikalischen Stil zu finden. Und da hat sie Recht. Der Klang ihrer Violinen ist einzigartig im heutigen Rockgeschäft. Sie ist keine x-te gute Kopie irgendeiner fiddelnden Legende.

Die Zusammenarbeit mit ihrer Record-Company auf ADAM’S RIB scheint auch nicht unproblematisch zu sein. Zwar spricht sie nicht direkt von Schwierigkeiten. Aber die Veröffentlichung ihres neuen Album’s wird in einigen Monaten bei einem anderen Label stattfinden. Ihr neues Live-Album „MELVIN-LIVE“ ist nur auf ihrer Website zu beziehen. Wer zwischen den Zeilen liest, kann sich seinen Teil denken.
Abschließend verweist Melanie noch auf das o.a. Livealbum. Dort setzt sie ihre Violine ungleich rockiger ins musikalische Rampenlicht. Sie trennt bewusst von Studio- und Livearbeit. Live lebt sie sich musikalisch so richtig aus. Das schlägt sich auch im Klang der Violinen nieder.

ADAM’s RIB ist ein Füllhorn an sehr schönen melodischen Rocksongs und einfühlsamen Balladen. Das alles wird garniert mit Melanies superben Violinenkünsten, die so ganz anders klingen als die üblichen Geigen im Rock- und Pop-Business. Wen wundert’s da, das Melanie eine gefragte Studio-Musikerin ist. Durch eine CD von Julian Austin, wo sie die Geige spielt, bin ich auf sie aufmerksam geworden.

Klang und Produktion sind ausgezeichnet. Die Instrumente kommen glaskar und sind frei von überzeichnender Härte, genau wie Melanies schöne Stimme.

Joachim Domrath, (Artikelliste) 09.06.2001

 

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