Midnight Youth

World Comes Calling


CD-Review

Reviewdatum: 21.11.2012
Jahr: 2012
Stil: Rock

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Midnight Youth
World Comes Calling, MY Music / Rough Trade, 2012
Simon OscroftGitarre
Jeremy RedmoreGesang
Matt WarmanBass
Aidan BartlettSchlagzeug
Nick CampbellKeyboards, Gitarre
Produziert von: Midnight Youth Länge: 39 Min 03 Sek Medium: CD
01. The Street06. World Comes Calling
02. Down Inside07. Too Young To Wonder
03. Won't Stop08. Listen
04. Who Said You're Free09. French Girl
05. Come One Come All10. Mark My Words

Es gab Zeiten, da füllten Rockbands nicht nur Stadien und veröffentlichten mitreißende Alben, sondern tauchten dazu auch noch immer wieder in den Singlecharts auf und versorgten die Rundfunkstationen mit Songs, die bei aller Massentauglichkeit den nötigen Anspruch nicht vermissen ließen. Wo sind sie? Die SIMPLE MINDS, INXS, MIDNIGHT OIL und Co?

Natürlich gibt es die neue Generation um die Flaggschiffe KILLERS, COLDPLAY und NICKELBACK - mit Abstrichen auch LINKIN PARK - doch da klingt vieles inzwischen zu kalkuliert, zu vorhersehbar und zu handzahm, um tatsächlich aufregend zu sein.

Die Rettung naht vom anderen Ende der Welt. In ihrer neuseeländischen Heimat sind MIDNIGHT YOUTH bereits jetzt eins der großen Zugpferde im Musikzirkus. In Australien und Asien hat sich die Band durch schweißtreibende Tourneen eine gute Ausgangsposition geschaffen, und selbst in den Vereinigten Staaten hat man schon ein Bein in der Tür. Fehlt nur noch good ol' Europe.

Auch hierzulande stehen die Chancen ganz gut. "World Comes Calling" ist eins dieser Alben, das anspruchsvolle Rockfans zufrieden stellt und gleichermaßen die Masse der Gelegenheitshörer mit ihrem Bedarf an schlichtem Radiofutter nicht ausgrenzt.

Die einen bedient man mit energischen Rockern wie Won't Stop oder Who Said You're Free, für die sich ein Jimmy Barnes und COLD CHISEL nicht schämen müssten und wie sie ein Bryan Adams inzwischen leider viel zu selten hinbekommt. Den anderen serviert man einfach ein paar Hits wie den Titelsong, Listen oder The Street, etwas geschmeidiger und mit Ohrwurmcharakter, die sich perfekt ins Gesamtbild einfügen.

Gerade in den Momenten laufen MIDNIGHT YOUTH zu ganz großer Form auf und zaubern eine herrlich dichte, emotionsgeladene Atmosphäre, wie einst Jim Kerr und seine SIMPLE MINDS in den späten Achtzigern. Wäre schön, wenn MIDNIGHT YOUTH sich auch in unseren Breiten etablieren könnten.

Martin Schneider, 16.11.2012

 

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