MSG

Gary Barden
Michael Schenker

Schenker Barden Acoustic Project - Gipsy Lady

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.05.2009
Jahr: 2009
Stil: Akustik Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


MSG
Schenker Barden Acoustic Project - Gipsy Lady, in-akustik, 2009
Michael SchenkerAcoustic Guitars, All Lead Guitars
Gary BardenLead Vocals
Michael VossAcoustic Guitars, Bass, Keys, Orchestra Arrangements
Kai LuennemannPercussion
PearlAdditional Backing Vocals on Dance Lady Gipsy
Andrea BeuskerAdditional Backing Vocals on Hungry
Produziert von: Michael Schenker & Michael Voss Länge: 47 Min 04 Sek Medium: CD
01. Lost07. Can't Live On Love Alone
02. Dance Lady Gipsy08. Another Melody
03. All Of My Life09. Travelled So Far
04. Fight For Freedom10. Hungry
05. El Grande11. Night Of The Stare
06. Starting Over12. The Journey

Akustik-Alben von Michael Schenker, wer braucht die wirklich? Genauso wie mittelältliches Akustikgeschrammel von Ritchie Blackmore - wer braucht das??
Männer, die mit die genialsten Rock-Riffs aller Zeiten geschmiedet und in Bühnenbretter eingehämmert haben! Und dann soll man sich die beim Darmsaitenzupfen anhören? Im letzten Jahr hat sich Michael Schenker ja mit MSG-Ur-Röhre wieder zusammengetan, allein die (vielleicht zu hohen?) Erwartungen meinerseits wurden nicht erfüllt. Jetzt kommen uns die Beiden als Akustikduo daher. Die Sympathien, dich ich für diese Ausnahmemusiker hege, sind immer noch da und deswegen wird auch hier ein offenes Ohr hingehalten.
Wie der Kollege Schneider schon bei einer der "Thank You" Instrumental-Scheiben festgestellt hat, weiß Herr Schenker durchaus auch an der Akustischen zu überzeugen und mit Lost gelingt gar kein so schlechter Einstieg. Barden hat von seiner einstmaligen Magie nur noch wenig zu bieten, schlägt sich aber trotzdem achtbar. Es klingt zwar wie ein Zwitter aus SCORPIONS - Still Loving You geistert durch meine Hirnwindungen - und WHITESNAKE - starke Ähnlichkeiten zum Coverdale/Vandenberg "Starkers In Tokyo" Projekt - aber das muss ja nicht so schlecht sein. Wer allerdings den blödsinnig abrupten Schluss verbockt hat, gehört nachträglich zum Putzen des Studiobodens verdonnert!
Dance Lady Gispy hat leicht südländisches Flair und plätschert ganz munter dahin - vielleicht nicht ungeeignet als Soundtrack für eine Autofahrt durch Spanien, auch wenn das Pseudo-Flamenco-Geklatsche etwas billig klingt. Schöne Gitarrenarbeit von Schenker, übermäßig spannend wird der Song allerdings nicht.
Ähnlich geht es mir mit All Of My Life. Auch hier spanisch inspiriertes Gitarrengezupfe, welches stellenweise ganz ansprechend ist, aber insgesamt ist der Song zu überfrachtet von Keyboards und zu glatt. Die gealterte Stimme von Barden hat allerdings ihre Reize. Vergisst man mal die Ausnahmestimme von vor bald 20 Jahren.

Etwas flotter, und bei einem Titel wie Fight For Freedom eigentlich zu beschwingt, kommt der nächste Song. Birgt ein paar keltisch anmutende Melodien, die ausnahmslos aus dem Keyboard kommen. Ja, ist ganz nett.
El Grande heißt die erste Instrumentalnummer und beweist, dass Schenker immer noch ein Händchen für Kompositionen hat und manche Band davon profitieren könnte. Stünde Starting Over Ex-Band UFO gut zu Gesicht? Entsprechend "elektrifiziert" könnte ich mich hier auch Ronnie James Dio vorstellen. Mit etwas zu viel "Brimborium" versehen, ist mir Can't Live On Love Alone, aber an und für sich erinnert mich das wieder an besagte "Starkers In Tokyo" Scheibe und das bedeutet eigentlich etwas Positives.
Bei Travelled So Far kommen tatsächlich ein paar Erinnerungen an die grandiosen MSG-Alben der 80er Jahre auf. Liegt es nur an der Melodieführung oder weil Bardens Gesang darauf verweist? Am Keyboardgeflöte kann's nicht liegen...
So viel ändert sich nicht mehr. Wie und warum auch. Ganz witzig, der Tango-Ausflug in Night Of The Stare und wenn am Schluss die Pfeifer zum letzten Gefecht zwitschern, schlendert man nochmals ohne Gesang munter drauflos.
Man kann sich das Album also schon bedenkenlos anhören und findet sicher auch an einigem Gefallen. Wer mehr auf geschwungene Äxte von Halb-Verrückten steht, der nimmt Akustikgitarren eh nur zum Feueranmachen.

Epi Schmidt, 20.05.2009

 

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