Michael Schenker

Spirit On A Mission

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.05.2015
Jahr: 2015
Stil: Hard′n′Heavy

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Michael Schenker
Spirit On A Mission, in-akustik, 2015
Michael SchenkerLead & Rhythm Guitar
Doogie WhiteVocals
Wayne Findlay7-String Guitar, Keyboards
Francis BuchholzBass
Herman RarebellDrums
Produziert von: Michael Schenker & Michael Voss Länge: 51 Min 03 Sek Medium: CD
01. Live And Let Live07. All Our Yesterdays
02. Communion08. Bulletproof
03. Vigilante Man09. Let The Devil Scream
04. Rock City10. Good Times
05. Saviour Machine11. Restless Heart
06. Something Of The Night12. Wicked

Weiß der Teufel, welcher “Geist“ gerade um den Kopf meines Lieblings-Kopfsocken-Trägers weht und auf welcher Mission sich Michael Schenker gerade wähnt, aber seit er sich seinen eigenen “Temple Of Rock“ geschaffen hat, sind darin ja schon einige verdiente Recken des Hard und Heavy-Zirkusses eingezogen. Wie die einstigen SCORPIONS-Kollegen Rarebell und Buchholz, sowie den Ex-RAINBOW-Sänger Doggie White. Das hatten wir ja bereits auf dem Vorgänger-Album, aber so oft kam es seit MSG-Zeiten auch nicht vor, dass die Besetzung um Schenker herum stabil blieb.
An Erfahrung mangelt es dem Quintett jedenfalls nicht und am Können Schenker an der 6-Saitigen V-Gitarre bestand ja eh kein Zweifel.

“Leben und leben lassen“, sagte schon ein stadtbekannter Geheimagent und auch Michael und Mannen scheinen dem Motto wohlgesinnt. Keine Angst, die CD hoppelt nicht zu Beginn, sondern das sind so moderne Stilmittel. Den typische Schenker-Sound kriegt man da noch nicht, das sind eher schwerstmetallige Riffs, die eher an Bands wie IRON MAIDEN erinnern. Dazu passt auch Doggies Gesang in authentischem Metal-Stil. Beim Solo packt Schenker dann schon ein paar Tricks aus und lässt einen Großteil der Konkurrenz staunend zurück. Noch nicht der große Wurf, aber netter Einstieg.
Communion stürmt rasant los und hier scheinen sich alle an Bord besser zu Hause zu füllen. Schenker mit typischer Rhythmus-Attacke, die schon manchem UFO die Sporen gegeben hat. Auch kein Geniestreich, aber geht gut ins Ohr und hat ordentlich Dampf. Communion stampft gut dahin, glänzt gleichfalls nicht vor Innovation – erinnert mich streckenweise stark an Heaven And Hell aus BLACK SABBATHs Dio-Phase (oder müsste man das umgekehrt schreiben?) - , aber hat einen ins Ohr gehenden Refrain und immer scheint die Sonne ein bisschen heller, wenn Schenker zum Solo ansetzt. Manche haben es nun einmal – andere nicht. Vigilante Man ist etwas zu simpel gestrickt, allerdings von kernigen Riffs getragen und taugt schon für ein paar Minuten Headbanging.
Nun, die Songtitel klingen allesamt wie aus dem Grundschul-Lehrbuch für Rocksongs, aber andererseits, Liebe und Sex sind ja auch nicht erst seit gestern auf dem Markt und immer noch ein Renner. Nichtsdestotrotz wird hier zu Rock City das Gaspedal bis auf den Asphalt durchgetreten, während die SCORPIONS wohl überlegen, ob sie den Song nicht auch schon einmal geschrieben haben. Würde mich selbst nicht überraschen.

Querverweis zu Saviour Machine? Da hört mal bei Ozzy zu Zeiten von “No Rest For The Wicked“ rein. Klingt absolut ähnlich, mit Ausnahme von Schenkers Trademark-Solo.
Ein weiterer Geschwindigkeitsrekord wird mit Something Of The Night gebrochen und wenn man nicht aufpasst, wird einem beim Zuhören schon ganz schwindlig. Großes Theater, was Michael Schenker da vollführt. Gitarristen, hier gilt es die Ohren zu spitzen!
Doggie White hat sich mittlerweile zu einem der besten englischen Rock-Sänger entwickelt. Jedoch ohne Chance auf den Thron. Ein bisschen wie Charles…
In All Our Yesterdays knödelt er wieder erfolgreich in Ronnie-Manier und kräht sich in bester 80er-Weise durch Bulletproof und in ähnlicher Form durch die restlichen Nummern.
Wie gehabt, wird da kein Rad neu erfunden, doch besonders Michael Schenker weiß ein ums andere Mal mit seinem Spiel und besonders seinen Soli zu gefallen. Da gibt’s nicht viele da mithalten können und noch weniger, die so einen eigenen Stil haben. Also für Gitarristen mit Hang zum Härteren allemal ein Tipp und für Freunde des Härteren mit Hang zu Gitarre und Mitt- bis Spät-Achtziger Stil ebenso.
Mission accomplished.

Epi Schmidt, 09.05.2015

 

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