Metal Church

XI

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.03.2016
Jahr: 2016
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Kay Markschies


Metal Church
XI, Nuclear Blast Records, 2016
Mike HoweVocals
Kurdt VanderhoofGuitars
Rick Van ZandtGuitars
Jeff PlateDrums
Steve UngerBass
Produziert von: n.b. Länge: 58 Min 24 Sek Medium: CD
01. Reset07. Shadow
02. Killing Your Time08. Blow Your Mind
03. No Tomorrow09. Soul Eating Machine
04. Signal Path10. It Waits
05. Sky Falls In11. Suffer Fools
06. Needle & Suture

27.01.1987 – ein Konzert, an das ich mich wohl ein Leben lang erinnern werde.

An diesem Abend spielte in der relativ kleinen Markthalle METALLICA, die gerade erst den Tod von Cliff Burton zu verkraften hatten. Dabei war METALLICA für mich nicht die eigentliche Sensation an dem Abend – ich hatte die Bay Area Thrasher schon Ende 1984 angucken dürfen – sondern METAL CHURCH.
Die Band aus Seattle, die gerade erst ihre zweite Scheibe „The Dark“ auf den Markt gebracht hatte, galt nicht nur bei den Metal-Insidern als die nächste große Band, die in die Riege der Big Four vorstoßen könnte.
Doch leider kommt es eben manchmal anders als man denkt. Während die einen ihren musikalischen Stil verändern und auch mit einer großen Plattenfirma im Rücken die Grungephase einigermaßen schadlos überstehen und heute als eine der größten Bands gelten, zerschellen die anderen an internen Querelen und eben an dieser weltweiten neuen Musikausrichtung.
Insofern sind für METAL CHURCH die Jahre 1994 bis 1998 verlorene Jahre gewesen.

Doch wir wollen nicht zu sehr in der Vergangenheit rumkramen. Positiv zu vermerken ist, dass METAL CHURCH auch nach zwei Splits und anschließenden Reunions immer noch im Musicbusiness aktiv sind und aktuell ein Zuhause bei Nuclear Blast gefunden haben.
Dort erscheint dieser Tage das elfte Studioalbum „XI“. Und, um doch noch einmal die Vergangenheit zu bemühen, dort finden sich durchaus alte Bekannte wieder. Den Sängerpart hat diesmal nämlich wieder Mike Howe übernommen, der schon auf „Blessing In Disguise“, „The Human Factor“ und „Hanging In The Balance“ das Mikrophon schwang.
Eine kleine Mini-Reunion also. Das, was der Hörer auf dem neuen Album geboten bekommt, ist jedenfalls nicht von schlechten Eltern. METAL CHURCH zeigen auf „XI“, dass sie nicht zu Unrecht dafür bekannt waren, auf einer stilistischen Rasierklinge zwischen den Genres Heavy Metal und Thrash Metal zu reiten.

Auf „XI“ schlägt das Barometer leicht Richtung Heavy Metal aus. Zwar finden sich durchaus auch schnellere Tracks wie z.B. Reset auf dem Album wieder, allerdings sind METAL CHURCH diesmal weitestgehend traditionell im Midtempo-Bereich unterwegs. Vanderhoof und Konsorten gehen dabei durchaus vielfältig zu Werke. Gleich auf mehreren Tracks unternimmt man Ausflüge in akustische Klänge, bedient mal die Double Bassdrum und shufflet sich gediegen durch den Song.
Positiv fällt aus diesem Gesamtbild der siebenminütige Track Sky Falls In, der anfangs entspannt sehr melodiös vor sich hin groovet, bevor dann in einem sehr atmosphärischen mehrstimmigen Refrain mündet.

METAL CHURCH können es also noch. Mir gefällt „XI“ sehr gut. Das Album wird insbesondere den Fans gefallen, die schon immer Anhänger des traditionellen Heavy Metals waren.
Nicht nur ein gelungenes Comeback für Mike Howe, sondern für die gesamte Band.

Kay Markschies, 24.03.2016

 

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